in der Nähe der Burgenstadt Stolpen, bei Helmsdorf, steht am Fasanenbusch diese Eiche. Bedingt durch den Freistand hat sich die Eiche prächtig entwickelt. Und sie weiß sich auch zu wehren
Über die Eiche ließe sich einiges erzählen. Der Namen Fasanenbusch, also der Standort, leitet sich von Fasanen-Auswilderungen ab, die hier früher stattgefunden haben soll. Ihre Wurzeln sollen bis in den mittelalterlichen Katharienenteich, der heute trocken ist, gereicht haben. Dieser Teich wurde 1491 angelegt und war bereits 1623 wieder trocken. Aber ist die Eiche überhaupt so alt? Die Eiche soll auf der Zimmermannschen Karte von 1623 als markanter Baum dargestellt sein. Napoleon soll 1813 in seinem Schatten geruht haben. Der Stammfuß ist in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts hohl geworden. 1963 wurde sie unter Schutz gestellt. 1978 und 1990 ist jeweils ein größerer Ast ausgebrochen. Um 1965 und 1981 hat der Blitz eingeschlagen.
Sie wird als 600-jährige Eiche bezeichnet. Fröhlich gibt 1994 einen BHU von 6,70 m an. Die Untere Naturschutzbehörde gibt für 2004 einen BHU von 6,84 m an. Und ich habe 6,95 m gemessen. Wenn die Messungen stimmen, wächst die Eiche sehr langsam. Demnach würden 500 Jahren durchaus im Rahmen des Möglichen liegen. Nun gut. Ich bleibe meiner Linie Treu
Viele Grüße,
Rainer