Mistel an Pinus ---> Viscum album ssp. austriacum

Ihr habt einen Laubbaum/ Strauch in Deutschland oder Europa gesehen, könnt ihn aber nicht bestimmen? Fragt hier einfach danach.

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wolfachim_roland
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Mistel an Pinus ---> Viscum album ssp. austriacum

Beitrag von wolfachim_roland » 15 Feb 2012, 21:40

Schmarotzer an Nadelbäumen sind wohl eher selten. Im Bot. Garten Würzburg sahen wir diese Mistel an Pinus.

Wolf
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Wolf Roland

Kiefernspezi
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Beitrag von Kiefernspezi » 15 Feb 2012, 22:03

Doch, an Pinus sylvestris gibts so was.

Viele Grüße

tormi
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Beitrag von tormi » 15 Feb 2012, 22:49

In diesem Falle Viscum album ssp austriacum, an Pinus, seltener an Picea.

Leider konnte ich keine Früchte ablichten, die wurden allesamt von der ersten Gruppe gerissen.
LG Nalis

Mostviertler
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Beitrag von Mostviertler » 16 Feb 2012, 11:47

Kiefernspezi hat geschrieben:Doch, an Pinus sylvestris gibts so was.

Viele Grüße
Kann ich bestätigen, Pinus Sylvestris ist neben Abies alba, die in manchen Regionen davon schwer geschädigt ist, häufig davon befallen.

Hannes

Kiefernspezi
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Beitrag von Kiefernspezi » 16 Feb 2012, 23:19

Und auch auf Lärchen kann man sie sehen. Da die Lärchen im Winter nackt sind, entdeckt man die Misteln sogar noch eher als an den Tannen oder Kiefern.

Allerdings ist es richtig, dass es sehr selten vorkommt, dass sie so tief unten, sozusagen zum "Anfassen" zu finden sind. Meistens wachsen sie irgendwo hoch oben in der Krone.

Insofern ist das Foto eine Rarität. 8)

Viele Grüße

wolfram
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Beitrag von wolfram » 15 Mär 2012, 09:09

Mir kommt es etwas komisch vor, daß eine Mistel an trockenen Ästen lutscht.
Der Busch macht auch einen ziemlich vertrockneten Eindruck und wird wohl von irgend jemandem dorthin gehängt worden sein.
Viele Grüße, Wolfram

kurt
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Beitrag von kurt » 15 Mär 2012, 10:06

Wolframs Verdacht war auch meine erste Vermutung. Ich habe sie aber nicht geäussert, da ich Wolf zutraue, einen Fake auf Kopfhöhe zu bemerken.

Gruss
Kurt

wolfachim_roland
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Beitrag von wolfachim_roland » 15 Mär 2012, 10:58

..und Tormi war auch dabei (siehe oben)
Wolf Roland

Kiefernspezi
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Beitrag von Kiefernspezi » 15 Mär 2012, 13:13

Vielleicht hat die Mistel den Ast ja ausgelutscht. :wink:
Taufrisch sieht die Mistel ja auch nicht mehr aus.

tormi
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Beitrag von tormi » 28 Mär 2012, 21:20

Hallo,
als Ergänzung zur Diskussion ob diese Viscum nur "aufgehängt" ist. Die Verwachsungsstellen sind klar zu erkennen. Besten Dank für das Bild an Joachim Mark der in Würzburg für die Pflanzengemeinschaft der Prärien der mittleren USA zuständig ist
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Viscum album ssp austriacum Würzburg Joachim Mark 28 03  12...jpg
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LG Nalis

fockea
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Beitrag von fockea » 28 Mär 2012, 23:03

Stimmt es, dass die Misteln je nach Sorte nur auf Nadel- oder Laubbäume spezialisiert sind?
Und dass sie erst nach 2 Jahren die ersten Keimblätter machen?
Gibt es einen Trick von Hand Misteln auf Bäume zu übertragen?
Mit "Einfach drankleben" war ich bisher noch nicht erfolgreicht.
Fockea

wolfram
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Beitrag von wolfram » 29 Mär 2012, 19:04

Hallo,
Carl Freiherr von Tubeuf hat 1923 eine Mistelmonografie veröffentlich. Da steht drin, wie man es machen könnte. Müßtest Du Dir mal besorgen.
Auf jeden Fall sollten Vögel die Früchteb gefressen haben, bevor sie keimfähhig sind.
Viele Grüße, Wolfram

AndreasG.
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Beitrag von AndreasG. » 29 Mär 2012, 19:26

Hier steht was dazu.

In Berlin geht die Mistel auch an die Robinie.

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