Frage zur Weißbirke
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Frage zur Weißbirke
Bin im Besitz von ein paar ha Wald am Rande eines See´s. Dieser steigt seit September letzten Jahres kontinuierlich an und überflutet nach und nach meinen Wald. Im vorderen Bereich stehen etwa 5-jährige Kiefern und Birken, die seit etwa 1 Jahr im Wasser stehen und größtenteils schon abgestorben sind. Jetzt sind die 10-20 Jahre alten Birken und Kiefern schon teilweise unter Wasser. Muss ich davon ausgehen, das mir diese Bäume auch absterben oder sind die älteren Generationen beständiger gegen Überflutung? Hat jemand damit schon mal Erfahrung gemacht bzw. kann mir eine Antwort geben?
Hallo Sören,
dauerhafte Überflutung übersteht kein (einheimischer) Baum. Erlen, Weiden, Moorbirken u.a. vertragen zeitweise Überschwemmung und hohe Grundwasserstände. Dauerhaft im Wasser - aber auch nicht zu tief, leben Sumpfzypressen oder Mangroven.
Warum steigt bei Dir kontinuierlich der Wasserspiegel an?
Gruß, Stefan
dauerhafte Überflutung übersteht kein (einheimischer) Baum. Erlen, Weiden, Moorbirken u.a. vertragen zeitweise Überschwemmung und hohe Grundwasserstände. Dauerhaft im Wasser - aber auch nicht zu tief, leben Sumpfzypressen oder Mangroven.
Warum steigt bei Dir kontinuierlich der Wasserspiegel an?
Gruß, Stefan
Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen in den Garten
(Rabindranath Tagore)
https://baum-des-tages.blogspot.de/
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Hallo Stefan,
vielen Dank für deine Antwort. Das hatte ich schon vermutet. Also bekannt ist mir, das hier in der Nähe durch ein Aktion von den Grünen zwei Fließe angestaut werden, um alte Moore wiederzubeleben. Der See hatte früher einen Zufluß, aber keinen Abfluß. Bei hohen Niederschlägen sammelte sich das Wasser in einem Graben und floß dann in den See, jedoch seit September vorletzten Jahres ist der Zufluß ununterbrochen aktiv. Der Graben hat Verbindung zu den Fließen und ist nun kontinuierlich mit Wasser gefüllt. Einige ha Wald rings um den See sind schon vernichtet. Und ein Ende scheint nicht in Sicht. Die Wasserbehörde tut so, als wüsste sie von nicht´s und schiebt alles auf steigendes Grundwasser. Dem kann ich allerdings nicht so richtig Glauben schenken, da der See schon um ca. 1.80m gestiegen ist und ringsherum zwischen minimum 50m bis zu 300m Land unter Wasser stehen. Auch gab es hier eine seltene fleischfressende Pflanze namens Sonnentau, die jetzt wohl das Zeitliche gesegnet hat. Meiner Meinung nach wieder mal eine ganz tolle Aktion von Menschenhand gemacht, wo es jetzt keiner mehr gewesen sein will.
Gruß aus dem Spreewald vom Sören
vielen Dank für deine Antwort. Das hatte ich schon vermutet. Also bekannt ist mir, das hier in der Nähe durch ein Aktion von den Grünen zwei Fließe angestaut werden, um alte Moore wiederzubeleben. Der See hatte früher einen Zufluß, aber keinen Abfluß. Bei hohen Niederschlägen sammelte sich das Wasser in einem Graben und floß dann in den See, jedoch seit September vorletzten Jahres ist der Zufluß ununterbrochen aktiv. Der Graben hat Verbindung zu den Fließen und ist nun kontinuierlich mit Wasser gefüllt. Einige ha Wald rings um den See sind schon vernichtet. Und ein Ende scheint nicht in Sicht. Die Wasserbehörde tut so, als wüsste sie von nicht´s und schiebt alles auf steigendes Grundwasser. Dem kann ich allerdings nicht so richtig Glauben schenken, da der See schon um ca. 1.80m gestiegen ist und ringsherum zwischen minimum 50m bis zu 300m Land unter Wasser stehen. Auch gab es hier eine seltene fleischfressende Pflanze namens Sonnentau, die jetzt wohl das Zeitliche gesegnet hat. Meiner Meinung nach wieder mal eine ganz tolle Aktion von Menschenhand gemacht, wo es jetzt keiner mehr gewesen sein will.
Gruß aus dem Spreewald vom Sören
Hi,
da helfen nur richtige Gegenmaßnahmen.
1. Anzeige gegen unbekannt wegen Sachbeschädigung (Vernichtung von Wald = Vernichtung von Eigentum).
2. Anzeige gegen unbekannt wegen Gefährdung seltener Pflanzen (und Tiere?)
3. Ein Schreiben an das Regierungspräsidium, das vielleicht nicht weiß, was da gemacht wurde. Wenn es keine behördliche Anweisung für diese Maßnahmen gab, kann nicht jeder einfach machen, was er will. Eingriffe in die Natur müssen bis zum Ende mit allen Konsequenzen durchdacht werden. Um ein künstliches Moor herzustellen, kann man nicht hektarweise Wald vernichten.
4. Infos an die Presse und diverse Fernsehsender. Werden solche Dinge in die Öffentlichkeit getragen, werden auch Behörden eher aktiv.
5. Wenn Du eine Rechtsschutzversicherung hast, würde ich auch einen Anwalt einschalten und diese übereifrigen Ökoaktivisten auf Schadenersatz verklagen.
Damit das nicht falsch verstanden wird: Ich bin für Naturschutz und gegen jegliche Zerstörung von Wald und Landschaft. Aber wenn ideologisch verblendete Spinner ohne Verstand vorgehen, muss man die auch stoppen. Es gibt einige Organisationen, die regelrechten Etikettenschwindel betreiben. Mit spektakulären Aktionen sammelt man nämlich Geld! Uneigennützige und von der Öffentlichkeit unbemerkte Tätigkeiten sind da weniger beliebt. Habe ich selbst schon festgestellt, als ich Grüne und diverse "Vereine" auf gewisse Missstände angesprochen habe. Da antworten die nicht einmal.
Gruß Frank
da helfen nur richtige Gegenmaßnahmen.
1. Anzeige gegen unbekannt wegen Sachbeschädigung (Vernichtung von Wald = Vernichtung von Eigentum).
2. Anzeige gegen unbekannt wegen Gefährdung seltener Pflanzen (und Tiere?)
3. Ein Schreiben an das Regierungspräsidium, das vielleicht nicht weiß, was da gemacht wurde. Wenn es keine behördliche Anweisung für diese Maßnahmen gab, kann nicht jeder einfach machen, was er will. Eingriffe in die Natur müssen bis zum Ende mit allen Konsequenzen durchdacht werden. Um ein künstliches Moor herzustellen, kann man nicht hektarweise Wald vernichten.
4. Infos an die Presse und diverse Fernsehsender. Werden solche Dinge in die Öffentlichkeit getragen, werden auch Behörden eher aktiv.
5. Wenn Du eine Rechtsschutzversicherung hast, würde ich auch einen Anwalt einschalten und diese übereifrigen Ökoaktivisten auf Schadenersatz verklagen.
Damit das nicht falsch verstanden wird: Ich bin für Naturschutz und gegen jegliche Zerstörung von Wald und Landschaft. Aber wenn ideologisch verblendete Spinner ohne Verstand vorgehen, muss man die auch stoppen. Es gibt einige Organisationen, die regelrechten Etikettenschwindel betreiben. Mit spektakulären Aktionen sammelt man nämlich Geld! Uneigennützige und von der Öffentlichkeit unbemerkte Tätigkeiten sind da weniger beliebt. Habe ich selbst schon festgestellt, als ich Grüne und diverse "Vereine" auf gewisse Missstände angesprochen habe. Da antworten die nicht einmal.
Gruß Frank
Danke auch an Frank,
dies wird wohl die einzigste Möglichkeit sein, das es mal ein Ende mit dem Wasseranstieg hat. Oder aber die Grünen haben vor, hier später einen beheizten Mangroven und Sumpfzypressenwald zu errichten und bekommen das auch durch. Zum Glück bin ich ja nicht der einzigste hier, der damit Probleme hat. Auf dem benachbarten Campingplatz stehen auch schon einige Wohnwagen im Wasser, sodaß es wohl zu einer Sammelklage kommen wird. Weiterhin sind in der Region etliche Landwirte betroffen, deren Wiesen und Felder auch kurz vor der Überschwemmung stehen. Letzendlich bleibt mir im Moment wohl nur die Möglichkeit der Abholzung der betroffenen Bäume, da diese binnen einem Jahres nicht mal mehr als Feuerholz dienlich wären, da Birke nach dem Absterben rasch verfault und ich wohl die gunst der derzeit vorherrschenden Minustemperaturen nutzen sollte, um überhaupt noch an den Wald heranzukommen. Fällt mir echt schwer, die schönen Bäume zu fällen. Kahlschlag ist für mich genauso ein Horror wie die hier vorherrschende Ausschlachtung der Wälder durch den Einsatz vom Harvester. In meinen Wald kommt so ein Monster nicht.
Gruß Sören
dies wird wohl die einzigste Möglichkeit sein, das es mal ein Ende mit dem Wasseranstieg hat. Oder aber die Grünen haben vor, hier später einen beheizten Mangroven und Sumpfzypressenwald zu errichten und bekommen das auch durch. Zum Glück bin ich ja nicht der einzigste hier, der damit Probleme hat. Auf dem benachbarten Campingplatz stehen auch schon einige Wohnwagen im Wasser, sodaß es wohl zu einer Sammelklage kommen wird. Weiterhin sind in der Region etliche Landwirte betroffen, deren Wiesen und Felder auch kurz vor der Überschwemmung stehen. Letzendlich bleibt mir im Moment wohl nur die Möglichkeit der Abholzung der betroffenen Bäume, da diese binnen einem Jahres nicht mal mehr als Feuerholz dienlich wären, da Birke nach dem Absterben rasch verfault und ich wohl die gunst der derzeit vorherrschenden Minustemperaturen nutzen sollte, um überhaupt noch an den Wald heranzukommen. Fällt mir echt schwer, die schönen Bäume zu fällen. Kahlschlag ist für mich genauso ein Horror wie die hier vorherrschende Ausschlachtung der Wälder durch den Einsatz vom Harvester. In meinen Wald kommt so ein Monster nicht.
Gruß Sören
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campoverde
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- Wohnort: Bremen
-
M.E. sollte man erst einmal die Ursachen genauer erkunden, bevor eine Beurteilung erfolgt. Man sollte mit zu pauschalen Aussagen vorsichtig sein, wie "Die Grünen" oder "Harverster = Monster"....
Wiedervernässungen sind oft erwünscht und dem Naturschutz nützlich, müssen aber natürlich planvoll und rechtmäßig erfolgen.
- Anstieg um 1,80m (!)Sören hat geschrieben:Aktion von den Grünen
M.E. sollte man erst einmal die Ursachen genauer erkunden, bevor eine Beurteilung erfolgt. Man sollte mit zu pauschalen Aussagen vorsichtig sein, wie "Die Grünen" oder "Harverster = Monster"....
Wiedervernässungen sind oft erwünscht und dem Naturschutz nützlich, müssen aber natürlich planvoll und rechtmäßig erfolgen.
Hallo zusammen,
Ich bin immer etwas vorsichtig, wenn ich nur die Darstellung einer Seite kenne. Nur ein Gedanken: Das Moor wurde anscheinend früher entwässert. Vielleicht unberechtigt? Wer hat die Renaturierung genehmigt, mit welcher Begründung? Moore sind grundsätzlich schützenswert. Sie sind unter anderem ein guter CO2-Speicher. Man müsste den Fall einfach besser kennen, um sich eine vernünftige Meinung dazu bilden zu können.
Die eigentliche Frage nach den Überlebenschancen dauerhaft überfluteter Bäume wurde ja schon beantwortet.
Gruss
Kurt
Ich bin immer etwas vorsichtig, wenn ich nur die Darstellung einer Seite kenne. Nur ein Gedanken: Das Moor wurde anscheinend früher entwässert. Vielleicht unberechtigt? Wer hat die Renaturierung genehmigt, mit welcher Begründung? Moore sind grundsätzlich schützenswert. Sie sind unter anderem ein guter CO2-Speicher. Man müsste den Fall einfach besser kennen, um sich eine vernünftige Meinung dazu bilden zu können.
Die eigentliche Frage nach den Überlebenschancen dauerhaft überfluteter Bäume wurde ja schon beantwortet.
Gruss
Kurt
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Cryptomeria
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- Registriert: 25 Mai 2006, 21:45
- Wohnort: Fraulund/ 24405 Rügge
Ich stimme Kurt zu.
Natürlich ist es fatal, hat man da gerade seinen Wald.
Aber für die Umwelt gesehen ist eine Zurückführung in eine Überflutungsfläche ganz wichtig, sind doch in den letzten Jahrhunderten fast alle Moore und Sümpfe trocken gelegt worden. Es gibt - verglichen mit der Ursprungsfläche - nur noch Relikte.
Im Übrigen ist Sonnentau eine äußerst seltene Moor/Sumpfpflanze. Sie wird sich ausbreiten, nicht verschwinden.
Es ist sogar denkbar, dass wegen dieser Sonnentaupopulation, verbunden mit einigen anderen typischen Moorbewohnern, dieser Überflutung erst zugestimmt wurde. Kiefern haben dort nichts verloren.
Ich wäre stolz, hätte ich auf meinem Gelände eine Sonnentaupopulation oder könnte ihn ansiedeln. Ich würde dann evtl. Bäume der Bruchlandschaft nachpflanzen.
Für mich wäre das ein attraktives Projekt.
VG Wolfgang
Natürlich ist es fatal, hat man da gerade seinen Wald.
Aber für die Umwelt gesehen ist eine Zurückführung in eine Überflutungsfläche ganz wichtig, sind doch in den letzten Jahrhunderten fast alle Moore und Sümpfe trocken gelegt worden. Es gibt - verglichen mit der Ursprungsfläche - nur noch Relikte.
Im Übrigen ist Sonnentau eine äußerst seltene Moor/Sumpfpflanze. Sie wird sich ausbreiten, nicht verschwinden.
Es ist sogar denkbar, dass wegen dieser Sonnentaupopulation, verbunden mit einigen anderen typischen Moorbewohnern, dieser Überflutung erst zugestimmt wurde. Kiefern haben dort nichts verloren.
Ich wäre stolz, hätte ich auf meinem Gelände eine Sonnentaupopulation oder könnte ihn ansiedeln. Ich würde dann evtl. Bäume der Bruchlandschaft nachpflanzen.
Für mich wäre das ein attraktives Projekt.
VG Wolfgang
Wer Bäume pflanzt und weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.
Hallo,
ich kann natürlich nicht nachprüfen, was dort geschehen ist. Wenn es aber stimmt, dass hier einige "Aktivisten" eigenmächtig und ohne behördliche Zustimmung gehandelt haben, kann ich das nicht gut heißen. Sicher sind Moore erhaltenswert und wenn es dort mal eines gab, das man regenerieren kann, ist das sicher eine Überlegung wert. Aber darüber muss vorher eine Einigung erfolgen und evtl. auch Schadenersatz geleistet werden. Auch sollten Fachleute versuchen, die gesamten Auswirkungen einer solchen Maßnahme zu beurteilen. Wie oft hatten "gut gemeinte" Eingriffe in die Natur mehr geschadet als genützt.
Und da hier auch landwirtschaftliche Flächen und ein Campingplatz überflutet werden, kann ich mir nicht vorstellen, dass diese Maßnahme von Fachleuten durchgeführt und von der Behörde offiziell genehmigt wurde. Das zeigt ja schon die Reaktion, dass man offenbar von nichts weiß und vom Schreibtisch aus einen steigenden Grundwasserspiegel vermutet.
Wenn alles regulär abgelaufen wäre, hätte der Waldbesitzer z.B. rechtzeitig Holz schlagen können, um den Verlust in Grenzen zu halten. Es ist ja leicht, die Regenerierung eines Moores zu befürworten, wenn man nicht selbst betroffen ist. Man sollte sich aber mal in die Lage des Campingplatzbetreibers versetzen, dessen Gelände plötzlich dauerhaft überflutet wird und der nun in seiner Existenz bedroht ist.
Möglicherweise war hier der "Zauberlehrling" am Werk und die Sache ist laienhaft betrieben worden. Um ein Moor wieder herzustellen, muss man ja nicht gerade die ganze Region überfluten. Es wäre also notwendig, den Wasserzufluss kontrolliert zu regeln.
ich kann natürlich nicht nachprüfen, was dort geschehen ist. Wenn es aber stimmt, dass hier einige "Aktivisten" eigenmächtig und ohne behördliche Zustimmung gehandelt haben, kann ich das nicht gut heißen. Sicher sind Moore erhaltenswert und wenn es dort mal eines gab, das man regenerieren kann, ist das sicher eine Überlegung wert. Aber darüber muss vorher eine Einigung erfolgen und evtl. auch Schadenersatz geleistet werden. Auch sollten Fachleute versuchen, die gesamten Auswirkungen einer solchen Maßnahme zu beurteilen. Wie oft hatten "gut gemeinte" Eingriffe in die Natur mehr geschadet als genützt.
Und da hier auch landwirtschaftliche Flächen und ein Campingplatz überflutet werden, kann ich mir nicht vorstellen, dass diese Maßnahme von Fachleuten durchgeführt und von der Behörde offiziell genehmigt wurde. Das zeigt ja schon die Reaktion, dass man offenbar von nichts weiß und vom Schreibtisch aus einen steigenden Grundwasserspiegel vermutet.
Wenn alles regulär abgelaufen wäre, hätte der Waldbesitzer z.B. rechtzeitig Holz schlagen können, um den Verlust in Grenzen zu halten. Es ist ja leicht, die Regenerierung eines Moores zu befürworten, wenn man nicht selbst betroffen ist. Man sollte sich aber mal in die Lage des Campingplatzbetreibers versetzen, dessen Gelände plötzlich dauerhaft überflutet wird und der nun in seiner Existenz bedroht ist.
Möglicherweise war hier der "Zauberlehrling" am Werk und die Sache ist laienhaft betrieben worden. Um ein Moor wieder herzustellen, muss man ja nicht gerade die ganze Region überfluten. Es wäre also notwendig, den Wasserzufluss kontrolliert zu regeln.
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Cryptomeria
- Beiträge: 9539
- Registriert: 25 Mai 2006, 21:45
- Wohnort: Fraulund/ 24405 Rügge
Hallo Sören,
Eure Gegend war bis vor 15 Jahren durch intensiven Braunkohleabbau gekennzeichnet. Wegen der Tagebaue wurde das Grundwasser massiv abgesenkt. Mir ist das sehr genau aus Senftenberg (Der Name dieser Stadt rührt von der früheren Bezeichnung "Sumpfburg" her) bekannt. Wegen der Kohle wurde jahrzehntelang das Grundwasser niedrig gehalten. Die Stadt steht heute noch auf trockenem Sand. Der Sumpf geriet über die Generationen in Vergessenheit, es wurden Wohnsiedlungen und Gewerbegebiete geplant.
Oops, nun hat die LAUBAG die Pumpen abgestellt, das Wasser kommt wieder... Da wurden Millionen in den Sumpf gebaut... In Sörens Gegend trifft es wahrscheinlich "nur" den Campingplatz und die inzwischen angesiedelten Wälder.
Euer See kam über die Jahrzehnte ohne Abfluss aus, weil das Wasser bedingt durch künstlich niedrig gehaltenes Grundwasser versickern konnte. Das scheint nun vorbei zu sein.
Grüße!
eine solche Konstellation ist in unseren Breiten nicht auf natürliche Weise möglich, da auch in der Lausitz mehr Niederschläge fallen, als Wasser verdunstet.Sören hat geschrieben:Also bekannt ist mir, das hier in der Nähe durch ein Aktion von den Grünen zwei Fließe angestaut werden, um alte Moore wiederzubeleben. Der See hatte früher einen Zufluß, aber keinen Abfluß.
Von der Ferne würde ich ebenso auf dieses Phänomen tippen.Sören hat geschrieben:Die Wasserbehörde tut so, als wüsste sie von nicht´s und schiebt alles auf steigendes Grundwasser.
Eure Gegend war bis vor 15 Jahren durch intensiven Braunkohleabbau gekennzeichnet. Wegen der Tagebaue wurde das Grundwasser massiv abgesenkt. Mir ist das sehr genau aus Senftenberg (Der Name dieser Stadt rührt von der früheren Bezeichnung "Sumpfburg" her) bekannt. Wegen der Kohle wurde jahrzehntelang das Grundwasser niedrig gehalten. Die Stadt steht heute noch auf trockenem Sand. Der Sumpf geriet über die Generationen in Vergessenheit, es wurden Wohnsiedlungen und Gewerbegebiete geplant.
Oops, nun hat die LAUBAG die Pumpen abgestellt, das Wasser kommt wieder... Da wurden Millionen in den Sumpf gebaut... In Sörens Gegend trifft es wahrscheinlich "nur" den Campingplatz und die inzwischen angesiedelten Wälder.
Euer See kam über die Jahrzehnte ohne Abfluss aus, weil das Wasser bedingt durch künstlich niedrig gehaltenes Grundwasser versickern konnte. Das scheint nun vorbei zu sein.
Diese Pflanze musste wahrscheinlich im Laufe der Jahrzehnte von den Originalstandorten in tiefer gelegene Habitate umziehen, weil auf der ursprünglichen Heimat heute deine Kiefern und Birken wachsen. Fraglich ist, ob diese Pflanze in ausreichender Geschwindigkeit (nur wenige Jahre) in der Lage ist, den etwas höher gelegenen Lebensraum wieder zu finden und zu besiedeln.Sören hat geschrieben:Auch gab es hier eine seltene fleischfressende Pflanze namens Sonnentau, die jetzt wohl das Zeitliche gesegnet hat.
Ja, die Aktion nennt sich Renaturierung der Bergbaulandschaft. Und von meinen Reisen in diese Gegend weiß ich, dass die LAUBAG diese Maßnahmen an die große Glocke hängt und sich dafür kräftig auf die Schulter klopft.Sören hat geschrieben:Meiner Meinung nach wieder mal eine ganz tolle Aktion von Menschenhand gemacht, wo es jetzt keiner mehr gewesen sein will.
Grüße!
Hallo Biloba,
ich will sicher nicht bestreiten das der Grundwasserspiegel durch das Aussetzen des Tagebau wieder allmählich ansteigt, doch warum dann nicht schon seit 15 Jahren sondern erst spontan seit Ende 2010? Und warum dann eigentlich nur dieser See, und nicht alle anderen See´n in der Umgebung auch? Und warum in so kurzer Zeit um 1,80m? Kann mir schwer vorstellen, das sich die Natur gerade diesen einen See ausgesucht hat. Übrigens ist es eine Tatsache mit dem Anstauen der Fließe, keine Vermutung. Auf jeden Fall weiß ich ja jetzt, das Bäume im Wasser nicht überleben und ich noch ein paar hundert Bäume fällen muss in den mir verbleibenden Frosttagen, um den Schaden gering zu halten. Und bei jedem Baum tut es mir in der Seele weh. Nur um ganz sicher zu sein, das die Bäume keine Überlebenschance haben, hab ich eigentlich nachgefragt. So muß jetzt wieder raus weitermachen.
Gruß Sören
ich will sicher nicht bestreiten das der Grundwasserspiegel durch das Aussetzen des Tagebau wieder allmählich ansteigt, doch warum dann nicht schon seit 15 Jahren sondern erst spontan seit Ende 2010? Und warum dann eigentlich nur dieser See, und nicht alle anderen See´n in der Umgebung auch? Und warum in so kurzer Zeit um 1,80m? Kann mir schwer vorstellen, das sich die Natur gerade diesen einen See ausgesucht hat. Übrigens ist es eine Tatsache mit dem Anstauen der Fließe, keine Vermutung. Auf jeden Fall weiß ich ja jetzt, das Bäume im Wasser nicht überleben und ich noch ein paar hundert Bäume fällen muss in den mir verbleibenden Frosttagen, um den Schaden gering zu halten. Und bei jedem Baum tut es mir in der Seele weh. Nur um ganz sicher zu sein, das die Bäume keine Überlebenschance haben, hab ich eigentlich nachgefragt. So muß jetzt wieder raus weitermachen.
Gruß Sören
Hallo Sören,
Sollte sich der Grundwasserspiegel vor einigen Jahren bereits von 12m auf 10 unter der Erde angehoben haben, ist es nicht auszuschließen, dass dieser Anstieg deiner Aufmerksamkeit entgangen ist. Auch das Sickerverhalten im See dürfte dadurch nicht beeinflusst worden sein.
Im Folgejahr stieg das Wasser auf 8m, eventuell hast du das auch nicht bemerkt?
Erst, als das Grundwasser die Versickerung im See beeinflusst hat, wurdest du darauf aufmerksam, dass das Wasser spontan ansteigt.
Für alle anderen Fragen, die du hier gestellt hattest, ist sogar meine Glaskugel überfragt. Hier kann ich dich nur an die lokalen Verantwortlichen verweisen, auch wenn sich diese aus verständlichen Gründen in mancher Beziehung lieber in Zurückhaltung üben wollen.
Grüße!
dafür kann ich noch einmal die Glaskugel reiben.Sören hat geschrieben:ich will sicher nicht bestreiten das der Grundwasserspiegel durch das Aussetzen des Tagebau wieder allmählich ansteigt, doch warum dann nicht schon seit 15 Jahren sondern erst spontan seit Ende 2010?
Sollte sich der Grundwasserspiegel vor einigen Jahren bereits von 12m auf 10 unter der Erde angehoben haben, ist es nicht auszuschließen, dass dieser Anstieg deiner Aufmerksamkeit entgangen ist. Auch das Sickerverhalten im See dürfte dadurch nicht beeinflusst worden sein.
Im Folgejahr stieg das Wasser auf 8m, eventuell hast du das auch nicht bemerkt?
Erst, als das Grundwasser die Versickerung im See beeinflusst hat, wurdest du darauf aufmerksam, dass das Wasser spontan ansteigt.
Für alle anderen Fragen, die du hier gestellt hattest, ist sogar meine Glaskugel überfragt. Hier kann ich dich nur an die lokalen Verantwortlichen verweisen, auch wenn sich diese aus verständlichen Gründen in mancher Beziehung lieber in Zurückhaltung üben wollen.
Grüße!