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Strand-Kiefer (Pinus pinaster)

Steckbrief Strand-Kiefer

wissenschaftlicher Name Pinus pinaster

deutscher Name Strand-Kiefer
alternative Bezeichnungen See-Kiefer
Stern-Kiefer
Igel-Kiefer
Meer-Michte
Meer-Fuhre
Meer-Kiefer
Seestrand-Kiefer
Maritime pine (engl.)
Pin maritime (franz.)
Pino marittimo (it
   
Familie Kieferngewächse
(Pinaceae)
Gattung Pinus
Art pinaster
Herkunft Südeuropa/Mittelmeer
   
Wuchshöhe [?] 6-15-30
Fruchtart
Wurzelsystem Pfahlwurzler
Gartenwert [?] 2,3
Frosthärte [?] –12°C
Holzwert [?] 1,2,3
   
Geschlecht eingeschlechtlich
Häusigkeit einhäusig
Bestäubung Fremdbestäubung
Tierbestäubung
   
Blattanordnung   in Gruppen/ Büscheln
Blattaufbau nadelförmig
  2-nadelig
   
Blütezeit  
J F M A M J J A S O N D
Fruchtreife  
J F M A M J J A S O N D
Blatt
Blatt von Pinus pinaster Strand-Kiefer
Blatt Rückseite
Blattrückseite von Pinus pinaster Strand-Kiefer
Borke
Borke von Pinus pinaster Strand-Kiefer
männliche Blüten
männliche Blüten von Pinus pinaster
weibliche Blüten
weibliche Blüten von Pinus pinaster
Früchte
Früchte von Pinus pinaster
Habitus
Habitus/ Gestalt / Äußere Form von Pinus pinaster
unreifer Zapfen
unreifer Zapfen Pinus pinaster

Beschreibung - Strand-Kiefer

Vorkommen

Beheimatet im Mittelmeerraum, insbesondere westliches Mittelmeer, Spanien, Portugal, Küstenregionen der Adria, Nördliche Toskana teils bis auf 600-700 Meter Höhe über NN, Frankreich Dep. Landes, Provence, westliches Frankreich mit Atlantikküste bis südliche Bretagne, Anpflanzungen auch in Südengland und Irland.
Vorkommen auch in Marokko und im Atlas-Gebirge bis auf eine Höhe von 2000 Meter.
Wird am Niederrhein zwischen Kaldenkirchen und Venlo flächenhaft angebaut, auch auf Dünen der Ostfriesischen Inseln, dort oft vom Frost geschädigt. In Riegersburg in der Steiermark aufgeforstet.

Erscheinungsbild

20 bis 40 Meter hoher Baum mit kegelförmiger Krone mit einen Stammumfang von bis zu 4,30 Metern.

nur als Baumimmergrün

Blätter

Die kräftigen, etwa 2 mm breiten und 10 bis 20 cm langen Nadeln sind paarweise angeordnet in Kurztrieben, ihre schwärzlichen Scheiden sind 20 bis 25 mm lang. Nadeln sehr derb, stechend, glänzend grün; Nadeln bleiben drei Jahre am Baum.

Borke/Rinde

dunkel, rotbraune Platten-Borke, dick und tiefrissig bei älteren Bäumen. Die Farbe der inneren Rindenlagen ist eher weinrot.

Blüten

männliche im mittleren und unteren Kronenbereich mit hellgelben bis schwach rosafarbenen Pollen, weibliche im oberen Kronenbereich, zunächst grüne Blütenzapfen, später rosafarben und violett. Mannbarkeit ab 8 bis 10 Jahren.

Früchte

10 - 12 cm lang, 5 - 7 cm im Durchmesser, oft etwas gebogen, anfangs grün, später purpurbraun, meist 3 – 5 quirlig angeordnet, glänzend, leicht unsymmetrisch mit ausgeprägten Querleisten in den Schuppen. Die schief abwärts gerichteten Zapfen haben einen 15 bis 20 mm langen Stiel (fast sitzend, bei P. halepensis länger gestielt) fallen intakt zu Boden (bei P. pinea verbleiben die untersten Zapfenschuppen am Baum); Knospen harzlos (harzig bei P. nigra).
Die graubraunen, länglichen Samen sind geflügelt, 8 - 10 mm lang und 3 - 6 mm breit, Flügellänge 3-4-fache der Samenlänge, Flügel längs gestreift, bläulich rot

Verwendung allgemein

Oft zur Festigung von Dünen angepflanzt. In Nord-Spanien auch zur Aufforstung höher gelegener Gebiete verwendet. So macht Pinus pinaster etwa 25 % der Waldfläche in Spanien aus.
Im französischen Département Landes wird die Strand-Kiefer in großem Umfang kultiviert, dadurch ist ihr französischer Name „pin des Landes“ entstanden. Die Aufforstung geht auf Bemühungen zur Sicherung der Strandregionen und Schutz vor Flugsand bei Dünen im 18 Jh. zurück.
Das Holz der Strand-Kiefer wird, meistens als Konstruktionssperrholz, für Verpackungen, im Möbelbau und für Dielen verwendet, da es nicht sehr witterungsbeständig ist. Die forstwirtschaftliche Umtriebszeit dieser wüchsigen Kiefernart beträgt 30-40 Jahre.
Aus der Strand-Kiefer wird außerdem Terpentin gewonnen. Durch Anzapfen von Pinus pinaster wird Harz gewonnen und durch Wasserdampfdestillation und anschließende Rektifikation bei einer Temperatur unter 180 °C erhält man ein ätherisches Öl. Es ist eine klare, farblose bis blassgelbe Flüssigkeit, die einen terpentinartigen Geruch und einen scharfen, kratzenden Geschmack hat.

Verwendung medizinisch

Medizinisch genutzt wird vor allem die Rinde der Strandkiefer in Form eines Extrakts. Dieses enthält Catechine, Flavone, Proanthocyanidine und Phenolcarbonsäure, besitzt eine äußerst hohe Schutzwirkung gegenüber freien Radikalen und unterstützt die Funktion von Arterien, Kapillaren und Venen Das gereinigte Terpentinöl oderMedizinal-Terpentinöl heißt in alten Arzneibüchern „Terebinthinae aetheroleum rectificatum“, „Oleum Terebinthinae medicinale“ oder „Oleum Terebinthinae rectificatum“. Hauptinhaltsstoffe sind Monoterpenkohlenwasserstoffe.

Standortbedingungen

Die Strand-Kiefer ist dürrehart, anspruchslos und wüchsig.

Wissenswertes

Die Strand-Kiefer ist der Aleppo-Kiefer ähnlich und wird häufig mit ihr verwechselt.

Sonstiges

Quellen:
a) Wikipedia
b) Schütt, P., Schuck, H.J., Stimm, B. (Hrsg.); Lexikon der Baum- und Straucharten, Das Standardwerk der Forstbotanik, Sonderausgabe, 2002 Hamburg

- Quellenangaben und verwendete Literatur

Strand-Kiefer: Detailmerkmale Baum Bestimmung
(Pinus pinaster Baum Details, 0431)