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Glossar zur Baumkunde

Allogamie - bot. Name für Fremdbestäubung

Angiospermen - Bedecktsamer - Samenanlagen sind von einem Fruchtknoten eingehüllt, in der sie heranreifen, vgl. Gymnospermen

Autogamie - bot. Name für Selbstbestäubung

Bast - Gesamtheit aller Zellen, die vom Kambium nach außen hin abgegeben werden. Während das Holz eines Baumstammes mehrere Meter Durchmesser erreichen kann, ist der Bast oft nur wenige Millimeter dick.

Befruchtung = Bestäubung

Bestäubung - Übertragung von Blütenstaub (Pollen) auf die Narben der Fruchtknoten, bzw. frei liegenden Samenanlagen von Nadelbäumen (Nacktsamern).

Blüte - Organe der geschlechtlichen Fortpflanzung, als Einzelblüten oder Blütenstand

Borke - spezielles Rindengewebe, das in Bäumen und Sträuchern im Zuge des sekundären Dickenwachstums als äußerste Schutzschicht gebildet wird. Je nach Verteilung der Korkkambien bildet sich eine Ringelborke (Kirsche/ Birke), Streifenborke (Wein) oder Schuppenborke (Kiefer/ Eiche) aus.

Chlorophyll - grüner Blattfarbstoff von Pflanzen. Chlorophyll fängt die Energie des Sonnenlichtes ein und liefert damit für die Photosynthese notwendige chemische Energie.

Dendrochronologie - Altersbestimmung von Gehölzen und Holzgegenständen, z.B. anhand von Jahresringen

Dornen - Umwandlung ganzer Organe in starke, spitze Gebilde, vgl. Stacheln

Drüsen - Gewebebereiche, die Sekrete abgeben. Das Harz der Nadelbäume wird ebenso von Drüsenzellen produziert, wie der Nektar der Blüten.

einhäusig - männliche und weibliche (jeweils eingeschlechliche) Blüten befinden sich auf einem Individuum (auf ein und derselben Pflanze), vgl. zweihäusig und zwittrig.

Fremdbestäubung (Allogamie) - Bestäubung mit Pollen von einer anderen Blüte, die sich entweder auf dem eigenen Individuum oder sich auf einer anderen Planze befindet.

Frucht - im Laufe der Samenreife umgewandelte Teile einer Blüte. Bei der Fruchtbildung sind ein oder mehrere Fruchtknoten beteiligt, woraus Einzel oder Sammel-, bzw. Scheinfrüchte entstehen. Als Einzelfrüchte entstehen Kapselfrüchte, Nußfrüchte, Steinfrüchte oder Beeren. Zu den Sammelfrüchten zählen z.B. Hagebutten und Äpfel, oder der Maulbeerbaum.

Fruchtblätter, Fruchtknoten - Träger der Samenanlagen, die bei den Angiospermen zum Fruchtknoten zusammengeschlossen sind

gegenständig - s. Bestimmungsmerkmale

Gymnospermen - Nacktsamer; Samenanlagen liegen frei auf den Fruchtblättern (vgl. Zapfen). Alle Nadelbäume gehören zu den Gymnospermen, vgl. Angiospermen

Hagebutte - Sammelfrucht der Rosengewächse

Harz - zäher Pflanzenstoff, der vor allem von Nadelbäumen erzeugt wird, dient dem Wundverschluß.

Holz - Gesamtheit aller Zellen, die vom Kambium nach innen abgegeben werden

Internodium - Sproßregion zwischen zwei Knoten

Jahresringe - erkennbar im Stammquerschnitt der Bäume, verursacht durch den jährlichen Zuwachs an Holz. Da das Dickenwachstum im Frühjahr wieder einsetzt, entsteht eine deutliche Grenze.

Kambium - ringförig um den Sproß geschlossenes, teilungsfähiges Gewebe aus schmalen Zellen. Das Kambium gibt nach aussen Zellen des Bastes, nach innen Zellen des Holzes ab. Durch die Aktivitäten des Kambiums sind Bäume und Sträucher zum sekundären Dickenwachstum befähigt, können also über Jahre hinweg an Umfang zunehmen.

Kätzchen - hängende Blütenstände in Form von Trauben oder Ähren, i.d.R. eingeschlechtlich

Knospe - meist durch derbe Blätter geschützte Anlage von Sproßorganen

Knoten - Sproßregion, an der die Blätter entspringen, vgl. Internodium

Kork - im Bereich der Borke auf die Zellwand aufgelagertes Material aus Wachs- und Suberinschichten (dem eigentlichen Korkstoff)

Kurztrieb - Seitenzweig mit stark verkürzten Internodien (Blattabständen)

Langtrieb - Zweige, die für das Längenwachstum der Bäume und Sträucher verantwortlich sind

Nadel - Blattform der Nadelbäume mit besonderen Schutzeinrichtungen gegen Wasserverlust bei winterlicher Kälte wie Reduktion der Oberfläche, aufgelagerte Wachsschichten und dicke oder eingesenkte Spaltöffnungen

Nektarien - besondere Drüsen im Bereich der Blüten, die zuckerhaltigen Saft produzieren, um Insekten anzulocken.

Photosynthese - biochemischer Prozeß, mit dessen Hilfe grüne Pflanzen ihre Nährstoffe erzeugen. Mit Hilfe von Chlorophyll können Pflanzen die Energie des Sonnenlichtes nutzen und so aus den einfachen Grundstoffen Wasser und Kohlendioxid Zucker erzeugen, der dann für eine Vielzahl weiterer auf- und abbauender Reaktionen zur Verfügung steht.

Pollen - in den Pollensäcken der Staubblätter produzierter Blütenstaub

Rinde - Gesamtheit der Gewebe ausserhalb des Kambiums

Samen - Verbreitungseinheit der Samenpflanzen; aus den Samenanlagen entsteht nach der Befruchtung der Eizelle eine Same.

Sekundäres Dickenwachstum - das Kambium ermöglicht es Nadelhölzern und zweikeimblättrigen Angiospermen über Jahre hinweg an Dicke zuzunehmen. Viele krautigen Pflanzen haben kein sekundäres Dickenwachstum. Diese gelangen während einer einzigen Vegetationsperiode (primäres Wachstum) zur Fruchtbildung und sterben danach wieder ab.

Selbstbestäubung (Autogamie) - Bestäubung durch blüteneigene Pollen.

Stacheln - lokale Umwandlung von Epidermis und den darunter liegendem Gewebe zu spitzen, festen Gebilden, vgl. Dornen

Staubblätter - Träger der männlichen Geschlechtsorgane

Tracheen - wasserleitende Zellen im Xylem

wechselständig - s. Bestimmungsmerkmale

Xylem - Anteil der Leitbündel, die für den Wassertransport verantwortlich sind

Zapfen - weiblicher Blütenstand der Nadelbäume (aber z.B. auch bei der Erle), der mit der Samenreifung verholzt. Die Samenanlagen sitzen auf kräftigen Samenschuppen.

zweihäusig - entweder nur männliche oder nur weibliche Blüten kommen auf getrennten Individuen vor (männliche und weibliche Pflanzen), vgl. einhäusig und zwittrig

zwittrig - in einer Blüte sind sowohl männliche (Staubblätter), als auch weibliche (Fruchtblätter) Fortpflanzungsorgane enthalten, vgl. einhäusig und zweihäusig