Cupressaceae aus Cuba 2 ---> Platycladus orientalis

Ihr habt einen Nadelbaum/ Strauch ausserhalb Europa, z.B. Afrika, Asien gesehen, und möchtet ihn bestimmen, dann könnt ihr hier fragen.

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Cupressaceae aus Cuba 2 ---> Platycladus orientalis

Beitrag von menkontre » 22 Dez 2011, 15:43

Hallo zusammen, und hier noch was Nadeliges aus Habanas Straßenbild. Dieses Gehölz war gelegentlich in Vorgärten oder am Straßenrand gepflanzt zu sehen. Auch hier wieder leider nur Nadeln ohne Füchte/Zapfen. Gruß, Anke
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Cryptomeria
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Beitrag von Cryptomeria » 22 Dez 2011, 19:03

Hallo Anke,

schwer zu sagen: Chamaecyparis oder Platycladus orientalis

Habe letztens einen Zustandsbericht von euch bekommen und sehe , dass ihr doch immer wieder ein gewaltiges Stück weiterkommt. Das freut mich.

Wenn die Pflanze in den Vorgärten zu finden ist, wird man sie kaufen können, d.h. irgendwo könnte es eine Baumschule geben und diese weiß sicher , wie die Pflanze heißt. Als Idee!

Schöne Weihnachten und viele Grüße

Wolfgang
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Beitrag von Kiefernspezi » 23 Dez 2011, 12:53

Hallo,

ich denke an eine Scheinzypresse. Die scheint es weltweit zu geben. Erstaunlicherweise habe ich sie in Kalifornien und Nevada nicht so oft in den Vorgärten bemerkt.

Viele Grüße

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Beitrag von LCV » 23 Dez 2011, 13:02

Ist ja auch Geschmackssache. Mir kommen derartige Gehölze nicht uin den Garten. Mich würde da schon eher Pinus cubensis interessieren (nicht für den Garten, sondern prinzipiell).

Gruß Frank

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Beitrag von Kiefernspezi » 23 Dez 2011, 13:48

Da sind wir uns einig.
Pinus cubensis ist - wenn ich mich recht erinnere - sehr nahe verwandt mit Pinus occidentalis. Von einigen Taxonomen wird es für eine Varietät dieser Art gehalten, von den überwiegenden für eine eigenständige Art - was aber nicht viel bedeutet, da die meisten Taxonomen, die sich damit beschäftigen, nie die Bestände an den Naturstandorten jemals gesehen haben.
Es können innerhalb einer Art große Unterschiede auftreten. Man vergleiche zum Beispiel Pinus nigra subsp. laricio mit subsp. salzmannii.

Viele Grüße

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Beitrag von menkontre » 23 Dez 2011, 15:17

Hallo Wolfgang, André und Frank, ganz vielen Dank für Eure Ideen bzw. Eingrenzungen. Leider kann ich mit Pinus cubensis nicht dienen. Ich konnte auch kaum raus und mußte mir mühsam kurze Vorstadtspaziergänge erkämpfen. Meine einzige cubanische Kiefer hat André schon als P. caribea eingeordnet. Auch mit dem Blumenladen wird es wohl nichts, denn ich komme da nicht mehr hin. Das funktioniert in Cuba auch etwas anders: Läden gab es kaum. Dafür wurde ich beim Betrachten der Vorgärten immer wieder gefragt, ob ich nicht Setzlinge kaufen wolle. Manchmal wurden mir dann Trivialnamen angeboten, die aber meist nur die Gattung, nicht aber die Art identifizierten. Trotzdem, sehr nette Leute, man kommt mit jedem ins Gespräch. Dir, Wolfgang, vielen Dank für die Grüße und für die Rückkopplung. Ja, auch wenn es unendlich viel Arbeit macht, es passiert einiges bei uns, in der letzten Zeit war ich viel mit Landwirtschaft beschäftigt. Auch Bäume Pflanzen ist bei uns ein ganz wesentliches Thema. Wenn nur nicht immer wieder die Cholera dazwischenfunken würde. Viele Grüße, Anke
Zuletzt geändert von menkontre am 23 Dez 2011, 21:32, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Kiefernspezi » 23 Dez 2011, 16:32

Hallo,

sind eigentlich die Samen gekeimt, die ich Dir zugeschickt hatte (die Dicken)?

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Beitrag von menkontre » 23 Dez 2011, 21:44

Ich hatte sie geteilt, die Hälfte habe ich in D behalten, die andere Hälfte ist in Haiti in unsere Baumschule gekommen, die ich ja nicht ständig in Beobachtung habe, leider sind mir beim nächsten Besuch keine Kiefern darin aufgefallen, aber ich kann nicht ausschließen, daß sie irgendwo ausgepflanzt wurden. Ich erkundige mich im Januar, ob irgendein Sämling Nadeln entwickelt hatte.
Auch Wolfang hatte mir ja schöne Cryptomeria-Samen gegeben, aber in den Wirren des Erdbebens mußte ich sie einfach mit entsprechenden Anweisungen den Mitarbeitern überlassen. Ich habe dann nie was adäquates in der Baumschule beobachtet. An Etiketten können sich meine Leute leider nur schwer gewöhnen.
Schade. Ich hätte eben etwas mehr Zeit haben müssen. Man könnte bei uns so viele interessante Bäume pflanzen. Gruß, Anke

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Beitrag von Kiefernspezi » 23 Dez 2011, 22:19

Hallo,

ich hoffe doch, dass sich die allgemeine Lage in Haiti in spätestens 2 Jahren zumindest auf das "normal beschissene Maß" eingependelt hat. Dann sehe ich zu, persönlich vorbeizukommen und vielleicht kann man ein kleines Baumprojekt starten. Als Nahrungsergänzung waren Piniensamen und Wacholderbeeren zum Beispiel für die Indianer von ungeheurer Bedeutung.
Der Vorteil liegt unter anderem in der ganzjährigen Verfügbarkeit ohne Notwendigkeit einer Einlagerung - anders als bei den Obst- und Gemüsepflanzen.

Viele Grüße

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Beitrag von Cryptomeria » 25 Dez 2011, 18:19

Hallo Anke,

Crypto-Samen sind so klein und leicht. Wenn du nochmal etwas probieren willst, lass es mich wissen. Auch von diesem Jahre habe ich noch jede Menge zum Verschicken, obwohl schon einige 500 g-Päckchen weggingen.

Viele Grüße

Wolfgang
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Beitrag von menkontre » 26 Dez 2011, 18:21

Hallo Wolfgang, ja, wäre toll, ich hoffe für dieses Jahr intensiv, daß öfters Agrarfachleute aus Deutschland mitgehen, die die Samen vielleicht besser behandeln, als unsere Kinder und Landarbeiter. Im Januar werde ich wieder jemanden dabei haben. Viele Grüße, Anke

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Beitrag von Kiefernspezi » 31 Dez 2011, 01:14

Hallo,

auch die kanarische Kiefer sollte für das Klima geeignet sein. Die Nadeln der Kiefer sind lang und weich, weshalb sie als Spreu verwendet werden.
Das ist gut, wenn man z.b. Ziegen hält.
Habt ihr eigentlich Tiere in Eurem Hilfsprojekt-Dorf?

Viele Grüße

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Beitrag von menkontre » 31 Dez 2011, 10:02

Hallo André, wir haben Ziegen, Schafe, Kühe, Hühner, Perlhühner, Kaninchen, Ratten, Kakalaken, Skorpione, Taranteln, Frösche, Kolibris. Unsere Tauben haben sich über dem Gästezimmer einquartiert, damit die Besucher aus Deutschland nicht zu lange schlafen. Eines unserer Schweine hat uns zu Weihnachten 6 gesunde Ferkel beschert, und meine Hunde stürmen jedesmal unser Büro, wenn meine Stimme via Skype aus dem Laptop kommt. Du siehst, wir beschäftigen uns nicht nur mit Pflanzen. Richtig Ställe mit Einstreu haben wir kaum. Die Hühner haben sich auch schon mal eine Ecke unter meinem Bett zum Eierlegen ausgesucht während die Ratten ganz unverschämt die zernagten Seiten meiner Bücher als Einstreu benutzen. Wenn mal ein ganz dicker Zyklon kommt, bringen wir die Tiere provisorisch in den Klassenzimmern unter. Guten Rutsch! Anke
Zuletzt geändert von menkontre am 02 Jan 2012, 21:55, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Kiefernspezi » 31 Dez 2011, 15:01

Hallo,

klingt ja fast wie ein kleiner Tierpark. Auch einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Viele Grüße

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