Was ist das für ein Baum?

Ihr habt einen Laubbaum/ Strauch in Deutschland oder Europa gesehen, könnt ihn aber nicht bestimmen? Fragt hier einfach danach.

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Tasco
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Was ist das für ein Baum?

Beitrag von Tasco »

Hallo liebe Baumfreunde
Den unten abgebildeten Baum habe ich vor ein paar Jahren in Südspanien geschenkt bekommen. Man sagte mir, dass er in Kürze eine Blüten pracht entfaltet. Bis heute hat er keine Blüten gehabt und ist so gut wie nicht gewachsen. Um was für ein Gewächs kann es sich hier handeln?Liebe Grße Rafa
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bee
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Beitrag von bee »

Hallo Rafa,
ich interpretiere das, was ich sehe (vermutlich ... :) ) :
dicke Zweige, daran wechselständige Blätter mit dickem Blattstiel, die Blätter paarig zusammengesetzt (kein Endblättchen), glänzende ledrige Blättchen, teils kleiner, teils größer..

Das könnte alles zusammen für Ceratonia siliqua (Johannisbrotbaum) passen, auch die Wuchsform. Der Kleine sieht aber recht traurig aus ... Wassermangel?
Viele Grüße von bee

GaLa-Bauer
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Beitrag von GaLa-Bauer »

auch die Langsamwüchsigkeit passt zu Ceratonia siliqua.

LG Nikolai

menkontre
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Beitrag von menkontre »

Hallo zusammen, ich bin noch nicht ganz überzeugt von Ceratonia. Die Ceratonias haben doch eine ziemlich abgerundete Spitze. Hier sind die Spitzen eher ausgezogen. Auch meine ich hier auf dem letzten Foto eher Endblättchen zu sehen. Wie Bee schon gesagt hat, fällt auf, daß die Fiederblättchen unterschiedlich groß sind, und zwar ganz regelmäßig die zweignahen kleiner und zum Endblättchen hin größer. So habe ich das bei Ceratonia nicht gesehen.
Gibt es eigentlich Averrhoa carambola in Südspanien? Bei Averrhoea kenne ich diese nach vorne hin größer werdenden Fiederblättchen mit größerem Endblättchen, die ausgezogene Spitze, den am Ansatz verdickten Blattstiel, je nach Situation manchmal hängende Fiederblättchen, die glänzende Oberseite und die deutlich blassere matte Unterseite. Auch die Blattnervatur scheint mir da besser zu passen. Soll angeblich auch in den Subtropen gepflanzt werden, fühlt sich aber dort nicht ganz so wohl. Nur so eine Idee, sicher bin ich mir da nicht.
Gruß, Anke
Zuletzt geändert von menkontre am 21 Jan 2015, 16:53, insgesamt 1-mal geändert.

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stefan
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Beitrag von stefan »

von "Blütenpracht" kann man bei Ceratonia siliqua aber nicht sprechen;
die Form der Fiedern paßt m.E. auch nicht
Gruß, Stefan
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LCV
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Beitrag von LCV »

Hallo Anke,

Averrhoa carambola gibt es in Andalusien. Aber die Blätter haben doch so einen "Buckel" auf der Mittelrippe.

Gruß Frank

Edit: Zu den Blättern - Irrtum. Ich habe einige Fotos falsch interpretiert.
Zuletzt geändert von LCV am 21 Jan 2015, 10:03, insgesamt 1-mal geändert.

menkontre
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Beitrag von menkontre »

Hallo Frank, das mit dem Buckel habe ich noch nicht ganz verstanden. Beziehst du das auf den gezeigten Baum oder auf meinen Vorschlag?
Rafa, da der Baum bei dir steht, kannst du vielleicht ein Blatt nochmal komplett mit allen Fiederblättchen fotografieren. Das würde sicher helfen.
Gruß, Anke

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LCV
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Beitrag von LCV »

Hallo Anke,

das war ein Irrtum. Das mir vorliegende Bild zeigte unreife Früchte. Die sahen aus wie Blätter.

Gruß Frank

Tasco
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Beitrag von Tasco »

Liebe Baumfreunde
Erst ein mal recht herzlichen Dank für Eure Recherchen und Hilfen. Was ich mit Gewissheit sagen kann, es handelt sich nicht um eine Carambole und nicht um einen Johannisbrotbaum. Im Bild a2 ist rechts ein Blatt des Johannisbrotbaumes abgebildet. Die Blätter sind viel dicker und stabiler. Carabolebäume hatte ich einige angeplanzt. Leider sind die schon bei Temperaturen von 5° C eingegangen und somit wächst hier kein Baum mehr dieser Art.
Jetzt kam mir gestern ein Besucher bei der Bestimmung zur Hilfe. Als dieser Herr mir den Namen der Pflanze sagte, klingelte es bei mir. Es handelt sich zu 100% um eine Spathodea-Art - Afrikanischer Tulpenbaum. Normalerweise ist diese Art sehr schnell wachsend. Weil ich den Baum an einer Stelle gepflanzt habe, wo viel Wühlmäuse ihr Unwesen treiben, habe ich zum Schutz einen engmaschigen Drahtkäfig in die Erde gesetzt. Da in der Vergangenheit bereits andere Bäume in den Drahtkäfigen vor sich dahinvegetieren oder eingegangen sind, werde ich den Baum umgehend an eine andere geschützte Stelle umpfanzen.
Bei den Bildern auf dem Foto a2 links und auf a1 handelt es sich um die gesuchte Baumart. Ich habe die Fotos heute morgen gemacht. Das zusmmenrollen der Blätter kommt von der Kälte, die hier zur Zeit herrscht. Die Temperaturen sind des Nachts nur 4° C.
Ich hoffe, dass ich Euch nicht verwirrt habe. Es war nicht meine Absicht. Ich bitte um Entschuldigung.
Liebe Grüße aus Casares
Rafa
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LCV
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Beitrag von LCV »

Hola Rafa,

da als prächtiger Blütenbaum bezeichnet, müsste es ja Spathodea campanulata sein. Ich habe mal Bilder herausgesucht. Schön wäre es ja, aber ich habe noch Zweifel. Die Fiederblättchen der Sp. c. haben auf allen Fotos ca. 9 Nervenpaare. Die auf Deinen Fotos aber deutlich weniger. Es könnte natürlich eine andere Spathodea-Art sein, z.B. Sp. alba (syn. Dolichandrone alba), die hat etwa 5 Nervenpaare, aber auch nicht diese extrem ausgezogene Blattspitze. Es ist aber auch möglich, dass der Baum aus einem Gartencenter stammt und irgendeine Züchtung, Hybride oder was auch immer ist. Hoffentlich bringst Du den zum Blühen, dann wissen wir mehr.

Gruß Frank

menkontre
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Beitrag von menkontre »

Hallo Rafa, das ist keine Spathodea, weil Spathodea eine gegenständige Blattstellung hat, dein Baum aber eine wechselständige. Auch sonst passt einiges nicht. Wir haben hier Spathodea im Hof, ich kenne sie also recht gut. Gruß, Anke

menkontre
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Beitrag von menkontre »

Hier nochmal zum Vergleich: ein Bild von Spathodea, auf dem man gut die gegenständige Blattstellung erkennen kann. Und dann zwei Bilder von Averrhoa mit dem typischen Knubbel am Blattansatz und den zur Peripherie größer werdenden Fiederblättchen. Gruß, Anke
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Zuletzt geändert von menkontre am 21 Jan 2015, 16:54, insgesamt 1-mal geändert.

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LCV
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Beitrag von LCV »

Wegen der Blüten hatte ich an Brownea gedacht. Wäre auch mit Ceratonia verwandt. Aber leider, glaube ich, auch gegenständig. Da werden wir wohl noch etwas weitersuchen müssen.

Tasco
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Beitrag von Tasco »

Jetzt habt Ihr mich so heiß gemacht, dass ich morgen mit einem Blatt in eine hiesige Gärtnerei fahre. Mal sehen, ob die mir weiter helfen können.
LG Rafa

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bee
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Beitrag von bee »

Hallo,
auch bei dem neuen Bild kann ich nicht richtig sehen, ob da ein Endblättchen ist oder nicht (?), eine Verdickung am Blattstiel ist dort auch nicht deutlich erkennbar, das wäre schon wichtig.
Sind alle Blätter so unterschiedlich (kleine rundliche Blättchen unten und größere Blättchen mit deutlich ausgezogener Spitze oben) oder kommt das nur hin und wieder vor.
Das war mir vorgestern gar nicht so aufgefallen, da hatte ich mehr auf die Rundungen als auf die (dort nur schwächer als hier ausgeprägten) Spitzen geachtet.

"Schön" blühen ja viele Bäume, aber "auffällig" wird ja meist mit großen, bunten Blüten gleichgesetzt.
Zu dem verdickten Blattstielansatz könnten Simaroubaceae, Meliaceae, Sapindaceae, Anacardiaceae und Burseraceae passen. Das sind aber meist keine auffälligen "Blütenbäume", oft ist ein spezieller Geruch feststellbar.

Auffällige Blütenbäume gibt es bei den Fabaceae/ Caesalpinioideae (da auch Ceratonia, obwohl nicht auffällig blühend :) ).
Der Vorschlag von Frank (Brownea) könnte passen (ist wechselständig und paarig gefiedert, Blattspitzen erscheinen oft ausgezogen), eventuell auch Cassia fistula (ist wechselständig und paarig gefiedert, Blättchenende relativ variabel).
Beide Vorschläge sind aber eigentlich Tropenpflanzen.

In den Zusammenstellungen
LAS PLANTAS ORNAMENTALES Y SUS ZONAS DE RUSTICIDAD EN ESPAÑA
(pdf, von José Manuel Sánchez de Lorenzo-Cáceres ) kommt Cassia fistula vor (Zone 11) und in
LAS LEGUMINOSAS. PLANTAS IDEALES PARA XEROJARDINERÍA (pdf, von José Manuel Sánchez de Lorenzo-Cáceres, gerade gefunden ),
kommen zwei Brownea-Arten (B. ariza und grandiceps) vor (ebenfalls nur geeignet für Zone 11 = frostfrei, Minimaltemp. 1-4 Grad, nur in kleinsten Küstenstreifen an der Costa tropical/ Costa del Sol)
Viele Grüße von bee

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