Hallo,
in meinem Balkonkasten hatte vor einiger Zeit (leider nicht genau dokumentiert) eine Kiefer (von selbst, d.h. von Vögeln eingebracht) gekeimt.
Da das sowieso eher ein "Biotop" ist, habe ich die mal schön groß werden lassen.
Nun musste ich aber einiges ändern und auch Erde erneuern - und die Kiefer hat in diesem Jahr so zugelegt, dass sie mir da zu groß ist.
Ich würde sie gerne "auswildern" an einen geeigneten Ort (bei anderen Kiefern), zweifele aber so ein bisschen an der Art - ich will ja nichts "Untypisches" verbreiten.
Ich denke eigentlich, dass es eine ganz normale Pinus sylvestris ist (oder vielleicht doch Pinus mugo?? oder noch was anderes aus Gärten)
Die Pflanze hat in diesem Frühjahr extrem zugelegt, die untere "Etage" mit ein paar Zentimetern in der Breite, oben ist der ganze Wirtel (4-er Wirtel) neu, Gesamthöhe ist mit Wurzel 55 cm, ziemlich aufrecht gewachsen (ohne "Anlehnen" mit leichter Schräglage).
Die Nadeln sind nicht deutlich blau-grün, eher "normal" grün, junge Nadeln gelb-grün, alle Nadeln nur ca. 4 cm lang, neue Nadeln noch kürzer, 1 mm breit, für mein Verständnis doch ziemlich stechend, nur manche sind minimal gedreht,
Knopsen rötlich braun, konisch und doch auch etwas harzig,
junge Zweige unbehaart und (wie man sieht) gelblich-grün mit kleinem rötlichen Schimmer.
Kiefernjungpflanze aus "Balkonbiotop" ---> Pinus sylvestris
Moderatoren: LCV, stefan, tormi, Kiefernspezi
Kiefernjungpflanze aus "Balkonbiotop" ---> Pinus sylvestris
- Dateianhänge
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- Diese Knospen sind noch ganz neu, die im Frühjahr (aus denen die neuen Triebe entstanden) waren deutlich größer
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Viele Grüße von bee
Hy!
Das ist schon eine Pinus sylvestris- halt eine topfbedingte "Kümmerform". Das soll jetzt nicht Deine pflegerischen Qualitäten in Frage stellen, aber auch ich habe es schon mehrfach versucht, welche im Kübel größer zu ziehen. Das gelang auch, aber keine wurde so prächtig wie auf optimalem Standort frei aufwachsende, gleichaltrige Exemplare.
Kübel sind einfach Extremstandorte mit viel zu wechselhaftem "Klima", als dass sich ältere Jungpflanzen weiterhin so gut entwickeln könnten, wie sie es etwa die ersten ein/ zwei Jahre konnten.
Ich bin ganz sicher, im zweiten Jahr nach der Auswilderung wird man den Unterschied deutlich sehen und die Pflanze sich ganz arttypisch entwickelt haben.
Wobei mich allerdings zusätzlich der Eindruck beschleicht, dass es einigen Kiefern dies Jahr etwas zu feucht sein könnte. Außer meinen mugo-, parviflora- und strobus- Zwergen entwickelt dies Jahr irgendwie keine Art eine zeitübliche, typische Benadelung- manche sylvestris stecken jetzt noch im 2 cm Länge- Stadium der Nadeln fest.
Die mugos gehen bei den feisten Bedingungen dies Jahr ab wie die Zäpfchen, für die strobus passt das Klima auch fast ideal. Die parvifloras wachsen zwar nicht so stark wie letztes Jahr, dafür aber stabiler und setzen irre Knospen an.
Das sind alles Arten, die es zumindest gerne luftfeuchter haben, denen geht es gut.
Sehe ich aber meine jeffreyis, die sylvestris, die ponderosas, so mickern die zwar nicht direkt, zeigen aber deutlich, dass sie es gerne etwas trockener und wärmer hätten...
Das wird wohl auch Dein Kieferchen ein bisschen zusätzlich beuteln. Vor allem bei den sylvestris wie gesagt ganz auffällig die stockende bis zögernde Entwicklung der Benadelung.
Das ist schon eine Pinus sylvestris- halt eine topfbedingte "Kümmerform". Das soll jetzt nicht Deine pflegerischen Qualitäten in Frage stellen, aber auch ich habe es schon mehrfach versucht, welche im Kübel größer zu ziehen. Das gelang auch, aber keine wurde so prächtig wie auf optimalem Standort frei aufwachsende, gleichaltrige Exemplare.
Kübel sind einfach Extremstandorte mit viel zu wechselhaftem "Klima", als dass sich ältere Jungpflanzen weiterhin so gut entwickeln könnten, wie sie es etwa die ersten ein/ zwei Jahre konnten.
Ich bin ganz sicher, im zweiten Jahr nach der Auswilderung wird man den Unterschied deutlich sehen und die Pflanze sich ganz arttypisch entwickelt haben.
Wobei mich allerdings zusätzlich der Eindruck beschleicht, dass es einigen Kiefern dies Jahr etwas zu feucht sein könnte. Außer meinen mugo-, parviflora- und strobus- Zwergen entwickelt dies Jahr irgendwie keine Art eine zeitübliche, typische Benadelung- manche sylvestris stecken jetzt noch im 2 cm Länge- Stadium der Nadeln fest.
Die mugos gehen bei den feisten Bedingungen dies Jahr ab wie die Zäpfchen, für die strobus passt das Klima auch fast ideal. Die parvifloras wachsen zwar nicht so stark wie letztes Jahr, dafür aber stabiler und setzen irre Knospen an.
Das sind alles Arten, die es zumindest gerne luftfeuchter haben, denen geht es gut.
Sehe ich aber meine jeffreyis, die sylvestris, die ponderosas, so mickern die zwar nicht direkt, zeigen aber deutlich, dass sie es gerne etwas trockener und wärmer hätten...
Das wird wohl auch Dein Kieferchen ein bisschen zusätzlich beuteln. Vor allem bei den sylvestris wie gesagt ganz auffällig die stockende bis zögernde Entwicklung der Benadelung.
Hallo Andreas,
danke für die Bestätigung.
Ja, dieses Frühjahr, eigentlich bis Ende Juni, war auch hier sehr sehr feucht, die Erde im Balkonkasten ist überhaupt nicht oberflächlich ausgetrocknet.
Ob das Wachstum der Kiefer eher gewöhnlich oder ungewöhnlich ist, kann ich natürlich nicht beurteilen, es kam mir nur so vor, als hätte sie einen ordentlichen "Schuss" getan.
Jetzt muss ich erst mal einen geeigneten Platz in der Wildnis mir aussuchen ... wann wäre denn überhaupt ein geeigneter Zeitpunkt??
Jetzt kommt doch der (vermutlich) doch noch etwas heiße und trockene Sommer (zumindest im Moment, wenn nicht nur für ein paar Tage) - müsste man da theoretisch gießen (?) - oder besser den Herbst abwarten, wenn es regnerischer sein sollte.
Ich kann ja vorerst mal einen größeren Topf und frische Erde spendieren, allerdings gedeiht bei mir innerhalb des (+- verglasten) Balkons außer Kakteen längerfristig gar nichts, da müsste ich den Topf irgendwo unauffällig im Gemeinschaftsgarten "parken".
danke für die Bestätigung.
Ja, dieses Frühjahr, eigentlich bis Ende Juni, war auch hier sehr sehr feucht, die Erde im Balkonkasten ist überhaupt nicht oberflächlich ausgetrocknet.
Ob das Wachstum der Kiefer eher gewöhnlich oder ungewöhnlich ist, kann ich natürlich nicht beurteilen, es kam mir nur so vor, als hätte sie einen ordentlichen "Schuss" getan.
Jetzt muss ich erst mal einen geeigneten Platz in der Wildnis mir aussuchen ... wann wäre denn überhaupt ein geeigneter Zeitpunkt??
Jetzt kommt doch der (vermutlich) doch noch etwas heiße und trockene Sommer (zumindest im Moment, wenn nicht nur für ein paar Tage) - müsste man da theoretisch gießen (?) - oder besser den Herbst abwarten, wenn es regnerischer sein sollte.
Ich kann ja vorerst mal einen größeren Topf und frische Erde spendieren, allerdings gedeiht bei mir innerhalb des (+- verglasten) Balkons außer Kakteen längerfristig gar nichts, da müsste ich den Topf irgendwo unauffällig im Gemeinschaftsgarten "parken".
Viele Grüße von bee
Ja, mal sehen ... danke für den Hinweis auf jeden Fall.
Ich bin ja mehr für Wald-u. Wiesenwuchs .... und habe gerade ein bisschen über Kiefern-Bonsais etc. gelesen (gar nicht so einfach, die Formung)
... da stößt man auch auf den Begriff "Jamadori" ... da werden doch tatsächlich im Hochgebirge besonders interessante "Krüppel" (sag ich mal), die aber natürlich auch einen ökologischen Nutzen da oben haben ... einfach ausgebuddelt ...
Ich bin ja mehr für Wald-u. Wiesenwuchs .... und habe gerade ein bisschen über Kiefern-Bonsais etc. gelesen (gar nicht so einfach, die Formung)
... da stößt man auch auf den Begriff "Jamadori" ... da werden doch tatsächlich im Hochgebirge besonders interessante "Krüppel" (sag ich mal), die aber natürlich auch einen ökologischen Nutzen da oben haben ... einfach ausgebuddelt ...
Viele Grüße von bee