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Europäische Lärche (Larix decidua)

Steckbrief Europäische Lärche

wissenschaftlicher NameLarix decidua

deutscher Name Europäische Lärche
   
Familie Kieferngewächse
(Pinaceae)
Gattung Larix
Art decidua
Herkunft einheimisch
   
Wuchshöhe [?] 5-12-30
Fruchtart Zapfen und zapfenartige
Gartenwert [?] 2,3
Frosthärte [?] –32°C bis –36°C
Holzwert [?] 1,2,3
   
Geschlecht eingeschlechtlich
Häusigkeit einhäusig
Bestäubung Fremdbestäubung
Windbestäubung
   
Blattanordnung   in Gruppen/ Büscheln
Blattaufbau nadelförmig
   
Blütezeit  
J F M A M J J A S O N D
Fruchtreife  
J F M A M J J A S O N D
Blatt
Blatt von Larix decidua Europäische Lärche
Blatt Rückseite
Blattrückseite von Larix decidua Europäische Lärche
Borke
Borke von Larix decidua Europäische Lärche
männliche Blüten
männliche Blüten von Larix decidua
weibliche Blüten
weibliche Blüten von Larix decidua
Früchte
Früchte von Larix decidua
Habitus
Habitus/ Gestalt / Äußere Form von Larix decidua
Schattenriss
Schattenriss von Larix decidua
Skizzen mit freundlicher Genehmigung von Manfred Müller-Berg
Blütenknospe
Blütenknospe von Larix decidua
Zweig
Zweig von Larix decidua
unreifer Zapfen
unreifer Zapfen Larix decidua
weibliche Blüte
weibliche Blüte Larix decidua

Beschreibung - Europäische Lärche

Vorkommen

Gebirge Mitteleuropas, Verbreitungsgebiet in vier Teilareale gegliedert: Alpen, Sudeten, Karpaten und Weichselniederungen.

Erscheinungsbild

Sommergrüner, 35 - 40 m hoher Baum, mit regelmässiger meist schlanker, im Alter etwas abgeflachter Krone.

nur als Baumsommergrün

Blätter

15-30 mm lang, 0,5-0,8 mm breit schmal, weich, abgeflacht, vorne stumpf und wenig zugespitzt, beim Austrieb hellgrün, dunkeln später nach, stehen an Kurztrieben zu 20 bis 40 Stück in rosettig angeordneten Büscheln. An Langtrieben einzeln schraubig angeordnet und meist zugespitzt. Goldgelbe Färbung und Abfallen der Nadeln im Herbst, wobei Blattbasen stehenbleiben.

Borke/Rinde

In jungen Jahren ist die Borke glatt und grün- bis graubraun gefärbt und wird relativ bald zu einer bis zu 10 cm dicken, tiefgefurchten, äußerlich graubraunen, schuppigen Borke mit rotbraunen Furchen. Wurzelsystem: Das typische Wurzelsystem der Lärche ist das Herzwurzelsystem. Durch ihre starke Wurzelenergie geht sie tief in skelettreiche (kies- und steinhaltig) Böden. Dabei kommt es zu zahlreichen Wurzelverkrümmungen. Erreicht sie feinerdegefüllte Klüfte, erreicht sie Tiefen bis 2m. Wurzelverletzungen verharzen rasch. Daher besteht eine geringe Wurzelfäule und damit Rotfäulegefahr. Die Lärche kann daher auf Böden auf Kalkgestein als auch auf Quarz- und Silikatgestein eingebracht werden.

Blüten

Die Lärche erreicht im Freistand mit etwa 15-20 Jahren , im Bestande mit 30-40 Jahren die Mannbarkeit. Die Lärche ist einhäusig, d.h. männliche und weibliche Blüten kommen auf einem Individuum vor. Die Blüten sind eingeschlechtig, die noch vor den Nadeln an den mindestens zweijährigen kurz- oder an dreijährigen Langtrieben erscheinen. Sie blüht zwischen März und Mai. Die männlichen Blüten sind eiförmig, 5-10mm lang, schwefelgelb und befinden sich an unbenadelten Kurztrieben. Die weiblichen Blüten, die meist an dreijährigen benadelten Kurztrieben aufrecht stehen, sind etwa 10 bis 20 mm groß, rosa- bis dunkelrot gefärbt und vergrünen zum Herbst.

Früchte

Die reifen aufrecht stehenden Zapfen sind hellbraun, eiförmig, 1,5 bis 6 cm lang und 1,5 bis 2 cm breit. Die rundlich, locker liegenden Sammenschuppen weisen feine Streifenmuster auf, besitzen eine bräunliche Behaarung und sind am oberen Rand nicht oder nur minimal nach außen gebogen (im Gegensatz zur Japanischen Lärche, deren Zapfenschuppen an der Spitze stark nach außen gebogen sind) Die Samen reifen erst im nächsten Frühjahr, sind glänzend hellbraun, dreieckig-eiförmig 4mm lang und mit Flügeln verwachsen. Nach dem Ausfliegen der Samen verblassen die Zapfen, die erst nach 10 Jahren mit dem Zweig zu Boden fallen (Totasterhalter). Quelle: u.a. www.wald.de

Verwendung allgemein

Lärchenterpentin (aus angebohrten Stämmen wird das Balsam gewonnen) industriell für Lacke und Kleebmittel.

Lärchenholz als sehr gutes Bauholz, da es das schwerste und härteste Holz der Nadelnutzhölzer in Europa ist. Daher auch gut für die Anwendung im Freien.

Dachtragewerke, Wand- und Deckenkonstruktionen, Treppen, Geländer, Türen, Dielenböden und vieles mehr.

Rinde: früher in der Anwendung zum Gärben, die enthaltenen Tannine färben Leder schwarz.

Verwendung medizinisch

Lärchenterpentin (hautreizend, antiseptisch) gegen Furunkel, Abszesse oder rheumatische Beschwerden

Wissenswertes

Junge Triebspitzen schmecken sauer (kulinarische Verwendung).

- Quellenangaben und verwendete Literatur

Europäische Lärche: Detailmerkmale Baum Bestimmung
(Larix decidua Baum Details, 0093)