Hallo,
heute beim Wandern um den Sankelmarker See entdeckte ich beim Arnkielpark einen urigen knorrigen Apfelbaum. Der Arnkielpark ist eine archäologische Freilichtanlage mit Großsteingräbern und Megalithanlagen aus der Trichterbecherkultur der Jungsteinzeit zwischen 3500 und 2800 v.u.Z.
Der Baum steht zusammen mit einem ungefähr gleichhohen Ilex in der Landschaft auf einem Rundhügel und ist von weitem zu sehen. Es sind wohl zwei nebeneinander wachsende Apfelbäume, denn es sieht nicht danach aus, dass ein dicker Stamm irgendwann entzweigebrochen ist. Die Baumkrone wirkt wie ein Einzelbaum. Unter dem Baum lag neben vielen faulen Früchten auch ein gut erhaltener Apfel, ca. 5cm Durchmesser.
Es dürfte sich um einen Kulturapfel (Malus domestica) handeln, genauer wird es wohl nicht gehen, siehe Forum hier.
Der westlich stehende Stamm teilt sich schon tief in zwei Hauptäste. Er hat einen Taillenumfang von 2,08m (entsprechend der Stammneigung schräg gemessen in 10-30cm Höhe), der östliche Stamm hat einen Taillenumfang von 2,25m (in ca. 40cm Höhe gemessen). Die Baumhöhe ist ca. 9,5m mit Laser gemessen.
Geokoordinaten: N54°43.0237' E9°26.8797'
Ich finde diesen Apfelbaum außergewöhnlich schön, er passt so richtig zur Steinzeit-Atmosphäre und könnte gut ins Baumregister. Apfelbäume sind dort kaum vertreten, nur 2 Kulturäpfel, 5 Wildäpfel und 1 Zierapfel.
Schöne Grüße, Jo
Kulturapfel in Oeversee, Register-Nr. 7517
Moderatoren: Klaus Heinemann, baumlaeufer, JoachimSt
Kulturapfel in Oeversee, Register-Nr. 7517
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Ein Baum spiegelt das Sein. Er wandelt sich. Verändert stellt er sich selbst wieder her. Und bleibt immer der gleiche. (Indianische Weisheit)
Re: Apfelbaum in Oeversee, S-H
Die Umgebung ....
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- Klaus Heinemann
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Re: Apfelbaum in Oeversee, S-H
Hallo Jo,er passt so richtig zur Steinzeit-Atmosphäre und könnte gut ins Baumregister.
das finde ich auch. So ein verwilderter Apfelveteran passt ganz sicher!
Das knorrige Stammbündel sieht urig aus - da kann man prima die Fantasie spielen lassen.
Vielleicht lag ein kompletter Apfel, oder Apfelrest dort, aus dem mehrere Kerne gekeimt sind?
So wie die Buchendrillinge aus einer Ecker.
Gruß Klaus
irgendwann reduziert sich alles
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- baumlaeufer
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Re: Apfelbaum in Oeversee, S-H
Zwei Kriterien wundern mich schon- neben dem wirklich ausgeprägt rustikalen Baum - : Wieso ist die Frucht nicht mehr verfault ? Aber vor allem, wieso trägt ein solch mit unzähligen Zweigen völlig verdichteter Apfelbaum überhaupt noch Früchte ? Die kann es nur außen haben, aber brechen die Ästchen da nicht ab ?JoachimSt hat geschrieben: ↑18 Feb 2021, 21:55Hallo,
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Der Baum steht zusammen mit einem ungefähr gleichhohen Ilex in der Landschaft auf einem Rundhügel und ist von weitem zu sehen. Es sind wohl zwei nebeneinander wachsende Apfelbäume, denn es sieht nicht danach aus, dass ein dicker Stamm irgendwann entzweigebrochen ist. Die Baumkrone wirkt wie ein Einzelbaum. Unter dem Baum lag neben vielen faulen Früchten auch ein gut erhaltener Apfel, ca. 5cm Durchmesser.
Es dürfte sich um einen Kulturapfel (Malus domestica) handeln, genauer wird es wohl nicht gehen, siehe Forum hier.
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Ich finde diesen Apfelbaum außergewöhnlich schön, er passt so richtig zur Steinzeit-Atmosphäre und könnte gut ins Baumregister. Apfelbäume sind dort kaum vertreten, nur 2 Kulturäpfel, 5 Wildäpfel und 1 Zierapfel.
Schöne Grüße, Jo
Ab ins Register trotz allem !
Baumlaeufer
Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt (Khalil Gibran)
www.na-tour-denkmal.de
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Re: Kulturapfel in Oeversee, Register-Nr. 7517
Unter dem Baum lagen viele komplett oder überwiegend braune Früchte gleicher Form und Größe, hauptsächlich an der Ostseite, aber nicht dicht am Stamm, sondern mehr zum Rand der Krone hin. Es war wenig Wind und es roch nach vergorenem bzw. fauligem Apfel. Der Schnee war kurz zuvor abgeschmolzen. Mehr weiß ich nicht.
Register ist eingetragen.
Grüße, Jo
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Cryptomeria
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Re: Kulturapfel in Oeversee, Register-Nr. 7517
Wenn man Äpfel über Winter draußen lagert, faulen auch manche sehr schnell und andere -selbst von einer Sorte - halten lange komplett unbeschadet, jedenfalls sichtbar, durch. Vor allem, wenn sie weich und unbeschadet fallen. Was mich wundert, dass der Apfel nicht gefressen wurde. Bei mir haben Amseln und andere Drosseln, Fasan u.a. längst jegliches Fallobst verputzt. Dort im Umkreis wahrscheinlich wenige Vögel.
VG Wolfgang
VG Wolfgang
Wer Bäume pflanzt und weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.
Re: Kulturapfel in Oeversee, Register-Nr. 7517
wenige Vögel .... und viele Äpfel. Selbst von den braunen Äpfeln sahen viele überhaupt nicht angefressen aus. Der Boden hatte hohes Gras und nur wenige Steine.
Grüße, Jo
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