Zirben und ihre Babies
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Zirben und ihre Babies
Am Hochzeigerhang im Pitztal gibt es viele Zirbel-Kiefern und viele Tannenhäher. Dem entsprechend auch viel Nachwuchs der Zirben, und das sieht so aus:
Zuletzt geändert von wolfram am 29 Okt 2007, 10:38, insgesamt 1-mal geändert.
Hallo
ich war dieses Jahr auch in den Bergen. Leider habe ich da keine Zirbel-Kiefern. Aber es gab sehr viele Berg-Kiefern (glaube ich, dass es Berg-Kiefern sind). Ich habe auch welche dabei. Sie wachsen prächtig.
Jetzt zu deinen Bildern: Sie sind sehr schön!
Grüße Martin
ich war dieses Jahr auch in den Bergen. Leider habe ich da keine Zirbel-Kiefern. Aber es gab sehr viele Berg-Kiefern (glaube ich, dass es Berg-Kiefern sind). Ich habe auch welche dabei. Sie wachsen prächtig.
Jetzt zu deinen Bildern: Sie sind sehr schön!
Grüße Martin
Auch ein kleiner Baum ziert einen großen Garten.
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Roseo-Marginata
- Beiträge: 997
- Registriert: 22 Mai 2007, 22:14
- Wohnort: Düsseldorf
Hallo Roseo,
die große Anzahl der "Paten" vor Ort sorgt für die Verbreitung der Samen. Diese keimen auch in großer Zahl und müssen nun gegen die Unbilden der Hochgebirgsnatur im Bereich der Baumgrenze ankämpfen.
Aber nicht nur dagegen, denn der Mensch ist ein mächtigerer Gegner als Wind, Schnee und Frost und der unwirtliche Boden.
Zirbenholz wird schon seit Menschengedenken sehr vielseitig genutzt. Soweit es nur zum regionalen Nutzen war, ohne nachhaltige Probleme für die Zirbe.
Aber das weiche und leichte, ungewöhnlich dauerhafte Holz fand weithin viele Freunde: in der Möbeltischlerei und für Wandverkleidungen wegen der dekorativen Astknoten, bei Bildhauern, Schnitzern und Spielzeugproduzenten. Dem Baum wurde rücksichtslos nachgestellt und die europäischen Bestände in den Alpen und Karpaten stark dezimiert.
Aber selbst wenn Schutzmaßnahmen und Aufforstungen diese Entwicklung gebremst haben, sind Zirbenwälder doch recht selten geworden.
Insbesondere in Skigebieten haben es Zirbenbabies es sehr schwer, sich gegen die scharfen Kanten der Sportgeräte durchzusetzen, und wenn doch, dann würden sie auf jeder Piste gnadenlos abgehackt.
Zwischen Gesteinsbrocken, in anstehendem Fels haben sie ihre Refugien.
Soviel zu Deiner Anfrage
Wolfram
P.S. Die Zapfen finden auch beim Menschen Abnehmer: Man sammelt sie nicht nur der Zirbelnüsse wegen, man produziert aus den sehr aromatisch duftenden Zapfen auch einen wunderbar schmeckenden Zirbenlikör. Wenn man den genießt, dann ist einem, als ginge man durch einen Zirbenwald.
die große Anzahl der "Paten" vor Ort sorgt für die Verbreitung der Samen. Diese keimen auch in großer Zahl und müssen nun gegen die Unbilden der Hochgebirgsnatur im Bereich der Baumgrenze ankämpfen.
Aber nicht nur dagegen, denn der Mensch ist ein mächtigerer Gegner als Wind, Schnee und Frost und der unwirtliche Boden.
Zirbenholz wird schon seit Menschengedenken sehr vielseitig genutzt. Soweit es nur zum regionalen Nutzen war, ohne nachhaltige Probleme für die Zirbe.
Aber das weiche und leichte, ungewöhnlich dauerhafte Holz fand weithin viele Freunde: in der Möbeltischlerei und für Wandverkleidungen wegen der dekorativen Astknoten, bei Bildhauern, Schnitzern und Spielzeugproduzenten. Dem Baum wurde rücksichtslos nachgestellt und die europäischen Bestände in den Alpen und Karpaten stark dezimiert.
Aber selbst wenn Schutzmaßnahmen und Aufforstungen diese Entwicklung gebremst haben, sind Zirbenwälder doch recht selten geworden.
Insbesondere in Skigebieten haben es Zirbenbabies es sehr schwer, sich gegen die scharfen Kanten der Sportgeräte durchzusetzen, und wenn doch, dann würden sie auf jeder Piste gnadenlos abgehackt.
Zwischen Gesteinsbrocken, in anstehendem Fels haben sie ihre Refugien.
Soviel zu Deiner Anfrage
Wolfram
P.S. Die Zapfen finden auch beim Menschen Abnehmer: Man sammelt sie nicht nur der Zirbelnüsse wegen, man produziert aus den sehr aromatisch duftenden Zapfen auch einen wunderbar schmeckenden Zirbenlikör. Wenn man den genießt, dann ist einem, als ginge man durch einen Zirbenwald.
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Roseo-Marginata
- Beiträge: 997
- Registriert: 22 Mai 2007, 22:14
- Wohnort: Düsseldorf
Hallo Wolfram,
danke für die ausführliche Erklärung! Sehr interessant und wirklich eine Bereicherung. Ich hatte schon den Eindruck, dass Zirben etwas besonderes sind! Die Zapfen sind ja nicht sehr groß - ca. 8 cm lang, 5 cm dick - die Samen darin werden als Zirbelnüsse gegessen. Die sind ja dann warscheinlich recht winzig, oder? Vielleicht wie Pinienkerne? Oder wie Kürbis-, Sonnenblumenkerne? Den 'Zirbengeist' gewinnt man aus den noch unreifen Zapfen, so steht es in einem meiner Baumführer.
danke für die ausführliche Erklärung! Sehr interessant und wirklich eine Bereicherung. Ich hatte schon den Eindruck, dass Zirben etwas besonderes sind! Die Zapfen sind ja nicht sehr groß - ca. 8 cm lang, 5 cm dick - die Samen darin werden als Zirbelnüsse gegessen. Die sind ja dann warscheinlich recht winzig, oder? Vielleicht wie Pinienkerne? Oder wie Kürbis-, Sonnenblumenkerne? Den 'Zirbengeist' gewinnt man aus den noch unreifen Zapfen, so steht es in einem meiner Baumführer.
LG Roseo
Hallo Roseo,
die Samen sehen Pinienkernen recht ähnlich. Sie sind etwas rundlicher und weniger lang.
Damit sind sie aber für Kiefern (jedenfalls für die bei uns gängigen) ziemlich groß.
Gruß, Stefan
die Samen sehen Pinienkernen recht ähnlich. Sie sind etwas rundlicher und weniger lang.
Damit sind sie aber für Kiefern (jedenfalls für die bei uns gängigen) ziemlich groß.
Gruß, Stefan
Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen in den Garten
(Rabindranath Tagore)
https://baum-des-tages.blogspot.de/
(Rabindranath Tagore)
https://baum-des-tages.blogspot.de/
Mein Vermieter brennt einen wunderbaren Zirbenschnaps =o) Der ist neben verschiedenen Kräuterschnäpsen (Enzian usw.) und Obstlern seine Spezialität. Seiner Aussage nach wurde und wird das Holz in erster Linie für Schlafzimmermöbel genutzt, da es ätherische Öle enthält, die beruhigend wirken und einen gesunden Schlaf fördern.
Das Zirknitztal in den Hohen Tauern ist ein besonders wildes Hochgebirgstal mit typischen, zwischen den Gesteinsblöcken wachsenden Zirbenbeständen:
Nunja, das Wetter
aber schlechtes Wetter gibts ja nicht, gell?
Vielen Dank Wolfram, für die Vorstellung dieser wirklich schönen Baumart
Viele Grüße
Das Zirknitztal in den Hohen Tauern ist ein besonders wildes Hochgebirgstal mit typischen, zwischen den Gesteinsblöcken wachsenden Zirbenbeständen:
Nunja, das Wetter
Vielen Dank Wolfram, für die Vorstellung dieser wirklich schönen Baumart
Viele Grüße
Ich sehe mich nach der Vergangenheit um, die ist verworren und finster wie ein abendlicher Wald, und die Zukunft ist ein Abgrund, voll von Nebel. - Löns -
um die Diskussion etwas anzufeuern habe ich mir gedacht folgendes Bild einzustellen. Heute gesehen. Es ist eine Pinus cembra
Was haltet ihr von diesen Schnittmassnahmen?
LG Nalis
Was haltet ihr von diesen Schnittmassnahmen?
LG Nalis
Zuletzt geändert von tormi am 25 Okt 2007, 19:19, insgesamt 1-mal geändert.