das ist ja ein "Dickes Ding"!
Die Spitze hat wohl im flachen Land mit wenig Schutz ringsum ordentlich Windkontakt.
Sieht aber insgesamt wirklich gut aus - ein schöner Fund.
Gruß Klaus
irgendwann reduziert sich alles
auf seinen tatsächlichen Wert
Die Spitzen von hohen Nadelbäumen werden auch sehr gerne als Ansitzwarte von großen Vögeln ( Mäusebussard ,Kolkrabe, Fischreiher u.a. )genutzt. Auch das könnte ein Grund für das Aussehen sein. Auch der Nistplatz eines großen Vogels in der Krone ( ehemals ) wäre denkbar. Wenn es dort ein Naturbegeisterter gibt, kann die Frage vielleicht beantwortet werden.
VG Wolfgang
Wer Bäume pflanzt und weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.
durch eine alte Preußische Landesaufnahme von 1904 habe ich erfahren, dass die Gebäude der Basisgemeinde Wulfshagenerhütten auf einem Gutsgelände stehen. Die kreisrunde Fläche, auf der die Tanne steht, gab es schon damals.
ich habe einen netten Kontakt bekommen und Informationen über die Tanne. Der Verantwortliche geht von einer Pazifischen Edel-Tanne (Abies procera) aus, auch nach erneutem Vergleich der Bestimmungsmerkmale. Ein früherer Gutsbesitzer hatte damit übereinstimmend mitgeteilt, dass es eine Edel-Tanne ist. Seine Auskunft geht auf einen Großvater und Informationen über die damalige Bepflanzung zurück. Gleichwohl wird auch die Möglichkeit gesehen, dass Blau-Tanne stimmt, es ist wohl nicht so einfach und ich komme nicht weiter. Gibt es eindeutige Unterscheidungsmerkmale?
Die Tanne ist gut 120 Jahre alt. Es gibt ein altes Foto von 1899, auf dem der Baum klein und dünn zu sehen ist. Die Baumspitze wurde durch einen Frühjahrsstrum 1983 abgebrochen, das Teilstück war etwa 2m lang, nicht mehr. Oben auf der Baumkrone lassen sich gelegentlich, eher selten, Störche nieder, ein Uhu wurde auch schon gesehen. Ein Vogelnest wurde nicht beobachtet.
Grüße, Jo
Ein Baum spiegelt das Sein. Er wandelt sich. Verändert stellt er sich selbst wieder her. Und bleibt immer der gleiche. (Indianische Weisheit)
Hallo Jo,
die deutschen Namen sind ( immer ) irreführend. nimm die lat. Damit ist alles klar. Es ist eindeutig eine Tanne, nämlich Abies procera. Da es auch grünnadlige Abies procera gibt und blaunadlige selektiert wurden, spricht man dann von ' Glauca '. Natürlich kann man dann Blau-Tanne dazu sagen ( weil blaue Nadeln ) oder auch Edel-Tanne oder Pazifische Edeltanne ( bezogen auf Herkunft ) Aber sehr häufig wird ja auch Blau-Tanne zu Picea pungens ' Glauca ' gesagt. Genauso heißt es dann häufig Tannenzapfen, obwohl es in der Regel Fichtenzapfen sind, da Tannenzapfen direkt am Zweig zerfallen und die Schuppen dann einzeln am Boden zu finden sind. Nur die Spindel steht dann noch auf dem Zweig. Deswegen kommt man , wenn überhaupt, mit den lateinischen Namen zum Ziel.
Die deutschen Namen sind immer irreführend siehst du bei Sicheltanne ( keine Tanne , sondern Cryptomerie ), Schmucktanne ( eine Araucarie ),Spießtanne ( eine Cunninghamie ) usw. Die Reihe lässt sich beliebig fortsetzen.
Deswegen lateinische Namen, obwohl es da auch Synonyme, Umbenennungen aufgrund neuer DNA-Analysen usw. gibt.
VG Wolfgang
Wer Bäume pflanzt und weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.