Frage zur Baum-Hasel (Corylus colurna)

Hier findet ihr Platz für sonstige Themen

Moderatoren: LCV, stefan, tormi

Antworten
Franklin
Beiträge: 1
Registriert: 19 Okt 2011, 08:03

Frage zur Baum-Hasel (Corylus colurna)

Beitrag von Franklin »

Hallo,

ich weiß nicht ob mir hier vielleicht jemand helfen kann. Aber ich versuche einfach mal mein Problem zu erklären.

Wir haben im Garten einen Hasel-Baum (Corylus colurna) stehen. Dieser Baum steht aber direkt vor unserer Wohnzimmer-Terasse und nimmt uns im Wohnzimmer das ganze Licht weg, so dass wir selbst tagsüber immer Licht im Wohnzimmer an haben müssen.

In der Baumschutzordnung der Stadt steht drin, dass Obstbäume nicht zu den geschützten Bäumen gehören und damit einfach so gefällt werden dürfen. Im Internet kann man an vielen Stellen finden, dass es sich bei dem genannten Baum um einen Obstbaum handelt. Die Stadt ist aber anderer Meinung und verbietet uns, den Baum zu fällen.

Kann mir hier jemand sagen, ob es sich bei dem genannten Hasel-Baum (Corylus colurna) um einen Obstbaum handelt oder mir eine Stelle nennen, an der man sowas in Erfahrung bringen kann?

Vielen Dank im Voraus.

MfG
Frank Welskop

Benutzeravatar
LCV
Beiträge: 9476
Registriert: 03 Dez 2007, 14:46
Wohnort: 79379 Müllheim
Kontaktdaten:

Beitrag von LCV »

Hallo,

jeder Baum hat Früchte, ob essbar oder nicht. Unter Obst versteht man aber normalerweise Äpfel, Birnen, Quitten, Kirschen, Pflaumen etc. Ich habe noch nicht gehört, dass Nussbäume (ob nun Hasel- oder Walnuss) als Obstbäume bezeichnet werden.

Obwohl wir natürlich gern jeden Baum erhalten wollen, gibt es immer mal vernünftige Gründe, einen Baum zu fällen. Den Fehler beging ja derjenige, der den Baum am falschen Ort gepflanzt hatte. Möglicherweise muss man einen Anwalt mit der Sache betrauen, falls die Stadt nicht einlenkt.

Zuerst würde ich die örtliche Baumschutzsatzung lesen. Vielleicht ist der Baum vom Stammumfang ja noch unter der Grenze. Als nächsten Schritt würde ich anführen, dass das Verbleiben des Baumes allen Forderungen nach Energieeinsparung widerspricht, wenn man auch tagsüber Licht brennen muss. Damit die Stadtverwaltung zufrieden ist, würde ich eine Ersatzpflanzung an einem geeigneteren Standort anbieten. Für das direkte Verpflanzen ist der Baum wohl schon zu groß?

Man könnte auch einen ortsansässigen Baumpflegebetrieb um Rat fragen. Dieser ist sicher an einem Auftrag interessiert und wird wohl Argumente kennen. Steht der Baum in einer ungünstigen Windrichtung, könnte man auch anführen, dass er bei Sturm ins Haus krachen könnte. Die Städte selbst fällen auf öffentlichem Grund sehr oft Bäume nach an den Haaren herbeigezogenen Kriterien.

Wie gesagt, wir freuen uns über jeden Baum, der nicht gefällt werden muss, aber man sollte nicht gerade darunter leiden müssen. Vielleicht kannst Du mal den Stammumfang auf Brusthöhe messen (bzw. dort, wo lt. Satzung gemessen werden soll). Dazu den Abstand zum Haus. Könnten die Wurzeln sogar das Fundament angreifen? Und ein Foto wäre nicht schlecht, um sich ein Bild zu machen.

Gibt es Eure Satzung im Internet? Link?

Gruß Frank

Antworten