Ulme in Tübingen
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Ulme in Tübingen
Hallo zusammen, neulich (21.09.16) bin ich zufällig bei einer Ulme vorbeigelaufen, die die Anforderungen für einen Eintrag erfüllt. Der BHU beträgt etwa 5,70m (war unvorbereitet nicht so gut zum Messen ausgerüstet). Ab einer Höhe von ca. 1,50 teilt sich der Stamm. Sie macht einen vitalen Eindruck und ist jedenfalls ein prächtiger, sehenswerter Baum. In der Krone sind Seile verspannt. Die Ulme steht im alten botanischen Garten in Tübingen, westlich des Taubenturms. Koordinaten N48° 31.40298 E9° 3.32347. (Kreis Tübingen, Baden-Württemberg)
Der alte botanische Garten wurde im 16. Jhd. gegründet, aber wohl zunächst mehr als medizinischer Kräuterlehrgarten der Universität. www.uni-tuebingen.de/einrichtungen/zent ... -info.html In seiner heutigen Form besteht er seit 1805, und aus der Zeit zwischen 1805-1809 stammen laut www.tuepedia.de/wiki/Alter_Botanischer_Garten noch viele der alten, zum Teil exotischen Bäume. Der Gartenteil nördlich des Flüsschens Ammer, wo die Ulme steht, war früher ein Friedhof, der 1829 in den botanischen Garten mit einbezogen wurde. Ob die Ulme auch aus dieser Zeit stammt, kann ich mangels Erfahrung nicht abschätzen. Der alte botanische Garten wurde als solcher 1969 aufgegeben, als der neue botanische Garten auf der Morgenstelle eröffnet wurde. Das nicht besonders große Gelände ist seither ein frei zugänglicher Park zwischen Altstadt und Universitätsgelände. Es stehen noch einige andere interessante alte Bäume dort.
Bei der Bestimmung bin ich mir unsicher. Meine Recherche hat ergeben, dass die Ulme bei Champion-Trees als Ulmus glabra eingetragen ist, und darauf wollte ich mich eigentlich verlassen. Beim Betrachten meiner Bilder scheinen mir aber die Knospen schmal-langgezogen mit dunklem Rand am Knospenschuppenrand, wie es im Netz eher bei Ulmus laevis abgebildet ist. Zusätzliche Blattspitzen habe ich trotz intensiver Suche nicht gefunden. Die Blattoberfläche ist „ein wenig“ rau. Die Unterseite habe ich in der Eile versäumt. Deshalb möchte ich die Experten unter Euch um eine abschließende Meinung bitten.
Gruß, Anke
Der alte botanische Garten wurde im 16. Jhd. gegründet, aber wohl zunächst mehr als medizinischer Kräuterlehrgarten der Universität. www.uni-tuebingen.de/einrichtungen/zent ... -info.html In seiner heutigen Form besteht er seit 1805, und aus der Zeit zwischen 1805-1809 stammen laut www.tuepedia.de/wiki/Alter_Botanischer_Garten noch viele der alten, zum Teil exotischen Bäume. Der Gartenteil nördlich des Flüsschens Ammer, wo die Ulme steht, war früher ein Friedhof, der 1829 in den botanischen Garten mit einbezogen wurde. Ob die Ulme auch aus dieser Zeit stammt, kann ich mangels Erfahrung nicht abschätzen. Der alte botanische Garten wurde als solcher 1969 aufgegeben, als der neue botanische Garten auf der Morgenstelle eröffnet wurde. Das nicht besonders große Gelände ist seither ein frei zugänglicher Park zwischen Altstadt und Universitätsgelände. Es stehen noch einige andere interessante alte Bäume dort.
Bei der Bestimmung bin ich mir unsicher. Meine Recherche hat ergeben, dass die Ulme bei Champion-Trees als Ulmus glabra eingetragen ist, und darauf wollte ich mich eigentlich verlassen. Beim Betrachten meiner Bilder scheinen mir aber die Knospen schmal-langgezogen mit dunklem Rand am Knospenschuppenrand, wie es im Netz eher bei Ulmus laevis abgebildet ist. Zusätzliche Blattspitzen habe ich trotz intensiver Suche nicht gefunden. Die Blattoberfläche ist „ein wenig“ rau. Die Unterseite habe ich in der Eile versäumt. Deshalb möchte ich die Experten unter Euch um eine abschließende Meinung bitten.
Gruß, Anke
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- baumlaeufer
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Eine schöne , starke Ulme. Bergulme könnte doch passen ! Arius oder LCV werden den Baum wohl irgendwann einstellen !
Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt (Khalil Gibran)
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Kiefernspezi
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Hallo zusammen, leider hat es meine Tübinger Ulme vom September noch nicht ins Register geschafft. Was fehlt ihr? Ist die Kleine noch zu dünn?
Mir war ja anfänglich noch die Bestimmung unklar. Ich hatte weiter oben wegen der Knospen auf Ulmus laevis getippt, während sie bei den Champion-Trees als Ulmus glabra eingetragen ist. Letztlich hatte ich auch überlegt, ob ich da angedeutete Brettwurzeln sehe. Und nun wurde die Verwirrung komplett, als ich sie in einem lokalen Baumbuch als Ulmus minor beschrieben fand. Um eine Klarstellung zu erreichen, habe ich jetzt meinen Vater an den Standort gescheucht, und er hat wie gewohnt aussagekräftige Bilder der jungen Früchte geliefert. Was meint ihr? Doch ziemlich flatterhaft, oder? Darf sie jetzt ins Register?
Gruß, Anke
Mir war ja anfänglich noch die Bestimmung unklar. Ich hatte weiter oben wegen der Knospen auf Ulmus laevis getippt, während sie bei den Champion-Trees als Ulmus glabra eingetragen ist. Letztlich hatte ich auch überlegt, ob ich da angedeutete Brettwurzeln sehe. Und nun wurde die Verwirrung komplett, als ich sie in einem lokalen Baumbuch als Ulmus minor beschrieben fand. Um eine Klarstellung zu erreichen, habe ich jetzt meinen Vater an den Standort gescheucht, und er hat wie gewohnt aussagekräftige Bilder der jungen Früchte geliefert. Was meint ihr? Doch ziemlich flatterhaft, oder? Darf sie jetzt ins Register?
Gruß, Anke
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- baumlaeufer
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per pn mit menkontre geklärt, ich werde in Kürze den Eintrag machen.
Baumalaeufer
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Baumalaeufer
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Schönen Morgen,
bei den Blättern hat mir ein Botanikprofessor mal gesagt, wenn es "krankhaft" asymmetrisch wirkt, spricht es für eine Flatterulme. In diesem Fall kann man dieses Merkmal wohl unterschreiben. Aber auch die im letzten Jahr fotografierte Knospe sprich für mich für diese Art.
Zusätzlich scheint es mir so, als hätten Bergulmen eine grobere/genauere Borkenstruktur. Man kann diesen Baum ja mal mit dem Ilmenauer Exemplar vergleichen, das zeigt es m.M.n. sehr deutlich, aber auch an bedeutend jüngeren Exemplaren sieht man schon diese Unterschiede. Zumindest habe ich noch keine Bergulme gesehen, die solch eine Borke wie die hier gezeigte hätte.
Diese hier in MT wäre nach der Borke für mich eine Flatterulme, leider erkenne ich sonst nicht besonders viel. Ich bin mir aber recht sicher, würde man sich diesen Baum genauer ansehen, wäre es keine Bergulme mehr. Vielleicht kommt ja mal jemand zufällig in die Ecke.
Gruß
Tom
bei den Blättern hat mir ein Botanikprofessor mal gesagt, wenn es "krankhaft" asymmetrisch wirkt, spricht es für eine Flatterulme. In diesem Fall kann man dieses Merkmal wohl unterschreiben. Aber auch die im letzten Jahr fotografierte Knospe sprich für mich für diese Art.
Zusätzlich scheint es mir so, als hätten Bergulmen eine grobere/genauere Borkenstruktur. Man kann diesen Baum ja mal mit dem Ilmenauer Exemplar vergleichen, das zeigt es m.M.n. sehr deutlich, aber auch an bedeutend jüngeren Exemplaren sieht man schon diese Unterschiede. Zumindest habe ich noch keine Bergulme gesehen, die solch eine Borke wie die hier gezeigte hätte.
Diese hier in MT wäre nach der Borke für mich eine Flatterulme, leider erkenne ich sonst nicht besonders viel. Ich bin mir aber recht sicher, würde man sich diesen Baum genauer ansehen, wäre es keine Bergulme mehr. Vielleicht kommt ja mal jemand zufällig in die Ecke.
Gruß
Tom
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- Ulmus_glabra_Blätter.jpg (47 KiB) 2748 mal betrachtet
Hi Tom das letzte Bild ist eindeutig eine glabra, allerdings habe ich auch erst ein oder zweimal diese eindeutige Ausprägung der Blätter bei ihr entdeckt. Sonst sahen die Blätter eher so aus wie in dem ersten Blattbild hier, mit nur angedeuteten Blattzipfeln, aber immer mit der breiten Blattspitze. Bei der laevis war es aber bis jetzt immer so das die Blätter eher lang gezogen und schmal zusammen laufend waren. Und asymmetrisch absolut da die eine Blattseite stark verkürzt war so das sich die Blätter im extrem Fall sogar gebogen haben. Leider habe ich noch nicht viele alte Bergulmen gesehen, aber viele alte Flatterulmen und bis jetzt haben sie alle ihre typischen Brettwurzeln ausgeprägt, mal mehr mal weniger aber eindeutig. Und das Exemplar hier, so scheint es mir, hat keinen Ansatz davon.
Ich weiß nun auch nicht ob es einen unterschied bei Bergulmen zwischen Schatten- und Lichtblättern gibt, vielleicht kommt daher die Variabilität. Habe bis jetzt noch keine gefällt oder gepflegt um das mal in Augenschein zu nehmen.
Was sagst du zu meiner Darlegung? Bin gespannt.
Viele Grüße Sören
Ich weiß nun auch nicht ob es einen unterschied bei Bergulmen zwischen Schatten- und Lichtblättern gibt, vielleicht kommt daher die Variabilität. Habe bis jetzt noch keine gefällt oder gepflegt um das mal in Augenschein zu nehmen.
Was sagst du zu meiner Darlegung? Bin gespannt.
Viele Grüße Sören