Sorbus torminalis Krankheit

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olber
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Sorbus torminalis Krankheit

Beitrag von olber »

Hallo Forum,
anbei ein Foto von einer vor zwei Jahren gepflanzten Elsbeere. Im letzten Jahr waren keine Krankheitssymtome zu erkennen. In diesem Jahr vergilben ein Teil der Blätter und sterben ab.
Hat jemand eine Ahnung was die Ursache sein könnte. An Stamm und Ästen sind keine Schäden zu erkennen. Blattläuse, Spinnmilben oder ähnliches habe ich auch nicht festgestellt.

Danke im Voraus Gerold
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bee
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Beitrag von bee »

Hallo,
ich habe zwar selbst keine direkte Gartenerfahrung - aber bei den derzeitigen Witterungsverhältnissen könnte man auch bei Sorbus torminalis Trockenheitsprobleme vermuten (obwohl es da heißt: hitzeverträglich, trockenheitsresistent etc.)

Ich kenne einige S. t. in einem trockenen Wald (komme ich aber auch nicht ständig vorbei) die sahen vor kurzem noch ganz unbeeindruckt aus (ältere Bäume)

In einer Anlage jedoch (frei, windig und sonnig) stand ein sehr "verrupftes" Bäumchen, angeblich schon in den 90er-Jahren gepflanzt, immer noch sehr klein, das hatte auch so braune Blätter.
Viele Grüße von bee

Cryptomeria
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Beitrag von Cryptomeria »

Ich tippe auch auf Trockenschäden.

VG Wolfgang
Wer Bäume pflanzt und weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.

Mahaleb
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Beitrag von Mahaleb »

Hab Ihr mal an Ozon bei den Blättern gedacht :?:
Wäre meines Erachtens eine typische Reaktion, das Absterben eines Triebs würde ich eher als Trockenstress betrachten

Gruß, Bernd

Cryptomeria
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Beitrag von Cryptomeria »

Bei Topfpflanzen, die sehr trocken stehen, rollen sich auch die Blätter oder hängen herab und verfärben sich. Hier sieht man es noch schneller als im Freiland. Aber ich bin kein Experte, ich vermute.

Viele Grüße

Wolfgang
Wer Bäume pflanzt und weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.

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stefan
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Beitrag von stefan »

Hallo Baumfreunde,
bei Trockenstreß erwarte ich eingerollte Blätter, welkende Blätter, insbesondere bei den zarten, jüngsten; hängende Triebspitzen ...
Trockenheit leuchtet mir nicht ein.
Mir fällt auf, daß einzelne Blätter betroffen sind, andere völlig intakt;
die Verfärbung ist flächig und oft durch Blattadern begrenzt.
Sowas erinnert mich an Minenfraß (Beispiel von Zuckerrüben: http://www.frankenrueben.de/images/resi ... 40f65e.jpg, Kastanienminiermotte: http://www.poppens.de/fileadmin/files/s ... rmotte.jpg), ich weiß nicht ob's sowas bei Sorbus gibt

@Gerold: kannst Du uns betroffene Blätter einzeln, groß zeigen?
Gruß, Stefan
Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen in den Garten
(Rabindranath Tagore)


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olber
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Beitrag von olber »

Hallo Forum,
danke für die verschiedenen Antworten.
Ich denke jedoch, dass Trockenheit ausfällt weil die Bäume insgesamt (die befallenenen Bäume und auch die Nachbarbäume) keine Trockenheitssymthome zeigen. Mit Ozonschäden kenne ich mich gar nicht aus, würde aber vermuten, dass dann auch der ganze Baum betroffen ist.
Ich habe mir Heute noch mal die Bäume angesehen und zwei Fotos von den Blättern gemacht. Da heute starker Wind war sind ein Großteil der vergilten und trockenen Blätter abgefallen. Im Ergebnis gab es zwar ein paar kahle Triebe, die Bäume insgesamt sahen jedoch gesund aus.

Eigentlich tippe ich auf einen Virus.
Gruß Gerold
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Mahaleb
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Beitrag von Mahaleb »

Hallo,
einen Virus kanst du ausschließen, das sieht grundsätzlich anders aus.
Jungbäume sind sehr anffällig für Ozonschäden, der Wetterdienst kann Dir Auskunft über die Ozonmengen der letzten Wochen geben. Nicht umsonst sieht man bei den progfessionellen Leistungen in den ersten drei Jahren Wässerungsgänge vor, die in ihrem Umfang in Abhängigkeit zur Witterungslage stehen.
Ich denke es ist eine Kombination aus Tockenstress, Ozon und evtl. auch etwas Frost.

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