Friedenseiche Höhenkirchen-Siegertsbrunn
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raconbelly
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Friedenseiche Höhenkirchen-Siegertsbrunn
Direkt am neuen Kreisel an der Kreuzung Münchner Str./Bahnhofstr./Rosenheimer Str. steht die laut Schild am Baum von Kriegsheimkehrern 1871 gepflanzte Friedenseiche. Nach aktueller Messung hat sie ca. 300 cm Stammumfang in ca. 130 cm Höhe. Standort ist 48.01927766181779, 11.71213173780645. Höhe ist ca. 30m. Die Eiche war bereits aufgrund der Neuregelung des Verkehrs und dem Bau eines Kreisels im Merkur und der Süddeutschen Thema.
Vielleicht wäre dieser Baum trotz seines nicht ausreichenden Umfanges ein Fall für das Baumregister, würde mich freuen.
Vielleicht wäre dieser Baum trotz seines nicht ausreichenden Umfanges ein Fall für das Baumregister, würde mich freuen.
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- IMAG3043.jpg (1.48 MiB) 243 mal betrachtet
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- Schild Eiche.jpg (64.79 KiB) 243 mal betrachtet
- Klaus Heinemann
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Re: Friedenseiche Höhenkirchen-Siegertsbrunn
Hallo raconbelly,
diese Generation Friedensbäume (oft von Kriegervereinen als "Kriegereiche" gepflanzt - und später umbenannt)
gibt es in Deutschland recht häufig, oft Eichen, aber auch Linden.
An ihren öffentlichen Standorten sind sie auch oft als Naturdenkmal geschützt.
Aber durch die große Zahl sind sie nichts besonderes, auch der Schutzstatus Naturdenkmal
ist in Deutschland vermutlich an gut 40.000 Bäume vergeben...
Die Friedensbäume, die 1648 zum Ende des 30-jährigen Krieges gepflanzt worden sind,
wurden dagegen zwangsläufig zu Baumveteranen und haben damit ihren Platz im Register sicher!
Immerhin hat die Friedenseiche Höhenkirchen-Siegertsbrunn jetzt
hier im Forum eine öffentliche Plattform.
Gruß Klaus
diese Generation Friedensbäume (oft von Kriegervereinen als "Kriegereiche" gepflanzt - und später umbenannt)
gibt es in Deutschland recht häufig, oft Eichen, aber auch Linden.
An ihren öffentlichen Standorten sind sie auch oft als Naturdenkmal geschützt.
Aber durch die große Zahl sind sie nichts besonderes, auch der Schutzstatus Naturdenkmal
ist in Deutschland vermutlich an gut 40.000 Bäume vergeben...
Die Friedensbäume, die 1648 zum Ende des 30-jährigen Krieges gepflanzt worden sind,
wurden dagegen zwangsläufig zu Baumveteranen und haben damit ihren Platz im Register sicher!
Immerhin hat die Friedenseiche Höhenkirchen-Siegertsbrunn jetzt
hier im Forum eine öffentliche Plattform.
Gruß Klaus
irgendwann reduziert sich alles
auf seinen tatsächlichen Wert
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quellfelder
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Re: Friedenseiche Höhenkirchen-Siegertsbrunn
Hallo,
die ständige Herabwürdigung von Friedenseichen kann ich nicht nachvollziehen. Wer auch immer sie gepflanzt hat, tat dies meist unter ziemlich großer Anteilnahme der Bevölkerung. Nirgendwo sonst manifestiert sich der Friedenswille des deutschen Volkes, wie mit diesen Friedenseichen. Sie stellen schon eine Besonderheit dar. Wenn ich in eine Gemeinde komme, die keinen besonderen Baumbestand aufweist, so kann ich aber sicher davon ausgehen, hier auf eine Friedenseiche zu stoßen.
Allein schon die Rituale um einen solchen Baum sind schon sehr interessant. Da gibt es oft die Geschichten um die Auswahl des Platzes, um die Pflege des Baumes und dessen Kennzeichnung als Friedenseiche. Viele originelle Einfassungen und Schilder haben sich dank engagierter Menschen bis heute noch erhalten! Jetzt sind sie meistens um die 150 Jahre alt und wo sie stehen, sollte nicht vergessen werden.
Viele Grüße
quellfelder
die ständige Herabwürdigung von Friedenseichen kann ich nicht nachvollziehen. Wer auch immer sie gepflanzt hat, tat dies meist unter ziemlich großer Anteilnahme der Bevölkerung. Nirgendwo sonst manifestiert sich der Friedenswille des deutschen Volkes, wie mit diesen Friedenseichen. Sie stellen schon eine Besonderheit dar. Wenn ich in eine Gemeinde komme, die keinen besonderen Baumbestand aufweist, so kann ich aber sicher davon ausgehen, hier auf eine Friedenseiche zu stoßen.
Allein schon die Rituale um einen solchen Baum sind schon sehr interessant. Da gibt es oft die Geschichten um die Auswahl des Platzes, um die Pflege des Baumes und dessen Kennzeichnung als Friedenseiche. Viele originelle Einfassungen und Schilder haben sich dank engagierter Menschen bis heute noch erhalten! Jetzt sind sie meistens um die 150 Jahre alt und wo sie stehen, sollte nicht vergessen werden.
Viele Grüße
quellfelder
- Klaus Heinemann
- Moderator
- Beiträge: 3669
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Re: Friedenseiche Höhenkirchen-Siegertsbrunn
Hallo quellfelder,
sondern eine Notwendigkeit - da wir nicht beliebig viele Bäume aufnehmen können.
Das geschieht auch nicht ständig, sondern nur bei Bedarf.
"von Kriegervereinen als "Kriegereiche" gepflanzt - und später umbenannt"
Gepflanzt wurden sie als Siegeszeichen nach einer kriegerischen Auseinandersetzung,
eine markige Geste dabei war auch das Vergraben einer Flasche Schnaps unter den Wurzeln
beim Pflanzen mancher "Deutschen Eiche".
Erst die reuige Geste der Umbenennung in "Friedenseiche" wird dem Baum gerecht
die Erläuterung von Auswahlkriterien für bemerkenswerte und alte Bäume sind keine Herabwürdigung,die ständige Herabwürdigung von Friedenseichen kann ich nicht nachvollziehen.
sondern eine Notwendigkeit - da wir nicht beliebig viele Bäume aufnehmen können.
Das geschieht auch nicht ständig, sondern nur bei Bedarf.
Da hast du einiges verpasst... 2 Weltkriege danach und meine ErklärungNirgendwo sonst manifestiert sich der Friedenswille des deutschen Volkes, wie mit diesen Friedenseichen
"von Kriegervereinen als "Kriegereiche" gepflanzt - und später umbenannt"
Gepflanzt wurden sie als Siegeszeichen nach einer kriegerischen Auseinandersetzung,
eine markige Geste dabei war auch das Vergraben einer Flasche Schnaps unter den Wurzeln
beim Pflanzen mancher "Deutschen Eiche".
Erst die reuige Geste der Umbenennung in "Friedenseiche" wird dem Baum gerecht
irgendwann reduziert sich alles
auf seinen tatsächlichen Wert
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- baumlaeufer
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Re: Friedenseiche Höhenkirchen-Siegertsbrunn
Klaus Heinemann hat geschrieben: ↑08 Jan 2021, 18:51...
eine markige Geste dabei war auch das Vergraben einer Flasche Schnaps unter den Wurzeln
beim Pflanzen mancher "Deutschen Eiche".
....
Was hier bei einer Baumvorstellung nicht alles zum Vorschein kommt !
Baumlaeufer
Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt (Khalil Gibran)
www.na-tour-denkmal.de
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quellfelder
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Re: Friedenseiche Höhenkirchen-Siegertsbrunn
Hallo Klaus,
sicher gab es einige Ausnahmen, aber die sollte man nicht verallgemeinern. So findet man nicht unter jeder Eiche gleich ein Zeit-Zeugnis.
In den meisten Fällen stehen diese Eichen aber für den Friedenswillen eines Volkes, das nach den Kriegen im 19. Jahrhundert kriegsmüde geworden war.
Bitte jetzt nicht gleich die Deutschen als kriegswillig verunglimpfen. Ich habe genug Zeugnisse von der Insel Rügen, die genau das Gegenteil beweisen!
Wer ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein!
Viele Grüße
quellfelder
sicher gab es einige Ausnahmen, aber die sollte man nicht verallgemeinern. So findet man nicht unter jeder Eiche gleich ein Zeit-Zeugnis.
In den meisten Fällen stehen diese Eichen aber für den Friedenswillen eines Volkes, das nach den Kriegen im 19. Jahrhundert kriegsmüde geworden war.
Bitte jetzt nicht gleich die Deutschen als kriegswillig verunglimpfen. Ich habe genug Zeugnisse von der Insel Rügen, die genau das Gegenteil beweisen!
Wer ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein!
Viele Grüße
quellfelder
Re: Friedenseiche Höhenkirchen-Siegertsbrunn
Die im Jahr 1871 gepflanzten Bäume sind Zeitzeugen deutscher Geschichte, welche weit über Krieg und Frieden hinausgehen. So hatte sich nach dem Zerfall des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation im Jahr 1806 und des Deutschen Bundes nach der Revolution 1848 erstmals wieder ein Staatssystem gebildet, welches stark genug war, den damaligen Großmächten Frankreich, Österreich-Ungarn und Russland auf "Augenhöhe" entgegenzutreten. Gleichzeitig fanden auch die innerdeutschen politischen Zerwürfnisse ein Ende. Niemand konnte im Jahr 1871 wissen, was sich daraus entwickeln wird. (Homeschooling hinterlässt auch Spuren bei den Elternteilen).
Ich verbinde die Bezeichnung als "Friedenseiche" daher nicht nur mit dem Sieg im Deutsch-Französischen Krieg, sondern auch mit einer Festigung innerdeutscher Strukturen. Was sich grundsätzlich geändert hatte, war die Baumart. Zum Ende des Dreißigjährigen Krieges wurden überwiegend noch Linden gepflanzt, 1871 hingegen Stiel-Eichen. Dieselbe Baumart wurde auch noch zum Jubiläum des Jahres 1871 gepflanzt, können also 25 bzw. 50 Jahre jünger sein.
Die letzte große Pflanzaktion von Bäumen aufgrund überregionaler deutscher Geschichtsereignisse fand im Jahr 1990 bzw. zu den Jubiläen danach statt. Diese Bäume werden nunmehr als Einheitsbäume bezeichnet und besitzen eine deutlich breitere Artenvielfalt.
Baumkunde ermöglicht es, Bäume im Forum vorzustellen. Wüchsige Friedenseichen können dabei schon mal Thema sein. Für das Register gelten andere Voraussetzungen, welche diese Bäum einfach noch nicht erfüllen können. Es bleibt also Arbeit für künftige Generationen erhalten.
Gruß Hilmar
Ich verbinde die Bezeichnung als "Friedenseiche" daher nicht nur mit dem Sieg im Deutsch-Französischen Krieg, sondern auch mit einer Festigung innerdeutscher Strukturen. Was sich grundsätzlich geändert hatte, war die Baumart. Zum Ende des Dreißigjährigen Krieges wurden überwiegend noch Linden gepflanzt, 1871 hingegen Stiel-Eichen. Dieselbe Baumart wurde auch noch zum Jubiläum des Jahres 1871 gepflanzt, können also 25 bzw. 50 Jahre jünger sein.
Die letzte große Pflanzaktion von Bäumen aufgrund überregionaler deutscher Geschichtsereignisse fand im Jahr 1990 bzw. zu den Jubiläen danach statt. Diese Bäume werden nunmehr als Einheitsbäume bezeichnet und besitzen eine deutlich breitere Artenvielfalt.
Baumkunde ermöglicht es, Bäume im Forum vorzustellen. Wüchsige Friedenseichen können dabei schon mal Thema sein. Für das Register gelten andere Voraussetzungen, welche diese Bäum einfach noch nicht erfüllen können. Es bleibt also Arbeit für künftige Generationen erhalten.
Gruß Hilmar
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quellfelder
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- Registriert: 29 Dez 2010, 16:46
- Wohnort: 23936 Grevesmühlen
Re: Friedenseiche Höhenkirchen-Siegertsbrunn
Hallo,
genau darin unterscheiden sich unsere Positionen. Es ist keine Aufgabe zukünftiger Generationen allein. Die gegenwärtige Generation
hat auch daran ihre Pflicht zu erfüllen, damit die zukünftigen Generationen überhaupt etwas zu tun haben.
Das ist mir schon klar, um ins Baumregister zu gelangen, sind bestimmte Grenzen gesetzt worden!
Aber diese ständige Abwertung gibt mir sehr zu denken!
Von solchen Anpflanzungen auf den Charakter eines Volkes zu schließen, halte ich für mehr als bedenklich!
Viele Grüße
quellfelder
genau darin unterscheiden sich unsere Positionen. Es ist keine Aufgabe zukünftiger Generationen allein. Die gegenwärtige Generation
hat auch daran ihre Pflicht zu erfüllen, damit die zukünftigen Generationen überhaupt etwas zu tun haben.
Das ist mir schon klar, um ins Baumregister zu gelangen, sind bestimmte Grenzen gesetzt worden!
Aber diese ständige Abwertung gibt mir sehr zu denken!
Von solchen Anpflanzungen auf den Charakter eines Volkes zu schließen, halte ich für mehr als bedenklich!
Viele Grüße
quellfelder