Acer opalus (Schneeballblättriger Ahorn) im Wald von Grenzach Wyhlen (Naturdenkmal)

Diskutiere über alte und bemerkenswerte Bäume, die Du gesehen oder fotografiert hast. Hier kannst Du auch Fragen zum Baumregister stellen.

Moderatoren: Klaus Heinemann, baumlaeufer

Antworten
Benutzeravatar
bee
Beiträge: 4339
Registriert: 17 Okt 2008, 17:38
Wohnort: die Region, wo D an CH und F grenzt

Acer opalus (Schneeballblättriger Ahorn) im Wald von Grenzach Wyhlen (Naturdenkmal)

Beitrag von bee »

Hallo Baumfreunde,
wie ich herausgefunden habe, ist dieser Ahorn als Naturdenkmal gelistet (Wurzelstock mit 5 Stämmen).

Hier hatte ich bereits über diesen Baum berichtet (inkl. Wegbeschreibung)
viewtopic.php?t=8380
viewtopic.php?t=8284

Ich zitiere mich selbst:
Von unten:
Ortsteil Wyhlen, Ecke Ziegelhofstr. Schneckenbergweg (Parkmöglichkeiten)
der Ausschilderung „Am Rötelstein“ folgen, bei einer Gabel sich rechts halten (Richtung „Schöne Aussicht“). Der Weg geht im Zick-Zack bergauf – alle Wege mit roter Raute.
Man gelangt zu einer Lichtung: rechts sind Felsen zu sehen (Norden), links eine südliche Begrenzung des Platzes. Die Bäume befinden sich genau dahinter, leicht unterhalb.
Wenn man sich außen rechts vorbei durch den kahlen Buchs kämpft, kommt man relativ nahe heran, aber eben nicht ganz. Deutlich erkennt man den Nadelbaum unterhalb.

Von oben:
Ortsteil Neufeld o.a. Wanderparkplatz, von da aus auf den „Altschöneaussichtweg“ (eine Art Waldautobahn, breit und geschottert). Dort wo dieser Weg ein gutes Stück parallel zum Abhang verläuft (das ist die Aussicht), biegt an einer Stelle ein kleiner Pfad steil nach unten ab (ebenfalls rote Raute). Dieser trifft etwas unterhalb auf einen parallel am Hang verlaufenden Pfad („schöne Aussicht“). Dort links halten und man kommt auch zu der Lichtung.
Ergänzung: oder ab "Forsthütte" dem kleinen Pfad mit roter Raute ("Schöne Aussicht") folgen.

Standort des Baumes ist bei
47.554704,7.676379 gleich N47° 33.28223 E7° 40.58273

Fortsetzung folgt
Dateianhänge
Quelle: OpenStreetMap<br />mit meinen Ergänzungen<br />Die Bezeichnung &amp;quot;Brutlerbodenweg&amp;quot; ist nicht korrekt, das ist &amp;quot;Alt-Schöne-Aussicht&amp;quot; (breit)
Quelle: OpenStreetMap
mit meinen Ergänzungen
Die Bezeichnung &quot;Brutlerbodenweg&quot; ist nicht korrekt, das ist &quot;Alt-Schöne-Aussicht&quot; (breit)
Acer opalus und Taxus baccata.jpg (110.13 KiB) 7320 mal betrachtet
Zuletzt geändert von bee am 02 Nov 2013, 22:47, insgesamt 3-mal geändert.
Viele Grüße von bee

Benutzeravatar
bee
Beiträge: 4339
Registriert: 17 Okt 2008, 17:38
Wohnort: die Region, wo D an CH und F grenzt

Beitrag von bee »

Der Ahorn soll also nach der Beschreibung im Verzeichnis der Naturdenkmale ein Wurzelstock mit 5 Stämmen sein, das wusste ich bisher nicht.
In der Expedition der Uni Köln von 2005, die ich schon mal zitiert hatte, ist von mehreren männlichen Exemplaren die Rede.
Das Problem ist, dass man weder von unten (aus der Entfernung), noch von oben den Wurzelstock sieht.
Ich hatte bei meiner ersten Annäherung in 2011 2 dicke und 2-3 kleinere Stämme ausgemacht, von Fern hatte der Ahorn immer eine schöne rundlich-eiförmige Krone und war dadurch für mich auch im Hochsommer - wenn alles grün ist - erkennbar.
Im Frühjahr fällt er auf, da er als erster Baum austreibt, im Spätherbst ist er durch Gelbfärbung zu unterscheiden von den rötlich-braunen Tönen der Buchen.
Direkt unterhalb steht eine Kiefer, die ist auch gut erkennbar.

In den Übersichtsbildern sieht man in
Bild 1 (November 2006) den Standort in der Gesamtansicht des Hanges, in
Bild 2 (April 2009) den schönen Frühlingsaspekt, in
Bild 3 links oben (März 2007) die rundliche Krone, rechts oben (März 2011) erkennt man 2 dicke Stämme (leicht anderer Winkel)
ABER DANN: ebenfalls
Bild 3 links unten (November 2011) die Krone eher schmal (?), seitlich ein Bereich (auch gelbes Laub) abgesetzt u. rechts unten (Oktober 2013) rechts eine große Lücke!

Schon in 2012 hatte ich den Eindruck, dass die Krone nicht mehr perfekt ist, dass ein Teil fehlt.
Im März 2011 hatte ich den Baum zum ersten Mal im Wald gesucht, war aber nicht ganz zum Wurzelstock gekommen. Man erkannte deutlich 2 dicke Stämme, dazwischen einen dicken Totholzstamm.
Im April 2013 lag hinter (unterhalb) des Baumes ein weiteres Totholz. (Bild 4)
Dateianhänge
04_Acer opalus_2011-2013.jpg
04_Acer opalus_2011-2013.jpg (93.81 KiB) 7316 mal betrachtet
03_Acer opalus_2007-2013.jpg
03_Acer opalus_2007-2013.jpg (23.26 KiB) 7316 mal betrachtet
02_Acer opalus_Anfang April 2009.jpg
02_Acer opalus_Anfang April 2009.jpg (48.71 KiB) 7316 mal betrachtet
01_Acer opalus_November 2006.jpg
01_Acer opalus_November 2006.jpg (85.12 KiB) 7316 mal betrachtet
Zuletzt geändert von bee am 02 Nov 2013, 22:48, insgesamt 1-mal geändert.
Viele Grüße von bee

Benutzeravatar
bee
Beiträge: 4339
Registriert: 17 Okt 2008, 17:38
Wohnort: die Region, wo D an CH und F grenzt

Beitrag von bee »

Der Sache bin ich jetzt auf den Grund gegangen.
Um es zu betonen: der Baum im Wald ist kein Ausflugsziel.

Man sieht ihn dort kaum und es ist nicht einfach, zum Wurzelstock vorzudringen.
Ich habe den Eindruck, dass der Weg durch den dort "ziemlich" toten Buchs teilweise freigeschnitten wurde. Und zwar genau bis zum Abbruchpunkt des Totholzstammes, der im Bild vom März 2011 zwischen den beiden großen Stämmen lag. Danach muss man sich seitlich und über Stämme nach unten durchkämpfen.
Unterhalb des Wurzelstocks ist durch ein kleines Fels-Plateau ungefähr eine Standfläche von 60 cm Tiefe.
Bild 5:
Man erkennt immer noch den Totholzstamm - in unveränderter Lage. Es handelt sich um ein Nadelgehölz, vermutlich eine Kiefer. Der Stamm ist schon völlig entrindet und beginnt morsch zu werden. Er liegt also schon geraume Zeit dort.
Von den beiden dicken Ahorn-Stämmen fehlt einer, links sieht man die dünneren Stämme.
Bild 6: der Kieferstamm an der Bruchstelle
Bild 7: nochmal die Lage der Kiefer
Bild 8: die Abbruchstelle eines der dicken Ahornstämme

Es ist also ein Wurzelstock mit nur noch 4 Stämmen, ein dicker Stamm, drei dünne Stämme.
Dateianhänge
08_Abbruchstelle_10-2103.jpg
08_Abbruchstelle_10-2103.jpg (60.51 KiB) 7315 mal betrachtet
07_Entrindete Kiefer_D_GW_11-2013.jpg
07_Entrindete Kiefer_D_GW_11-2013.jpg (79.36 KiB) 7315 mal betrachtet
06_Der mutmaßliche Übeltäter_D_GW_11-2013.jpg
06_Der mutmaßliche Übeltäter_D_GW_11-2013.jpg (59.48 KiB) 7315 mal betrachtet
05_Acer opalus_10-2013.jpg
05_Acer opalus_10-2013.jpg (106.72 KiB) 7315 mal betrachtet
Viele Grüße von bee

Benutzeravatar
bee
Beiträge: 4339
Registriert: 17 Okt 2008, 17:38
Wohnort: die Region, wo D an CH und F grenzt

Beitrag von bee »

Meine Theorie:
vor einigen Jahren (?) ist eine Kiefer abgeknickt und genau zwischen die beiden dicksten Ahornstämme gefallen, dabei ist einer der Stämme im Rindenbereich geschädigt worden. Möglicherweise hat das zu einer Schwächung und/ oder Infektion mit Pilzen o.ä. geführt. Viel später dann ist der Stamm z.B. in starkem Wind abgebrochen.
Alternativ: der fallende Stamm hat gar keinen Schaden angerichtet. Der Ahornstamm ist aus anderen Gründen direkt oberhalb der Wurzel abgebrochen.
Unwahrscheinlich - oder?

Bild 9: fehlendes Kronenteil im Blätterdach
Bild 10: die drei dünneren Stämme, einer mit einer seltsamen Biegung/ einem Knick. Er ist aber vital.
Bild 11: der Stammfuß des verbleibenden dicken Stammes, Nordseite, BHU zw. 2m u. 2,5 m (nicht messbar), Durchmesser ca. 70 cm geschätzt
Bild 12: Stamm Nordseite, bemoost
Dateianhänge
12_Hauptstamm_Nordseite bemoost_D_GW_11-2013.jpg
12_Hauptstamm_Nordseite bemoost_D_GW_11-2013.jpg (37.04 KiB) 7314 mal betrachtet
11_Stammfuß Nordseite_10-2103.jpg
11_Stammfuß Nordseite_10-2103.jpg (54.95 KiB) 7314 mal betrachtet
10_Drei dünnere Triebe_1 gebogen (vital)_D_GW_11-2013.jpg
10_Drei dünnere Triebe_1 gebogen (vital)_D_GW_11-2013.jpg (57.12 KiB) 7314 mal betrachtet
09_Durch fehlenden Stamm Lücke im Blätterdach _D_GW_11-2013.jpg
09_Durch fehlenden Stamm Lücke im Blätterdach _D_GW_11-2013.jpg (54.91 KiB) 7314 mal betrachtet
Viele Grüße von bee

Benutzeravatar
bee
Beiträge: 4339
Registriert: 17 Okt 2008, 17:38
Wohnort: die Region, wo D an CH und F grenzt

Beitrag von bee »

Bild 13 und 14: Wurzelstock von unten (Breiten-Ausdehnung ca. 170 cm ), im Vordergrund war vermutlich auch einmal ein Stamm, jetzt ist dort eine Höhlung.
Die Höhlung ist innen auch schwarz gefärbt. Möglicherweise besteht für den ganzen Wurzelstock PILZALARM ????
Bild 15: abgebrochener Ahornstamm, Durchmesser schätzungsweise 50-60 cm, gleich BHU ca. 150-180 cm.

Bild 16: zerborstener Stamm, beginnende Schwarzfärbung, ev. durch Brandkrustenpilz oder Ahorn-Krustenpilz
Bild 17: beginnende Entrindung des abgebrochenen Stammes

Bild 18: Hauptstamm,Südseite, typische Rinde von Acer opalus
Bild 19: Blattsilhouetten und unterhalb stehende Kiefer

Bild 20: auf dem Rückweg, Felswand gegenüber der Freifläche mit Feuerstelle im Wald
Bild 21: Silhouette von Acer opalus vom Waldweg etwas weiter westlich aufgenommen
Dateianhänge
21_Kronensilhouette von Wanderweg etwas weiter westlich_D_GW_11-2013.jpg
21_Kronensilhouette von Wanderweg etwas weiter westlich_D_GW_11-2013.jpg (59.02 KiB) 7313 mal betrachtet
20_Ansicht der Felsen gegenüber vom Zugang_D_GW_11-2013.jpg
20_Ansicht der Felsen gegenüber vom Zugang_D_GW_11-2013.jpg (55.06 KiB) 7313 mal betrachtet
19_Blattsilhouetten mit Kiefer_D_GW_11-2013.jpg
19_Blattsilhouetten mit Kiefer_D_GW_11-2013.jpg (60.07 KiB) 7313 mal betrachtet
18_Hauptstamm Südseite_10-2103.jpg
18_Hauptstamm Südseite_10-2103.jpg (92.64 KiB) 7313 mal betrachtet
17_Beginnenden Entrindung_D_GW_11-2013.jpg
17_Beginnenden Entrindung_D_GW_11-2013.jpg (51.39 KiB) 7313 mal betrachtet
16_Zerborstener Stamm_D_GW_11-2013.jpg
16_Zerborstener Stamm_D_GW_11-2013.jpg (54.77 KiB) 7313 mal betrachtet
15_Abgebrochener Stamm_BHU ca 150-160cm_D_GW_11-2013.jpg
15_Abgebrochener Stamm_BHU ca 150-160cm_D_GW_11-2013.jpg (185.8 KiB) 7313 mal betrachtet
14_Wurzelstock 150-170 breit_D_GW_11-2013.jpg
14_Wurzelstock 150-170 breit_D_GW_11-2013.jpg (69.83 KiB) 7313 mal betrachtet
13_Hauptstamm links_3 kleine Stämme rechts_D_GW_11-2013.jpg
13_Hauptstamm links_3 kleine Stämme rechts_D_GW_11-2013.jpg (54.29 KiB) 7313 mal betrachtet
Zuletzt geändert von bee am 02 Nov 2013, 22:52, insgesamt 2-mal geändert.
Viele Grüße von bee

Benutzeravatar
bee
Beiträge: 4339
Registriert: 17 Okt 2008, 17:38
Wohnort: die Region, wo D an CH und F grenzt

Beitrag von bee »

Bild 22: Ansicht von Acer opalus, Ende Oktober 2013
Bild 23: Typische Herbstfärbung
Dateianhänge
23_Herbstlaub_11-2011.jpg
23_Herbstlaub_11-2011.jpg (54.15 KiB) 7312 mal betrachtet
22_Acer opalus_10-2013.jpg
22_Acer opalus_10-2013.jpg (56.17 KiB) 7312 mal betrachtet
Viele Grüße von bee

Benutzeravatar
bee
Beiträge: 4339
Registriert: 17 Okt 2008, 17:38
Wohnort: die Region, wo D an CH und F grenzt

Beitrag von bee »

Hallo Baumfreunde,

MISSION IMPOSSIBLE (?)- Auf der Jagd nach Acer opalus, Part III ???

denn:

ebenfalls in den Karten des Landes Baden-Württemberg zu Umwelt und Naturschutz sind in Grenzach-Wyhlen zusätzlich zu dem bekannten Acer opalus und den Eiben im Gebiet "Oberberg" noch 3 weitere Naturdenkmale verzeichnet.
Dabei muss es sich meiner Meinung nach um einen Irrtum handeln.
Der bekannte Acer opalus ist dort nochmals genannt, ebenso ist da eine Markierung für eine Eibe. Es ist aber keine Eibe zu erkennen, nur vereinzelte Fichten.
Dann gibt es noch eine Markierung für weitere 4 Exemplare von Acer opalus:

http://rips-dienste.lubw.baden-wuerttem ... 9013000011

Schutzgebietsnummer 83361050003
4 Frühlingsahorne (1 zwittrig, 3 männlich) Grenzach Oberberg
Schutzgebiets-Nr. 83361050003
Rechtswert 3.400.018
Hochwert 5.269.275
Naturraum Hochrheintal
Melde-/ Verordnungsdaten(Datum der Sicherstellung/Verkündung in) 13.07.87

Die Gaußschen Koordinaten entsprechen ungefähr:

47.554279 7.670532 = N47° 33.25673 E7° 40.23192

Um nichts zu übersehen, habe ich mir den Wald hinter den Häusern der Steingasse mehrfach angeschaut, sowohl von unten als auch von oben (vom Waldweg aus).
Dort ist kein Acer opalus zu finden.

Im Herbst hatte ich einen "Verdacht": großer Ahorn, rundliche Krone, aber eher Blätter wie Bergahorn (etwas untypisch im Wurzelaustrieb).
Das ist aber eindeutig ein Bergahorn, der hat bis jetzt noch gar nicht ausgetrieben.
In dem talartigen Einschnitt wenige Meter weiter östlich war zum gleichen Zeitpunkt, als der bekannte Acer opalus (weiter östlich und sogar etwas höher gelegen) schon abgeblüht war und schon deutliche Blätter entwickelte, nur vereinzeltes Grün zu entdecken (vermutlich zarter Austrieb von Hainbuchen und Linden).
Dateianhänge
Kein Acer opalus02b sondern cf Carpinus betulus u Tilia_29-03-2014.jpg
Kein Acer opalus02b sondern cf Carpinus betulus u Tilia_29-03-2014.jpg (74.7 KiB) 6905 mal betrachtet
Kein Acer opalus02a_ sondern Acer pseudoplatanus ua_29-03-2014.jpg
Kein Acer opalus02a_ sondern Acer pseudoplatanus ua_29-03-2014.jpg (59.26 KiB) 6905 mal betrachtet
Im Vergleich, vom gleichen Standpunkt aus, der bekannte Acer opalus
Im Vergleich, vom gleichen Standpunkt aus, der bekannte Acer opalus
Acer opalus01b_Von Südwesten_29-03-2014.jpg (42.68 KiB) 6902 mal betrachtet
Zuletzt geändert von bee am 14 Apr 2014, 22:08, insgesamt 1-mal geändert.
Viele Grüße von bee

Benutzeravatar
bee
Beiträge: 4339
Registriert: 17 Okt 2008, 17:38
Wohnort: die Region, wo D an CH und F grenzt

Beitrag von bee »

Weiterhin habe ich zu dem Zeitpunkt, als bis auf den Acer opalus am Hang noch alles blattlos war, das ganze Gebiet noch mal nach "neongrünen" Auffälligkeiten gescannt. Einen Baum habe ich entdeckt (in der Nähe des Hornfelsens), das war aber ein "früher" Spitzahorn.
Es ist also je nach Mikroklima durchaus möglich, dass Acer opalus und Acer platanoides (fast) gleichzeitig blühen, geringe Höhenunterschiede und warme/ kalte Windeinflüsse können das schon bewirken.
Dateianhänge
Kein Acer opalus01b sondern Acer platanoides_29-03-2014.jpg
Kein Acer opalus01b sondern Acer platanoides_29-03-2014.jpg (79.87 KiB) 6904 mal betrachtet
Kein Acer opalus01a sondern Acer platanoides_28-03-2014.jpg
Kein Acer opalus01a sondern Acer platanoides_28-03-2014.jpg (61.1 KiB) 6904 mal betrachtet
Viele Grüße von bee

Benutzeravatar
bee
Beiträge: 4339
Registriert: 17 Okt 2008, 17:38
Wohnort: die Region, wo D an CH und F grenzt

Beitrag von bee »

Die Spitzahornexemplare im Tal blühen nur minimal später (zum Teil überschneidend) mit dem Acer opalus am Hang, der ungefähr 100 m höher liegt.
Dateianhänge
Im Vordengrund Spitzahorn
Im Vordengrund Spitzahorn
Acer opalus01a_Von Südosten_29-03-2014.jpg (75.8 KiB) 6901 mal betrachtet
Viele Grüße von bee

Benutzeravatar
bee
Beiträge: 4339
Registriert: 17 Okt 2008, 17:38
Wohnort: die Region, wo D an CH und F grenzt

Beitrag von bee »

Ich könnte mir vorstellen, dass mit den o.g. Acer opalus-Exemplare diejenigen gemeint sind, die in den 80-er Jahren im Gebiet Klosterhau entdeckt wurden.
viewtopic.php?t=8380&postdays=0&postord ... ch&start=0
(ein dort von mir zitierter Link funktioniert nicht mehr)

Davon hatte ich bisher 2 Bäume eindeutig identifiziert, inzwischen sehe ich dort 3 große Exemplare (hohe Waldbäume, aber keine besonders dicken Stämme) sowie 2 noch recht kleine Bäume, von den einer deutlich gefruchtet hat (also weiblich oder zwittrig ist). Möglicherweise stehen im schwer einsehbaren Hintergrund noch 1-2 Bäume der Art.

Anzumerken ist, dass dieses Gebiet deutlich weniger der Sonne und Wärme ausgesetzt ist, die Exemplare treiben 10-14 Tage später aus als der bekannte Acer opalus (Höhenlage ungefähr gleich). Wenn sie dann austreiben, sehen die Spitzahorne im gleichen Gebiet (aber am Waldrand und nicht mittendrin) identisch aus. 10 Tage später habe ich mit Fernglas bewaffnet nachgeschaut, ob es denn wirklich keine Spitzahornbäume sind: nein, eindeutig Acer o.
Unterscheidungsmerkmal wären im frühen Stadium auch noch die Rinde (falls typisch ausgeprägt) und auch dass beim Spitzahorn die Blüten nach oben zeigen, beim Acer opalus ssp. opalus die Blüten (leicht) überhängend sind.

Leider ist meine Kamera nicht geeignet, um in dieser Entfernung gute Bilder zu machen, aber man sieht ja das Wesentliche.
Zugänglich sind die Bäume für mich (bisher) nicht, sie liegen deutlich höher als der Wanderweg, steile Böschung am Weg, Gelände oben relativ flach aber stark mit Unterholz (Buchs u.a.) bewachsen. Das Gelände kann man auch weiter rechts oder links nicht gut erklimmen, es gibt dann auch wieder schluchtartige Einschnitte.
Die einzige vorstellbare Möglichkeit ist aus Richtung Osten durch den dort weglosen Wald, dafür müsste man aber die genauen Koordinaten haben.

Koordinaten ungefähr (geschätzt):
47.555691 7.696155 = N47° 33.34147 E7° 41.7693
Dateianhänge
Ao04(rechts schräg hinter Ao02)b_10 Tage später_04-2014.jpg
Ao04(rechts schräg hinter Ao02)b_10 Tage später_04-2014.jpg (92.12 KiB) 6899 mal betrachtet
Ao03b(schräg links hinter Ao02)_10 Tage später_04-2014.jpg
Ao03b(schräg links hinter Ao02)_10 Tage später_04-2014.jpg (132.18 KiB) 6899 mal betrachtet
Ao02(schräg)_Ao03(links dahinter)_Ao04(davorstehend_rechts dahinter)_vlnr_04-2014.jpg
Ao02(schräg)_Ao03(links dahinter)_Ao04(davorstehend_rechts dahinter)_vlnr_04-2014.jpg (124.4 KiB) 6899 mal betrachtet
Ao02(schräg)c_10 Tage später_04-2014.jpg
Ao02(schräg)c_10 Tage später_04-2014.jpg (108.76 KiB) 6899 mal betrachtet
Ao02(schräg)b_04-2014.jpg
Ao02(schräg)b_04-2014.jpg (29.1 KiB) 6899 mal betrachtet
Acer opalus02a(schräg)_Ao03(davorstehend_links dahinter)_D_GW_04-2014_Klosterhau.jpg
Acer opalus02a(schräg)_Ao03(davorstehend_links dahinter)_D_GW_04-2014_Klosterhau.jpg (79.48 KiB) 6899 mal betrachtet
Acer opalus 2_Gruppe.jpg
Acer opalus 2_Gruppe.jpg (40.49 KiB) 6899 mal betrachtet
Zuletzt geändert von bee am 14 Apr 2014, 22:29, insgesamt 1-mal geändert.
Viele Grüße von bee

Benutzeravatar
bee
Beiträge: 4339
Registriert: 17 Okt 2008, 17:38
Wohnort: die Region, wo D an CH und F grenzt

Beitrag von bee »

Die jungen Exemplare
Dateianhänge
Ao06_etwas südlich von Ao02_neben Ao05_hinter abgebrochenem Stamm_04-2014.jpg
Ao06_etwas südlich von Ao02_neben Ao05_hinter abgebrochenem Stamm_04-2014.jpg (61.41 KiB) 6898 mal betrachtet
Ao05c_mit Früchten_etwas südlich von Ao02_vor hohen Kiefern_10 Tage später_04-2014.jpg
Ao05c_mit Früchten_etwas südlich von Ao02_vor hohen Kiefern_10 Tage später_04-2014.jpg (151.67 KiB) 6898 mal betrachtet
Ao05b_mir Früchten_etwas südlich von Ao02_vor hohen Kiefern_10 Tage später_04-2014.jpg
Ao05b_mir Früchten_etwas südlich von Ao02_vor hohen Kiefern_10 Tage später_04-2014.jpg (144.22 KiB) 6898 mal betrachtet
Ao05a_etwas südlich von Ao02_vor hohen Kiefern_04-2014.jpg
Ao05a_etwas südlich von Ao02_vor hohen Kiefern_04-2014.jpg (54.4 KiB) 6898 mal betrachtet
Viele Grüße von bee

Benutzeravatar
bee
Beiträge: 4339
Registriert: 17 Okt 2008, 17:38
Wohnort: die Region, wo D an CH und F grenzt

Beitrag von bee »

Zugang:
am besten vom Parkplatz am Kloster, dann den asphaltierten Weg am östlichen Hang hochgehen, dann scharf links abbiegen. Dieser Weg mündet auf das sog. "Försterwegli". Auf diesem Weg nach links dem Anstieg folgen (immer parallel zur Klosterstraße, die weit unten im Tal liegt).
Wenn der Anstieg verflacht, befinden sich rechts die jungen Acer o.-Bäume (im Hintergrund eine Gruppe von einzelstehenden Kiefern, teils abgestorben). Etwas weiter ebenfalls rechts sind die großen Acer o.- Bäume, gut erkennbar am schräg über den Weg ragenden Exemplar. Die anderen Bäume sieht man, wenn man unter dem schrägen Baum steht, links und rechts etwas im Hintergrund.

Alternativ: Wanderparkplatz Rührberg, zur Inzlinger Str. gehen (Zufahrt zur Siedlung), sofort rechts herunter dem Waldweg folgen (rechts halten, teilweise enden die Wege im Gebüsch). Dieser Weg mündet auf die Rührbergstr. (dort ist an dieser Stelle nur Forstverkehr erlaubt, glaube ich), direkt gegenüber beginnt das "Försterwegli" (Schild), von dort ca. 8 min Gehzeit zum "schrägen" Baum.

Hinweis: die Straße zwischen Rührberg und Wyhlen soll ab Juni 2014 für ca. 3 Monate wegen Brückenbauarbeiten voll gesperrt werden, Umleitung dann von Lörrach kommend über Rheinfelden-Degerfelden u. - Herten.

Anmerkung:

das Kloster ist ein Altenheim, da gibt es nichts zu besichtigen.
Die Kapelle ist jedoch einen Blick wert.
Hervorgehoben wird die Mariengrotte im Wald: "Maria im Buchs". Vor ein paar Jahren hat man einem Weg vom Kloster zur Grotte mit Holzbildern schön gestaltet.
Oberhalb des Klosters/ bzw. der Grotte liegt am Hang eine Wiese, die zu manchen Jahreszeiten botanisch interessant ist (z.B. Berg-Johanniskraut, Inkarnat-Klee und Schlangenlauch).
Der asphaltierte Weg auf der anderen Straßenseite führt zu einem Wasserhochbehälter (schöne Aussicht), die angrenzende Wiese am Hang birgt auch (manchmal) botanische Raritäten (Wiesen-Storchschnabel, Wiesen-Wachtelweizen, Echtes Labkraut, Weißer Steinklee, Großes Ehrenpreis, Großblütige Braunelle etc.), ist jedoch besser von oben zugänglich.
Weg mit den Acer o.-Bäumen weiter nach Süd-Osten folgen - schönere Aussicht.
Beste Aussicht - hin und wieder mit Alpenblick - vom Rührberg.
Dateianhänge
Aussicht von Rührberg_Baselacker_04-2014.jpg
Aussicht von Rührberg_Baselacker_04-2014.jpg (43.83 KiB) 6897 mal betrachtet
Aussicht von Wiese oberhalb Wasserbehälter_04-2013.jpg
Aussicht von Wiese oberhalb Wasserbehälter_04-2013.jpg (86.95 KiB) 6897 mal betrachtet
Viele Grüße von bee

Benutzeravatar
baumlaeufer
Beiträge: 6658
Registriert: 07 Feb 2008, 01:56
Wohnort: Münster/ NRW
Kontaktdaten:

Beitrag von baumlaeufer »

der Baum ist schon im Register, mußte ich feststellen. Was Bee auch verdient hat nach der üppigen Recherche.

http://www.baumkunde.de/baumregister/34 ... ch_wyhlen/

Nur habe ich ihn aus Versehen doppelt eingegeben und wieder löschen müssen, weil der Eingeber... wer war`s denn nur ??????- keinen Hinweis hier hinterlassen hat und auch im Regsier nur Bee `s namen hinterlassen hat.

deswegen: Bitte immer verlinken und Quelle/ Namen angeben

viewtopic.php?t=12071


Baumlaeufer
Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt (Khalil Gibran)
www.na-tour-denkmal.de

Antworten