lauter nadelige Unbekannte ---> Taxus & Chamaecyparis & Juniperus & ...

Ihr habt einen Nadelbaum/ Strauch (Konifere) in Deutschland oder Europa gesehen, könnt ihn aber nicht bestimmen? Fragt hier einfach danach.

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babayaga
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Beitrag von babayaga »

Hallo Wolfgang,

mit meinem Habitus? Jetzt werd ich aber neugierig *g*

Nee, mal im Ernst, leider hat der Wacholder irgendwie gar keinen Habitus mehr,
der wuchs im Unterholz von dem Baum, den es mir letzten Dez entwurzelt hat
und ist arg in Mitleidenschaft gezogen worden.
Ich kann das Ding schlecht im Ganzen fotografieren, komme da schlecht hin (steil, zugewachsen).
Das ist aber eher was kriechend/weit ausladendes oder?

Aber wenn du magst, probier ichs nochmal;-)
Auf die Farbe werde ich auf jeden Fall mal achten.

liebe Grüße, Nancy

Cryptomeria
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Beitrag von Cryptomeria »

Hallo Nancy


Erst mal ganz klar mit den Fotos Taxus und Pseudotsuga. Übrigens die vielen Mini-Eiben habe ich auch. Die Vögel verbreiten sie wie Wildkraut. Ich setze sie alle in kleine Töpfe und "verarbeite " sie wieder zu Hecken bzw. als Geschenk für Freunde.Das Alter fällt mir schwer zu bestimmen, die Kiefer vielleicht je nach Untergrund 8 bis 10 Jahre, die Fichten vielleicht 4 /5 Jahre????Plus/Minus.

Viele Grüße

Wolfgang

Cryptomeria
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Beitrag von Cryptomeria »

Hallo Nancy

zu deinem Habitus: Ich meinte, das eine Foto zeigt einen geraden Stamm und da dachte ich dein Wacholder wächst geradschäftig nach oben und das käme auf meinen genannten Wacholder hin. Wächst er wie ein großer Strauch, breitausladend, dann ist es sehr häufig Juniperus x media " Hetzii ".

Wenn ich von deinem Habitus sprach, habe ich also deinen sehr hübschen, geradschäftigen Stamm gemeint.

Viele Grüße

Wolfgang

babayaga
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Beitrag von babayaga »

;;;;-))))) schon klar;-) - war auch ein kleiner Joke.

Ich probiers nochmal am w/e mit einem bessren Pic,
bin ganztags draussen, wollen 2 Bäume ummachen und paar Köpfen usw,
ich hoffe das Wetter bleibt so, dann sind auch die Aufnahmen viel besser/freundlicher;-)

lg Nancy

Cryptomeria
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Beitrag von Cryptomeria »

Es soll so bleiben bis Sonntag.

Viel Spaß und aufpassen beim Köpfen in schwindelnder Höhe. Mir flog beim letzten Mal mit Motorsäge die Bandscheibe raus.

Viel Glück

Wolfgang

Andreas75
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Beitrag von Andreas75 »

Hallo!

Die rechte Jungfichte ist ne Stechfichte (könnte die linke glatt auch sein)... Die sind echt selten aus Selbstaussaat, habe hier selbst erst eine einzige entdeckt, ebenso erst einen einzigen Schwarzkiefernsämling, und dies, obwohl fruchtende Altbäume reichlich stehen.

Grüße, Andreas

babayaga
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Beitrag von babayaga »

@Wolfgang, danke - wird schon schiefgehen, respektive falschfallen;-)

@Andreas,
Stechfichte hab ich noch nie gehört den Begriff,
aber da wo das Foto entstanden ist, gehts dann richtig steil runter.
An diesem Abhang standen früher ( bis vor ca. 5-7Jahren) ne Menge Fichten,
alle in einer Reihe, vielleicht so um die 15 Stück.
Die mussten alle dran glauben, da die sehr hoch und schmal wachsen,
und teilweise gefährlich wurden.
Meine Oma sagte immer 'serbische Fichten' dazu.
Kann das sein, dass serbische Fichte == Stechfichte ist?

Muss mal dazu anmerken, hier in der ehemaligen 'Zone' gab's auch nicht sonderlich viel Auswahl damals an 'Gehölzen' zu kaufen;-)
Von daher glaube ich eher an so Durchschnittsgewächse.

lg Nancy

babayaga
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Beitrag von babayaga »

Ich nochmal,

Andreas, das mit der Selbstaussaht wundert mich auch.
Wiegesagt, überall kleine Mini-Eiben, zwischen den kleinen getopften Trachys wimmelts von Birken in den Töpfen , und ein Haufen kleiner Eichen wächst in in & um Zufahrt.

Ich hab bald den Verdacht, dass da vieles dem Rasenmäher zum Opfer fällt ...,
andrerseits, wieso kommt immer nur das, was man eigentlich nicht will, da es mehr als genug davon gibt. Das was man möchte, kommt meist nicht, und wenns direkt unter der fruchtenden Mutter ist;-)

Die Natur geht wohl mitunter eigenwillige Wege;-)

Gute Nacht,
Nancy

Andreas75
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Beitrag von Andreas75 »

Hallo ^^!

Stechfichte wäre der korrekte deutsche Name für das, was man normalerweise als "Blautanne" kennt...

Fühle mal an den Kleinen, ob die Nadeln hart sind und stark stechen, oder eher weicher sind. Im ersteren Fall hast du, in Verbindung allseits gleich gefärbten, etwas rauen Nadeln eine "Blautanne" vor dir, im zweiten Fall, in Verbindung mit unterseits silbrigen, oberseits grünen Nadeln, eine Serbische Fichte...

Was da so keimt, sind halt heimische Gehölze, die an dem jeweiligen Standort dann aufkommen, wenn die Bedingungen für die jeweilige Art gut sind...
Mitteleuropa ist von Natur aus überwiegend Waldland, und da die Natur immer bemüht ist, ihre typische Form anzunehmen, keimt an allen Ecken und Enden, was dort jeweils hinpasst, um im Endeffekt wieder standorttypischen Wald zu schaffen ^^!

Grüße, Andreas

PS: Da die Eibe ja unter Naturschutz steht, möchte ich folgendes anregen...
Mähe die Eibensämlinge eventuell nicht um, oder reiße sie einfach raus, sondern entnehme sie mit einem kleinen Wurzelballen, und pflanze sie im Wald an einem ähnlichen Standort, wie an dem sie bei dir gekeimt sind, wieder aus, um so eine neue Population zu gründen...
Selten ist sie zwar nicht, weil häufig als Gartengehölz gepflanzt, doch ich meine, warum nicht was gutes tun, und wenn der Standort stimmt, eine neue Wildpopulation gründen ^^!

Cryptomeria
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Beitrag von Cryptomeria »

Hallo Nancy

Stechfichte syn. im Volksmund " Blautanne " ( Picea pungens ) kannst du mit der serbischen Fichte ( Picea omorika ) nicht verwechseln.
" Blautanne ", wie Andreas schon sagte stechende Nadeln, wächst breit, aufrecht, blaugrau, blaugrün oder blau, während omorika in der Regel ganz schmal, ein bisschen wie eine Rakete wächst und ganz grünnadlig ist. Ganz oben hängen die schmalen, ca. 5 cm langen Zapfen.
Also bei halbwegrs erwachsenen Pflanzen keine Verwechslung möglich.


Viele Grüße

Wolfgang

Cryptomeria
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Beitrag von Cryptomeria »

Ich hätte noch einmal eine Frage an Andreas:

du schreibst: Aufgrund der unterschiedlich langen Nadeln tippst du auf A. grandis. Das würde doch heißen, dass alle anderen , sagen wir einmal ähnlich aussehenden Tannenarten gleichlange Nadeln besitzen. Ich meine , die z.B. ähnliche A. alba oder A. nordmannia haben doch auch versch. lange Nadeln.

Viele Grüße

Wolfgang

Andreas75
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Beitrag von Andreas75 »

Hallo Wolfgang!

Zumindest die Nordmann kann ich gut ausschließen, da die ein viel gleichmäßigeres Nadelbild zeigt, und auch im Habitus anders ist!

Was die Weißtanne angeht, so muß ich zugeben, diese Art zu wenig zu kennen, um sie sicher ansprechen zu können, jedoch würde sie im Siedlungsbereich aufgrund ihrer Empfindlichkeit sicher etwas ins Hintertreffen geraten, vor allem bezüglich hier nicht ausbleibender höherer Schadstoff- Immissionen...

Die Riesentanne nenne ich vor allem wegen der eher "platten" Anordnung der Nadeln, sowie der sehr unregelmäßigen Länge und Anordnung der Nadeln am Trieb...
In Berlin bin ich bislang ausschließlich auf zwei Tannenarten gestossen, die sich durch Selbstaussaat bescheiden vermehren, das sind zum einen Abies concolor, und zum anderen eben Abies grandis...
Die Abies grandis- Sämlinge hatten durchweg diese flache und sehr verschieden lange Benadelung, weswegen ich die gesuchte Tanne als solche benenne ^^!

Grüße, Andreas

Cryptomeria
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Beitrag von Cryptomeria »

O.K. danke!

Wolfgang

babayaga
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Beitrag von babayaga »

'N Abend zusammen,

war gestern leicht 'geplättet', deswegen heute erst.
Erstmal ganz grob, war allesinallem ein arbeitsreicher Tag, aber ein sehr schöner.
Hätte mal nie gedacht, dass ich eine Kettensäge in der Hand halte oder kreissägen tue.
Hat was damit zu tun, dass ich davor einfach immer Angst hatte.
Gestern hab ich an einem Tag beides getan.

Kreissäge hatten wir am Freitag bekommen, meine Omi (76) wollte unbedingt eine.
Im Baumarkt schon war das sehr drollig, wie sie da über Schnitthöhen und Dreh-/Kraftstrom diskutierte;-)
Als ich das Ding dann gestern angeworfen hatte, war mir schon etwas mulmig,
aber nach 'ner halben Stunde gings. Nach 3 Stunden, als das Holz alle war hätte ich locker noch bissel gemacht.
Omi hatte aber dann doch zuviel Angst davor, ist gleich gut so, da bin ich mir wnigstens 100% sicher,
dass sie da nicht alleine dran geht;-)

Jedenfalls hatten wir 2 Bäume gefällt und 3 geköpft. Unter anderem einen alten Apfel.

Bild

Also Nadelbäume sind meiner Meinung nach 'schöner' zu fällen;-)

Jens, ein Bekannter der mal im Forst gearbeitet hat, hat mir mitgeholfen.
Hab noch niemals jemanden so schnell nen Baum zerlegen gesehen ... 10:00 uhr war Start, 12:00 ist Jens gegangen.
Okay, das Aufräumen dauerte dann noch etwas;-)
Er hat mir auch mal kurz so gezeigt, wie man mit einer Kettensäge umgeht und was die gefährlichen Stellen sind.
Hmm, so ein Dings wär schon nicht schlecht, unglaublich was da für ne Power drinsteckt, wenn man Vollgas gibt.

Hab mal kurz angemerkt, so ein Ding ist rattenscharf, evtl. eine zu kaufen.
Ihr hättet mal Omi hören sollen ... 'So ein Ding kaufste Dir nicht! Viel zu gefährlich blabla, etc pp ...
Naja, Hauptsache sie hat jetzt ihre Kreissäge, mit der ich sägen darf/soll *gg*

Wolfgang, nochmal wegen dem Wacholder, heir mal das Teil von etwas weiter weg,
imho schlecht zu sagen, ob das eher ein Busch ist, oder ein fast umgelegter Baum;-)

Bild

Last but not least, nochmal wegen der Abies ...
Hatte den Jens mal gefragt, er meinte eine 'grandis' sei das auf keinen Fall.
Er hat sie liebevoll als eine 'Peitschi' bezeichnet, also Peitschentanne.
Hab mal nach dem Begriff gegoogelt, ohne großartigen Erfolg.
Kennt ihr diese umgangssprachliche Bezeichnung?

Soo, ist jetzt glaube bissel viel geworden ... erstmal fini;-)

lg Nancy

Cryptomeria
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Beitrag von Cryptomeria »

Hallo Nancy

Ich arbeite auch viel mit der Motorsäge und habe großen Respekt. Man muss höllisch aufpassen und ganz genau überlegen, wie man den Keil sägt unf die Bäume fallen sollen . Und vor allem manche Hölzer sind sehr biegsam, andere krachen sofort ab. Also für mich auch sehr gefährlich. Es passieren in dem Bereich auch sehr viele Unfälle.
Also Vorsicht als Anfänger.

Peitschentanne will ich morgen nochmal nachschauen. Ich merke mir immer nur die lat. Namen, die sind meistens eindeutig. Deutsche Namen gibt es oft mehrere, verwirrende, da die Familienbezeichnung nicht stimmt usw.
Das einzige was mir heute dazu einfällt , ist das Ähnliche " veitchii". Das könnte auf Abies veitchii hindeuten.

Wir machen morgen weiter

Viele Grüße

Wolfgang

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