Was ist das für eine Baumart? ---> Juniperus squamata

Ihr habt einen Nadelbaum/ Strauch (Konifere) in Deutschland oder Europa gesehen, könnt ihn aber nicht bestimmen? Fragt hier einfach danach.

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Losinggrip
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Was ist das für eine Baumart? ---> Juniperus squamata

Beitrag von Losinggrip »

Hallo :)
Ich habe dieses kleine Bäumchen in unserem Garten gefunden weiß aber nicht was für eine Art es ist. Weiß hier vielleicht jemand weiter?
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Kiefernspezi
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Beitrag von Kiefernspezi »

Das war mal ein Wacholder. Vermutlich ist das jetzt aber egal. Sieht ziemlich hoffnungslos aus.

Viele Grüße

Losinggrip
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Beitrag von Losinggrip »

Vielen Dank
Sicher das keine Hoffnung mehr besteht? Ich wollte eigentlich versuchen ihn aufzupäppeln..

Andreas75
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Beitrag von Andreas75 »

Hy!

Wenn das arme Würstchen von allen Seiten Licht und Luft bekommt, kann sich der Versuch durchaus lohnen, gerade Wacholder kann auch aus altem Holz recht gut austreiben.

Nähere Bestimmung als Wacholder ist mit dem aktuellen Gesträuch aber nicht drin, höchsten als Vermutung Juniperus squamata.

Kiefernspezi
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Beitrag von Kiefernspezi »

Hallo, ich würde auch in die Richtung tendieren. Versuch macht kluch. Am besten ohne große Erwartungshaltung rangehen. Dann ist man nicht so stark enttäuscht, wenn es nicht gelingt. Aber es heißt ja nicht umsonst: Totgesagte leben länger!

Es kann alles passieren. Viel Erfolg!

Cryptomeria
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Beitrag von Cryptomeria »

Ich sehe das genauso wie meine Vorredner, auch mit der Bestimmung.

VG Wolfgang
Wer Bäume pflanzt und weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.

Losinggrip
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Beitrag von Losinggrip »

Vielen Dank für die Antworten!
Ich werde auf jeden Fall mal sehen was ich machen kann. Genügend Licht bekommt der Wacholder an seinem jetzigen Standort denke ich nicht aber ihn im Winter umzutopfen wäre ja auch nicht gerade die beste Idee. Hat hier jemand vielleicht ein paar Tipps bzw. weiß wohin ich mich wenden könnte?

AndreasG.
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Beitrag von AndreasG. »

Dieser Wacholder war mal deutlich größer. Irgendjemand hat den Hauptast abgebrochen.
Per Foto schwer zu sagen, aber wie ist die Bodenbeschaffenheit? Wacholder mögen es generell etwas trockener. Wenn da in der Nachbarschaft eine Regentonne steht, ist es möglicherweise zu feucht.
Ich würde ihn jetzt an einen sehr sonnigen und nicht zu feuchten Standort umsetzen. Viel hast du nicht zu verlieren, denn er ist bereits beinah hinüber.
Dabei alle kranken Äste entfernen. Normalerweise soll man beim Umsetzen auch die Wurzeln reduzieren, aber nicht in diesem Fall. Wacholder bilden generell nur sehr wenige Wurzeln aus.

Cryptomeria
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Beitrag von Cryptomeria »

Ich würde den Wacholder jetzt auf keinen Fall umsetzen. Er ist schon stark geschädigt und wird dann noch im Wurzelraum Wunden davon tragen. Der Winter steht vor der Tür, wird es im Januar unter Null, kann die Pflanze noch weniger Wasser nach oben transportieren und die letzten Nadeln überhaupt nicht mehr versorgen.
Die Lichtverhältnisse sind jetzt nicht so entscheidend. Erstmal stehen lassen und schauen , ob er sich im nächsten Jahr überhaupt erholt. Der Juniperus stellt
wenige Ansprüche an den Boden. Man kann da also ruhig mal abwarten. Beginnt er tatsächlich wieder irgendwo auszutreiben, kann man über Düngergaben etwas nachdenken, um ihm im Boden mehr Nährstoffe zu bieten.

VG Wolfgang
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quellfelder
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Beitrag von quellfelder »

Hallo,

Stellt sich noch die Frage: Willst Du wüürklich einen Wacholder?
Wahrscheinlich nicht. Dann lohnt sich der Aufwand nicht; also, fort mit ihm!
Der wird nie in einem Zustand kommen, in dem er Werbung für seine Art betreiben kann.

Viele Grüße

quellfelder

Cryptomeria
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Beitrag von Cryptomeria »

Langsam!
Erstens sind die Geschmäcker verschieden. Zweitens ist der Aufwand gering, wenn man einfach mal abwartetet und drittens ist es ein Lebewesen und wenn dieses einen enormen Lebenswillen zeigt, dann bekommt es zumindest bei mir eine reelle Chance. Wenn er wirklich wieder austreibt, dann wird sein Habitus auch wieder ansehnlich. Es wird ein bisschen dauern aber viele Holzgewächse haben viel Zeit.

VG Wolfgang
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LCV
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Beitrag von LCV »

Ich bin zwar nicht der ausgewiesene Koniferenfan, aber neben knorrigen Kiefern ist mir Wacholder sympathisch, nicht zuletzt, weil ich Wacholderbeeren in der Küche brauche. Wenn dieser sich erholt, könnte der eine bizarre an Bonsai erinnernde Form annehmen. Würde dann gut in eine Art Steingarten passen. Also einfach probieren. Auf den Kompost kann man ihn immer noch werfen, wenn es nichts wird.

AndreasG.
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Beitrag von AndreasG. »

Ich glaube nicht, dass dieser Wacholder überleben wird. Da vertrocknen ganze Zweige, und das ist ein schlechtes Zeichen. Wenn der Winter vorüber ist, ist das nur noch Brennholz.

quellfelder
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Beitrag von quellfelder »

Hallo,

nicht das erste Mal habe ich diesen Ratschlag gegeben.
Und jedes Mal folgte ein Sturm der Entrüstung.
Aber Tatsache ist, dass sich noch niemand wieder gemeldet hat und schrieb:

Sieh her, Du Schlauberger, was für ein schöner Baum das doch geworden ist!

Um Geschmack geht es hier doch gar nicht, Geschmack bringt den Baum nicht auf die Beine, da muß man einfach realistisch sein.

Viele Grüße

quellfelder

Andreas75
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Beitrag von Andreas75 »

Ach, hört doch mal auf zu unken...
Es geht hier um ein "Liebhaber- Experiment"- was ist denn dagegen zu sagen? Wenn der Losinggrip Lust dazu hat, dann soller doch...

Gibt doch auch Leute, die sich jedes Jahr nen Topf- Weihnachtsbaum kaufen, obwohl deren Anwachswahrscheinlichkeit nur bei etwa 30 % liegt, drei Viertel wurzellos aus der Plantage gerupft, wie die sind...
So what (Mensch, wir brauchen hier 'nen Schulterzuck-Smiley!)? Ich würde zudem immer dieselbe Toleranz einräumen, die ich für mich und meine Objekte der Begeisterung erwarte ;).

Also lasst ihn doch einfach probieren, und ganz ehrlich, ich kenne schlimmere Krücken, die wieder auf die Beine gekommen sind. Immer smooth bleiben, Leute, und jeden probieren lassen, was er möchte ;).

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