Welcher Baum Teil II ---> Ulmus glabra

Ihr habt einen Laubbaum/ Strauch in Deutschland oder Europa gesehen, könnt ihn aber nicht bestimmen? Fragt hier einfach danach.

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HT 74
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Welcher Baum Teil II ---> Ulmus glabra

Beitrag von HT 74 »

Hallo liebe Baumfreunde

Hier habe ich nochmal ein Problem.
Um welchen Baum handelt es sich hier??
Eine Art Apfelbaum??
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nobbi
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Re: Welcher Baum Teil II

Beitrag von nobbi »

Ulme. Wahrscheinlich Bergulme.
Gruß Norbert

Yogibaer
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Re: Welcher Baum Teil II

Beitrag von Yogibaer »

Ulmus glabra mit Gallen der Ulmenblasenlaus (Tetraneura ulmi).
Gruß Yogi

Chelterrar
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Re: Welcher Baum Teil II

Beitrag von Chelterrar »

Ist der Baum resistent oder hat er Glück gehabt? Er sieht völlig unbeschadet in der Größe aus.

LG Chelterrar

Yogibaer
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Re: Welcher Baum Teil II

Beitrag von Yogibaer »

Ich verstehe jetzt deine Frage nicht.
Gruß Yogi

Babs
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Re: Welcher Baum Teil II

Beitrag von Babs »

Chelterrar hat geschrieben:
17 Mai 2020, 13:05
Ist der Baum resistent oder hat er Glück gehabt? Er sieht völlig unbeschadet in der Größe aus.

LG Chelterrar
Nicht jede Ulme ist krank. Es gibt durchaus noch alte Ulmen.
LG Babs

Chelterrar
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Re: Welcher Baum Teil II

Beitrag von Chelterrar »

Moin Yogibaer,

Ich beantworte deine Frage mittels von zwei Zitaten:

" Das Ulmensterben ist eine durch Schlauchpilze der Gattung Ophiostoma (Ophiostoma novo-ulmi/Ophiostoma ulmi syn. Ceratocystis ulmi) verursachte und durch Ulmensplintkäfer verbreitete Krankheit, welche die meisten europäischen Ulmen befällt und vorwiegend die Berg-Ulme (Ulmus glabra) an den Rand des Aussterbens bringt"
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Ulmensterben

" Fast chancenlos sind Berg- und Feldulme gegen den die Gefäße verstopfenden Pilz. "
Quelle: https://www.waldwissen.net/waldwirtscha ... n/index_DE

Daraus ergibt sich, dass sobald eine Ulme befallen (Berg und Feldulme) ist, wird sie über kurz oder lang schnell sterben. Da der Ulmensplintkäfer sich rasant überall ausbreitet und nahezu jeden Baum infizieren sollte, muss der Baum entweder resistent sein, oder Glück gehabt haben, dass er noch keinen großen Kontakt mit dem Pilz hatte.
In meiner Region gibt es nahezu keine Ulmen mehr, weder als Verjüngung im Gebüsch, noch als Baum. Ich kenne Ulmen fast nur aus dem Internet, weshalb ich immer erstaunt bin, wenn solche Exemplare einer Baumart gezeigt werden, die so stark dezimiert ist, dass viele sie nur noch vom Namen her kennen.

LG Chelterrar

JDL
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Re: Welcher Baum Teil II

Beitrag von JDL »

Anstelle von Ulmus glabra denke ich, dass dies Ulmus minor ist oder eine Selektion davon, sogar eine Hybride, das ist nicht leicht zu sehen.

Yogibaer
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Re: Welcher Baum Teil II

Beitrag von Yogibaer »

Ich hab nichts über eine Spezies der Gattung Scolytus geschrieben sondern von Tetraneura ulmi aus der Gattung Tetraneura. Diese Laus schädigt in der Landwirtschaft meist mehr die Poaceaen als die Ulmen.
Gruß Yogi

JDL
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Re: Welcher Baum Teil II

Beitrag von JDL »

nobbi hat geschrieben:
17 Mai 2020, 10:54
Ulme. Wahrscheinlich Bergulme.
Meine Antwort bezieht sich darauf. :wink:

Chelterrar
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Re: Welcher Baum Teil II

Beitrag von Chelterrar »

Moin Yogibaer,

Das stimmt, jedoch habe ich mit meiner Frage nicht auf die Laus bezogen, sondern auf das grassierende Ulmensterben.

Es ist für mich besonders, Berg-Ulmen zu sehen, die kerngesund sind, obwohl die alle durch den Pilz und den Splintkäfer sterben müssten (und schon massenweise und flächendeckend gestorben sind).
Daher war meine Frage bezüglich des gegenwärtigen Ulmensterbens, warum dieser Baum so noch dasteht, obwohl in seinem Gebiet sowohl der Käfer als auch der Pilz vorkommen und er eigentlich nicht so aussehen dürfte, wenn er nicht resistent wäre oder "Glück" gehabt hätte.
Aber vielleicht ist das ja auch eine der resistenten Kreuzungen.

LG Chelterrar

nobbi
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Re: Welcher Baum Teil II

Beitrag von nobbi »

Die alten Ulmen erwischt es leider sehr oft. Ist die Ulme einmal befallen, schreitet die Krankheit schnell fort bis zum Absterben. Erfreulicherweise fallen mir, seit ich Mitglied in diesem Forum bin, immer wieder wildwachsende gesunde junge Ulmen auf. Das lässt hoffen, dass die Ulmen vielleicht doch nicht komplett aussterben.
Gruß Norbert

HT 74
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Re: Welcher Baum Teil II

Beitrag von HT 74 »

....das bedeutet sie wird unweigerlich absterben??
Erste Äste im Kronenbereich haben schon trockene Blätter!!

VG Heiko




Moin Yogibaer,

Ich beantworte deine Frage mittels von zwei Zitaten:

" Das Ulmensterben ist eine durch Schlauchpilze der Gattung Ophiostoma (Ophiostoma novo-ulmi/Ophiostoma ulmi syn. Ceratocystis ulmi) verursachte und durch Ulmensplintkäfer verbreitete Krankheit, welche die meisten europäischen Ulmen befällt und vorwiegend die Berg-Ulme (Ulmus glabra) an den Rand des Aussterbens bringt"


Daraus ergibt sich, dass sobald eine Ulme befallen (Berg und Feldulme) ist, wird sie über kurz oder lang schnell sterben. Da der Ulmensplintkäfer sich rasant überall ausbreitet und nahezu jeden Baum infizieren sollte, muss der Baum entweder resistent sein, oder Glück gehabt haben, dass er noch keinen großen Kontakt mit dem Pilz hatte.
In meiner Region gibt es nahezu keine Ulmen mehr, weder als Verjüngung im Gebüsch, noch als Baum. Ich kenne Ulmen fast nur aus dem Internet, weshalb ich immer erstaunt bin, wenn solche Exemplare einer Baumart gezeigt werden, die so stark dezimiert ist, dass viele sie nur noch vom Namen her kennen.

LG Chelterrar
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HT 74
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Re: Welcher Baum Teil II

Beitrag von HT 74 »

Gibt es denn resistente Ulmen z.b. gezüchtete aus der Baumschule?

JDL
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Re: Welcher Baum Teil II

Beitrag von JDL »

HT 74 hat geschrieben:
17 Mai 2020, 19:34
Gibt es denn resistente Ulmen z.b. gezüchtete aus der Baumschule?
Ich hatte einmal Ronnie Nijboer zu Besuch (in der Mitte)

Er beschäftigt sich mit Ulmen und unter anderem mit "resistenten" Klonen (siehe unter Sortiment).

https://www.noordplant.nl/over-noordplant

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