"Rest"-Baum auf Waldlichtung am Habitus bestimmbar? ---> Quercus sp.

Ihr habt einen Laubbaum/ Strauch in Deutschland oder Europa gesehen, könnt ihn aber nicht bestimmen? Fragt hier einfach danach.

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bee
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"Rest"-Baum auf Waldlichtung am Habitus bestimmbar? ---> Quercus sp.

Beitrag von bee » 13 Apr 2011, 18:22

Hallo Baumfreunde,
mir ist natürlich klar, dass ein Baum einzeln stehend einen anderen Habitus entwickelt als im Waldbestand. Trotzdem gibt es da vielleicht ein paar typische Merkmale (für Gattung oder Art) - die ich nicht kenne.

Im Winter und auch jetzt sind mir auf Waldlichtungen zwei Bäume (es ist nicht derselbe Baum) aufgefallen - besonders die fächerförmige Ausbreitung der Zweige, die Zweige selbst so eine bisschen "wellenförmig".

Was kann das sein?
Buche schließe ich aus, die Bäume hatten keine glatte helle Rinde, sondern richtige Borke. (Man kommt aber nicht nahe an die Bäume heran.)
Viel Auswahl gibt es in dem Wald eigentlich nicht: Buche, Ahorn, Eiche (Linde, Hainbuche u. kleinere Bäume)

Ich vermute Eiche, aber kommt das hin?
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Viele Grüße von bee

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bee
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Beitrag von bee » 14 Apr 2011, 18:59

Kann ich das "Schweigen im Walde" als "nicht bestimmbar" interpretieren?

Begründete Vermutungen sind auch willkommen!
Viele Grüße von bee

Kenobi
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Beitrag von Kenobi » 14 Apr 2011, 23:07

Hallo bee,

ich kann dir nur sagen, dass der Drehwuchs nicht unbedingt gattungsabhängig ist. Wir haben an unserer Grundstücksgrenze mehrere ca. 30m hohe Eschen stehen. Alle bis auf einen zeigen normalen Wuchs mit geraden Ästen. Nur einer hat richtige Korkenzieheräste. Warum, ist mir ein Rätsel. Alle Bäume stehen vollkommen frei.

Grüße Kenobi

wolfachim_roland
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Beitrag von wolfachim_roland » 15 Apr 2011, 08:37

Das erste Bild könnte die Silhouette einer Robinie zeigen.

Wolf
Wolf Roland

AndreasG.
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Beitrag von AndreasG. » 15 Apr 2011, 09:39

wolfachim_roland hat geschrieben:Das erste Bild könnte die Silhouette einer Robinie zeigen.

Wolf
Glaub ich nicht, denn an Robinien hängen im Winter die Samenschoten dran.

kurt
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Beitrag von kurt » 15 Apr 2011, 11:13

Für mich spricht bei Bild 1 alles für Eiche. Auch die knorrigen Äste. Und schaut euch mal die schneebedeckten Blätter bei den (verbissenen?) kleinen Gehölzen im unteren Teil des Bildes an.
Eiche.

Gruss
Kurt

wolfram
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Beitrag von wolfram » 15 Apr 2011, 11:20

Für mich ist der erste Baum eine Eiche und der zweite eine Esche.

Schon deswegen, weil die Esche vor der Eiche ausgetrieben ist :lol:
Viele Grüße, Wolfram

kurt
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Beitrag von kurt » 15 Apr 2011, 15:28

Hallo bee

Wenn ich den Titel über den Fotos richtig interpretiere, wurde das 1. im Januar, das 2. im April aufgenommen. Das würde auch den Austrieb (der Esche?) erklären. :)

Gruss
Kurt

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Beitrag von bee » 15 Apr 2011, 18:16

Hallo,
ja sicher, das sind zwei unterschiedliche Bäume zu zwei unterschiedlichen Zeiten, mir fiel nur der ähnliche Habitus auf ...
... und danke für Eure Spekulationen ... obwohl ich diese Bäume nicht in meine "Digi-Flora" sondern ganz allgemein unter "Winter" und "Frühling" eingeordnet habe - da bleiben sie wohl besser auch :wink: .

Trotzdem - ich bin nochmal in die Originale "gekrochen".
Bei dem Winterbild sind die Büsche im Vordergrund mit den trockenen Blättern - glaube ich auch aus der Erinnerung sagen zu können - alles junge Buchen.

Bei dem zweiten Baum werde ich mir später (der ist ziemlich weit den Berg hoch) nochmal die entfalteten Blätter mit dem Fernglas anschauen. In der starken Vergrößerung sieht man rundliche dicke (aufspringende) Knospen und einiges undeutliches "Gefranse".

An Esche hatte ich überhaupt nicht gedacht, denn die meisten Eschen, die ich bisher bewusst wahrgenommen habe, wachsen eher am Fluss oder am Waldrand.
Aber tatsächlich habe ich in der Ecke auch einige junge Eschen gefunden. Dieser nach oben strebende Wuchs der Zweige könnte auch hinkommen.

"Esche vor Eiche" ist aber nicht mehr relevant, da waren wieder ein paar Tage vergangen - und es grünte überall.

Leider kann man im Bild nicht eindeutig feststellen, ob gegenständig oder wechselständig. Falls Esche, dann müssten eigentlich Reste der Blüte zu sehen sein, danach (oberhalb) die aufspringende Blattknospe - könnte sein.
Ich habe nochmal nach Vergleichsbildern gesucht - Esche nach Blüte vor Blattaustrieb versus Eiche vor Blattaustrieb (hat dann auch große rundliche Knospen - sieht aber irgendwie anders aus).
Ahorn und Linde waren eigentlich auch schon weiter entfaltet.
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Beitrag von bee » 26 Apr 2011, 19:52

Hallo Baumfreunde,
ich war inzwischen wieder im Wald und diese beiden Bäume könnten einen Namen bekommen.

Beide habe ich mir etwas näher angesehen (über die Lichtung gestolpert und mit Fernglas, ganz nahe heran kommt man allerdings nicht (gut) - immer versperren einem viele junge Bäume (recht dichter Wuchs) den Weg.

Lichtungsbaum 1 ist eindeutig eine Eiche, nur welche wird auch mit Fernglas nicht klar.
Vereinzelt sieht man deutliche Blattstiele und ev. keilförmigen Blattgrund (Q. petraea), dann wieder nicht. Die Blätter wirken relativ groß eiförmig mit nicht sehr tiefen Einschnitten und runden Blattlappen-Enden.
Die jungen Bäume im Umfeld sind meistens (die, die ich mir angeschaut habe) mit geöhrten, fast sitzenden Blättern (Q. robur).
Der Stamm des großen Baumes ist schon weit unten geteilt, geht also nicht von unten nach oben durch (Q. robur ?). Die Borke ist relativ kleinfelderig gleichförmig (Q. robur?)
Könnte also auch ein Bastard sein?


Der zweite Lichtungsbaum ist ..... auch eine Eiche. Gleiches Problem wie oben. Eventuell auch ein Bastard?

Zum Vergleich noch ein paar Bilder von Eschen (Wochenabstand, unterschiedliche Bäume). Man sieht, wenn die Blätter deutlich ausgetrieben sind eine "quadratische" weil gegenständige Anordnung, und von weitem wirken die Blätter wie zu Büscheln zusammengefasst.
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