Pinus patula? --> Pinus patula

Ihr habt einen Nadelbaum/ Strauch (Konifere) in Deutschland oder Europa gesehen, könnt ihn aber nicht bestimmen? Fragt hier einfach danach.

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Myrica
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Pinus patula? --> Pinus patula

Beitrag von Myrica »

Hallo in die Runde,
nach meinen Recherchen müsste es sich hier um eine Pinus patula handeln. Nachdem ich aber bei Euch gesehen habe, dass es 97 Kiefernarten gibt....
Die Nadeln stehen zu dritt und viert, besser gesagt, sie hängen und bewegen sich ähnlich wie feine lange Haare im Wind. Die Nadeln waren meist
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länger als 20 cm, die längste Nadel maß 29 cm. Der Zapfen mißt etwa 12 cm, ist steinhart und nur mit großem Kraftaufwand vom Ast zu trennen. In der Sonne leuchtet der Stamm deutlich rötlich, ähnlich übrigens den Nadeln, wenn sie trocknen.
Was meint Ihr?
Gruß,
Myrica

Cryptomeria
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Re: Pinus patula?

Beitrag von Cryptomeria »

Für mich sieht das sehr nach patula aus. Warte Andrés Wissen auch noch ab.
VG wolfgang
Wer Bäume pflanzt und weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.

Myrica
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Re: Pinus patula?

Beitrag von Myrica »

Danke Dir für Deine Einschätzung, Wolfgang!
Inzwischen ist mir noch etwas aufgefallen: die Ränder der Nadeln sind fein aber deutlich gesägt. Vielleicht ist das ja ein Merkmal, wodurch sie sich von den restlichen 96 Kiefernarten unterscheidet :?:
Gruß Myrica

Kiefernspezi
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Re: Pinus patula?

Beitrag von Kiefernspezi »

Hallo, ist das eine ernste Anfrage?
Also zunächst einmal erkennt man auf dem Bild recht wenig. Der Zweig sieht vertrocknet aus und ein derart geöffneter Zapfen am Baum spricht schon mal gegen Pinus patula wie auch die Länge und dicke der Nadeln. Bei Pinus patula hängen die Nadeln noch mehr.
Zudem habe ich den Eindruck, dass es sich eher um einen fünfnadeligen Baum handelt. Rein geraten Pinus pseudostrobus oder sowas.
Man kann aber gar keine Details am Bild erkennen und wo ist es aufgenommen?

LG

Myrica
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Re: Pinus patula?

Beitrag von Myrica »

Leider komme ich im Moment nicht an Bilder, auf denen man Details besser erkennen kann.
Melde mich dann später dazu.
Danke erst mal!
Gruß,
Myrica

Cryptomeria
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Re: Pinus patula?

Beitrag von Cryptomeria »

Ich bin natürlich von einer Klimazone ausgegangen in der P.patula überhaupt wächst. Sie ist ja bei uns nicht winterhart. Wichtig, dass wir einen Kieferspezi haben, der sich vor allem auch mit Zapfen auskennt.
VG Wolfgang
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Kiefernspezi
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Re: Pinus patula?

Beitrag von Kiefernspezi »

:wink:
Ja, aber Informationen wären schon gut. Schön, dass noch Detailfotos kommen sollen. Aber warum der Ort nicht genannt werden konnte - oftmals kann man daraus schon Rückschlüsse ziehen, da ja bestimmte Arten in bestimmten Klimazonen besonders häufig angepflanzt werden...seltsam.
Und natürlich kann man auch nur von guten Fotos einen sicheren Eindruck gewinnen.

Viele Grüße

Myrica
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Re: Pinus patula?

Beitrag von Myrica »

Hier kommen nun Detailfotos. Leider weiß man ja als Laie nie im Voraus, worauf es ankommt... Ich hoffe also, dass es jetzt einfacher ist, entscheidende Kriterien zu entdecken. Wenn nicht, dann bitte noch einmal nachhaken.
Die Kiefer steht in Portugal, hat in der Regel 3 Nadeln, aber auch 4, die sehr dünn und unterschiedlich lang sind. Im Schnitt würde ich sagen etwa 25 cm. Einige ragten auch über ein DIN A4-Blatt hinaus, müssen also länger als 30 cm gewesen sein.
Viele Grüße,
Myrica
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Kiefernspezi
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Re: Pinus patula?

Beitrag von Kiefernspezi »

Hallo,

hast die die ollen Zapfen da? Dann einfach mal ne Draufsicht zeigen, wo man die Innenseiten der Schuppen erkennt. Dann sollte es recht klar sein, was es ist.
Eine etwas ungewöhnliche Pinus patula kann möglich sein. Schade, hätte gerne mal den ganzen Baum gesehen.

Hier einfach mal ein paar Vergleichsbilder. Mich haben vor allem die aufrechte stehenden Nadeln an den Triebspitzen gestört. Das habe ich nun zumindest im kleinen Stil in einem Bild wieder gefunden. Es ist aber eher eine Ausnahmeerscheinung. Aber dafür sprechen ja auch die ungewöhnlich langen Nadeln. Dem Baum in Portugal geht es vielleicht einfach zu gut.

Übrigens solltest Du auf der Anzahl der Kiefernarten nicht zu stark pochen. Es können etwas mehr oder auch weniger sein. In der Taxonomie gibt es immer wieder mal Verschiebungen. Es sind auf jeden Fall ne Menge.
Die Zapfen von Pinus patula gelten zu den sehr harten. Pinus greggii, radiata und attenuata sind ganz eng verwandt. Leider sind gesägte Nadeln kein so gutes Bestimmungsmerkmal, da in dieser Subspecies fast alle Arten mehr oder weniger gesägte Ränder zeigen.

LG
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stefan
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Re: Pinus patula?

Beitrag von stefan »

Hallo Baumfreunde,
Was haltet ihr von einer etwas schütteren Pinus canariensis, der es in Portugal etwas trocken ist?

Gruß
Stefan
Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen in den Garten
(Rabindranath Tagore)


https://baum-des-tages.blogspot.de/

Cryptomeria
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Re: Pinus patula?

Beitrag von Cryptomeria »

Pinus canariensis hat ganz andere Zapfen.
VG Wolfgang
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Spinnich
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Re: Pinus patula?

Beitrag von Spinnich »

Hallo Stefan,

ich glaube da würden die Zapfen(-Schuppen) nicht recht dazu passen, die müsste Zapfen-Schuppen mit abstehenden Höckern präsentieren.

Zu den anderen Arten mit gesägten Nadeln die von Kiefernspezi als nahe Verwandte angeführt wurden, würde ich wegen der üblicherweise kürzeren Nadeln auch keinen Kandidaten in die engere Wahl nehmen.
Kann vielleicht auch die Ausprägung der Nadelscheiden in Verbindung mit weiteren Merkmalen bei der Bestimmung helfen?

LG Spinnich :?:
Das Talent der Menschen, sich einen Lebensraum zu schaffen, wird nur durch ihr Talent übertroffen, ihn zu zerstören.
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Myrica
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Re: Pinus patula?

Beitrag von Myrica »

Eine Draufsicht habe ich leider nicht - und was den ollen Zapfen anbelangt: die Suche nach einem Zapfen gestaltete sich wie die berühmte Suche nach der Nadel im Heuhaufen, da ist man dann auch mit einem uralten Zapfen schon zufrieden... Das ist jedenfalls nicht wie bei der Strandkiefer, die die Zapfen haufenweise und in allen Entwicklungsstadien "abwirft".
Aber: ich habe 2 Zapfenschuppen, vielleicht ist das ja sogar noch besser?
Gruß,
Myrica
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Kiefernspezi
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Re: Pinus patula?

Beitrag von Kiefernspezi »

Ja, tatsächlich ist das ausreichend. Die sind zwar nicht mehr in einem guten Zustand, aber man erkennt noch deutlich den dicken dunklen Rand, der frisch mahagoni-farben sein kann. Die restliche Schuppenfarbe ist frisch ähnlich wie bei den verwandten Arten orangebraun. Bei dem gezeigten Zapfen schon nicht mehr ganz optimal. Man muss sie wirklich frisch vom Baum pflücken.

Also dann kann man nun doch sicher sagen, dass es sich um eine Pinus patula handelt. Also richtig bestimmt.

Viele Grüße
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Myrica
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Re: Pinus patula?

Beitrag von Myrica »

Ganz großen Dank für die vielen hilfreichen Informationen und das Heraussuchen der Vergleichsbilder!!
Das wird mir und sicher vielen anderen auch in Zukunft die Bestimmung sehr erleichtern.
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