Ich halte es für eine Pflaume, die aus Kreuzung zwischen Prunus cerasifera und Prunus spinosa, nämlich eine gelbe Ziparte, siehe ZIPARTEN, ZIBERL (
Prunus domestica L. subsp. prisca BERTSCH) - Seite 90-100, wobei sich die Formen des ostalpinen Formenkreises deutlich von denen des württembergischen unterscheiden und stärker auf die Merkmale der Schlehe, dagegen letztere mehr auf die Beteiligung der Kirschpflaume ausgeprägt sind.
Die Farbe der Steinkerne bei den echten Ziberl ist immer ein s c h o k o l a d e ä h n l i c h e r Ton, den ich hier auch bei dem Kern so ansprechen würde.
In Östereich nennt man diese kernecht vermehrten Sorten der Ziparle übrigens Ziberl, Zwiberl, Zwiferl, Züberl, Zöberl, Zeiberl, Seiberl (in Oberösterreich) oder Ziberl, Zeiberl (in Niederösterreich); in der Steiermark Ziberling; in Kärnten Zibara. Im schwäbisch-alemannischen Stammesgebiet: Baden und Württemberg Zibate, Ziparte; in der Schweiz Zipartle, Zippere, Zipärle.
Von allen Urpflaumen wird der Ziparte das beste Aroma nachgesagt. Es gibt sowohl kernlösende Varianten, als auch solche, bei denen der Kern bei Reife nicht vom Fruchtfleisch löst. Die Weiserzahl liegt recht hoch, bis zu 77%, das scheint mir passend. Die Bäume bleiben recht niedrig, Die Fruchtreife ist später als bei der Kirschpflaume. Der Stamm erreicht normalerweise nur eine Höhe von 3-4 m (ohne die zzgl. Höhe des Kronengeästes) und ist dornig.
Was meint ihr zu diesem Vorschlag und dem Vergleichenden Beschreibungen auf "DIE WURZEL- UND KERNECHTEN STAMMFORMEN
DER PFLAUMEN IN OBERÖSTERREICH" von HEINRICH L. WERNECK (1960)
LG Spinnich

Das Talent der Menschen, sich einen Lebensraum zu schaffen, wird nur durch ihr Talent übertroffen, ihn zu zerstören.
- Georg Christoph Lichtenberg -