unbekannte Kiefer, Pinus Pinea und Araucaria araucana ---> Pinus mugo

Ihr habt einen Nadelbaum/ Strauch (Konifere) in Deutschland oder Europa gesehen, könnt ihn aber nicht bestimmen? Fragt hier einfach danach.

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babayaga
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unbekannte Kiefer, Pinus Pinea und Araucaria araucana ---> Pinus mugo

Beitrag von babayaga »

Hallo zusammen,

interessantes Forum!
Ja nun ... bin neu hier und habe gleich mal zwei Fragen;-)

Zum ersten würde mich interessieren, was das für eine kleine Kiefer ist?
Dasses eine Kiefer ist, hoffe ich doch mal;;-))) aber was für eine?
Und - wie groß kann die (noch) werden?

Bild

Zum Zweiten, ich wohne in Sachsen/Erzgeb., USDA so um die 7a/7b.
Da mir Pinus Pinea sehr gefallen, spiele ich mit den Geadnken, eine/zwei zu pflanzen. Weiss nur nicht, ob das etwas gewagt ist und ob ich überhaupt Chancen habe, sie hier großzubekommen.

Achja, nochwas - fällt vielleicht eher unter Exoten, Bekannte haben unweit einen Garten mit einer ca. 2 - 2,50 m hohen Araucaria araucana.
Kann man den Baum nochmal umpflanzen oder wäre das sein Todesurteil?

Ups, das waren jetzt schon 3 Fragen, hör besser erstmal auf für heute;-)

thx & lg Nancy

wolfachim_roland
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Pinus

Beitrag von wolfachim_roland »

Hallo, Nancy:

zur ersten Frage: mein Vorschlag: Berg-Kiefer (Pinus mugo) vergleiche mal mit:

http://www.baumkunde.de/baumdetails.php?baumID=0108

Gruß, Wolf
Wolf Roland

Cryptomeria
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Beitrag von Cryptomeria »

Hallo Nancy

Von Pinus mugho gibt es ganz viele Sorten, von ganz klein bleibend bis max. 4 bis 6 m hoch und ebenso breit. Nach dem Habitus deiner Pflanze zu urteilen würde ich zu letzterem tendieren.

Pinus pinea hängt natürlich stark vom Kleinklima ab. Aussaat und Keimung ist überhaupt kein Problem und wenn du viele Pflanzen hast würde ich 2/3 - jährige Sämlinge auspflanzen. Da viele Winter in Deutschland relativ mild ( mittlerweile ) sind. hast du gute Chancen. In den ersten Jahren noch etwas Winterschutz..... ( Ich habe in der Rheinebene vor 20 Jahren Pinien ausgepflanzt, die fruchten heute alle. Keine ging ein.). Allerdings dürfte Zone 7 die Grenze sein. Also einfach ein bisschen Mut. Viele auspflanzen, einige werden überleben.

Zu Araucaria: Ihr könnt problemlos verpflanzen, wenn ihr die Pflanze mit gutem Ballen aus dem Boden bekommt. Ich habe ähnlich große Exemplare auch erfolgreich verpflanzt. Aber: Oft, weiß man vorher nicht, schafft man es mit gutem Ballen. Und sie hat ordentlch Gewicht. Großes Loch ausheben, gut abstechen, das geht bei Sand/Lehm usw. recht gut. Dort wo sehr viele Steine oder die Pflanze auf Fels sitzt, ist es nahezu unmöglich einen kompletten Ballen herauszubekommen. Es hängt also von der Bodenbeschaffenheit ab. Solltet ihr euch zum Verpflanzen entschließen, gut wässern, mulchen, damit der Boden möglichst lange frostfrei bleibt und gegen die Wintersonne schützen.
Und noch ein Tipp: Ich pflanze lieber um, wenn der Boden trockener ist, dann hält der Ballen besser zusammen. Nach dem Regen bei nasser Erde bricht er leichter auseinander, außerdem ist er schwerer. Ich fixiere die Ballen entweder mit Ballentüchern, Decken, Sackleinen oder Draht, manchmal auch mit großen Bitumenbehältern, je nach Bedarf.

Viel Erfolg

Wolfgang

babayaga
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Beitrag von babayaga »

Hallo Wolf und Wolfgang;-)

vielen Dank für die Bestimmungshilfe der mugho erstmal,
uuups 4...6 m kann die werden? Hmm, soweit ich mich erinnere hat die mein Opa
da mal vor ca. 10 Jahren hingepflanzt, allerdings keine Ahnung wie alt die da war.
Naja gut, life is an adventure, ich lass mich mal überraschen;-)

Zu der Araucaria, au weia, an den Boden hab' ich gar nicht gedacht,
und das, obwohl ich am w/e einen 20m langen Graben für Thuja's (grrr, ich mag die 0815-Hecken nicht) ausgehoben habe.
Also der Boden ist arg mager und sehr steinig, tiefer kommen dann teils lehmige Schichten und irgendwann Fels.
Müssen wir nochmal gut überlegen, könnte in eine Schw**nearbeit ausarten, btw wurzeln die eher flach oder eher pfahlmässig?;-)

Wolfgang, wegen der Pinien, danke für die Ermutigung :-)
Tja, ich dachte ja, ich kaufe mir mal ein-zwei, aber ich seh' schon, so wird das nix werden.
Bei diesen bedingt winterharten Pflanzen spielt wohl eine gewisse Selektion eine Rolle, da nicht alle überleben werden.
Dazu braucht man aber halt mehrere Pflanzen.
Aus Samen ziehen scheint mir da bald das Naheliegendse und macht auch noch Spass finde ich.
Hab' mal gegoogelt, holla Piniensamen sind ja fast teurer als Trachysamen (Hanfpalme),
das billigste war 2.10 Eus/8 Samen. Da werde ich mir mal eine Kleinstmenge von 80 bestellen, hoffe nur die sind nicht zu alt.
Oder hast Du da evtl. noch nen heissen Tip?
Achja und last but not least, sind das Licht- oder Dunkelkeimer und welche Temp. brauchen die in etwa?

Abschliessend nochmal dickes Danke für eure Hilfe und ich zeig euch mal den kleinen Wald,
den mein Opa gepflanzt hat in dem Jahr, als ich geboren wurde.
Lässt sich nur schlecht fotografieren da drinnen, da viel zu duster, aber egal - just for fun;-)

Bild

lg, Nancy
--
[edit1] uups, sorry für das Erweitern des Breitenspektrums :roll:
[edit2] die Uhr hier geht scheinbar völlig nach dem Mond;-) [/edit]

babayaga
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Beitrag von babayaga »

Cryptomeria hat geschrieben: Ich habe in der Rheinebene vor 20 Jahren Pinien ausgepflanzt, die fruchten heute alle. Keine ging ein.
Warst du das etwa? :wink: :wink: :wink:

Bild

liebe Grüsse, Nancy

Cryptomeria
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Beitrag von Cryptomeria »

Hallo Nancy

tolles Foto von der Allee. Meine sehen genauso aus, allerdings ist diese Allee nicht von mit ( leider ). Du kannst natürlich dir 2 etwas größere Pinien kaufen und sie auspflanzen. Das geht natürlich viel schneller als das aussäen. Und es kann alles gut gehen und diese 2 überleben. Ich habe mir immer Pinienzapfen aus Spanien mitgebracht und deswegen hatte ich immer jede Menge.Übrigens in jedem größeren Obstladen gibt es auch Pinienzapfen, oft mit Kernen, denn die werden m.W. auch geröstet gegessen. Ich weiß allerdings nicht, ob diese billiger sind.
Dein Wald von deinem Großvater ist toll, allerdings kommt irgendwann der Zeitpunkt, dass man etwas wegnehmen muss, um anderes freizustellen, damit es besser wächst. Da muss man sich dann schweren Herzens entscheiden.
Die Araucarien machen oft mehrere Pfahlwurzeln, aber wie gesagt, es hängt alles vom Ausgraben ab. Ich würde ganz vorsichtig rund herumgraben und ausheben und wenn du merkst, es gibt keine Chance einen Ballen herauszubekommen, weil die Erde schon sehr früh bricht usw. , dann stehen lassen und eine andere Möglichkeit in Betracht ziehen.
Vielleicht sagst du mir einmal, warum ihr verpflanzen wollt und mir fällt noch etwas besseres ein.
Zu Pinus muhgo: Wenn sie dir zu groß wird, du kannst sie völlig problemlos schneiden, vorsichtig, damit sie ihre schöne Form behält, aber überhaupt kein Problem. Außerdem , wenn sie schon 10 Jahre sitzt, wächst sie bei dir recht langsam.

Erstmal so weit

Wolfgang

wolfachim_roland
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Beitrag von wolfachim_roland »

Nancy:

die Uhrzeit musst Du in Deinem Profil einstellen.
Wolf Roland

babayaga
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Beitrag von babayaga »

Guten Abend :-)

@Wolf: muchas gracias;-)

@Wolfgang:
Meine Bekannten verkaufen das Grundstück und ziehen weg, zu Ihren Kindern. Daher die Überlegung;-)
Aber ich weiss halt nicht, ob man das riskieren sollte, die Bodenverhältnisse sind arg ungünstig.

lg Nancy

Cryptomeria
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Beitrag von Cryptomeria »

Hallo Nancy

ich habe auch schon Garten mit sehr seltenem Baumbestand verkauft. Ich habe mitgenommen, was möglich ist. Kennt man sogar schon den Käufer und weiß, dass er die Pflanze schätzt, ist das noch o.k. Erkennt man, dass er sowieso keinen Wert auf so ein " Stachelding " legt, weil er nicht gut mähen kann ( habe ich selbst so erlebt ), dann würde ich, wenn es irgendwie geht, die Pflanze versuchen mitzunehmen. Wenn du billig an einen Minibagger kommst, vielleicht auch damit.

Auf jeden Fall viel Glück und ein gutes " Händchen " bei deiner Entscheidung. Du kennst ja sicher die Preise für etwas größere Araucarien, da lohnt schon der Versuch.

Viele Grüße

Wolfgang

babayaga
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Beitrag von babayaga »

Hallo Wolfgang,

nun denn, danke Dir für die Ermutigung.
Wenn wir das doch machen sollten muss das bald geschehen,
nur um diese Jahreszeit :roll:
Wenn dann erstmal in einen großen Kübel, oder?

lg Nancy

Cryptomeria
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Beitrag von Cryptomeria »

Ich habe mir zu diesem Zweck ganz große Bitumenbehälter gekauft ( Stück 1o/15 € , ich weiß nicht mehr ganz genau )Löcher unten rein, dann kannst du sie länger stehen lassen. Gut sind auch Drahtballen, das machen auch Baumschulen oder Gärtnereien mit großen Ballen. Die Pflanzen werden sogar dann mit den Drahtballen gepflanzt, der Draht verrostet irgendwann. Das Problem ist mit den Bitumenbehältern den Ballen einigermaßen wieder heil später da herauszubekommen, Ich habe sie auch schon vorsichtig aufgeschnitten und die Pflanze herausgezogen.
Auf jeden Fall gut planen, die Pflanze wird schwer. Ein paar kräftige Männer, ich hatte auch schon Helfer von einer Gärtnerei,wenn die Erfahrung haben und nicht zu teuer sind..... Aber vorher erkundigen.

Viele Grüße

Wolfgang
P.S. Ich sag noch mal, wenn man sowieso verkauft, hat man später nichts mehr davon, deswegen lohnt sich ein Versuch, wenn eine geringe Chance besteht, dass der Baum weiterwächst.

babayaga
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Beitrag von babayaga »

Solche Mörtelkübel hab ich hier noch zwei,
einer dient derzeit als Regenauffangbehälter, der andre man solls kaum glauben, da würde tatsächlich Mörtel drinnen gequirlt;-)

Okay, Tenor - Überwinterung und überhaupt 'Wagniss' - ist angekommen,
komm' mir langsam etwas doof vor, ob der vielen 'Dankes', auch in dem andren Thread ...

Deswegen sag ichs mal ganz schlicht,
ich glaube man kann sowas nicht einfach erlernen.
Da muss mehr hinterstecken als reiner Wissensdurst, ich nenn's mal Leidenschaft. Und die hast Du, faszinierend;-)

lg Nancy

Cryptomeria
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Beitrag von Cryptomeria »

Ja, du hast schon recht, das ist Leidenschaft, seit meiner Kindheit, übrigens auch mit Tieren. Ich habe schon im Zoo gearbeitet und bin noch als Ornithologe tätig, im Fledermausschutz, bei überfahrenen Schlangen mit der Bestimmung gefragt, ziehe fast jedes Frühjahr Jungvögel groß usw.

Das ist irgendein Gen, auch mein Gedächtnis in dem Bereich, dafür kann ich mir andere Dinge überhaupt nicht merken.


Grüße

Wolfgang

babayaga
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Beitrag von babayaga »

Oh, da hab ich gleich mal eine Frage, ich weiss nämlich nicht,
was ich mit dem Kollegen machen soll.
Heute Nachmittag kam meine Mutter kreischend aus dem Waschhaus heraus und rief nach mir.
Ich dachte es sei irgendweine Katastrophe und musste dann lachen, als ich den Kumpel da sah.
Keine Ahnung, wie der da rein gekommen ist, ich hab jedenfalls die Türe offengelassen, damit der Meister raushüpfen kann.
Aber der sitzt immer noch dort ..., tot ist der definitiv nicht,
hab nur auch nur einen Katerschnurz, deswegen weiss ich jetzt nicht, ob das mit der Türoffenlassen so ne gute Idee ist.

Bild
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lg Nancy

babayaga
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Beitrag von babayaga »

Da schreib ich und schreib ... war grade nochmal draussen,
jetzt ist das Froscherl weg, ich hoffe auf eigene Initiative;-)

Gute Nacht erstmal,
Nancy

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