Ist das ein Knöterich? ---> Fallopia sacchalinensis & Koelreuteria paniculata
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Ist das ein Knöterich? ---> Fallopia sacchalinensis & Koelreuteria paniculata
Den habe ich heute in einem Straßengraben gesehen. Auffällig sind die großen Blätter.
Auch bei der zweiten Art tappe ich im Dunklen, oder eher im Grünen.
Auch bei der zweiten Art tappe ich im Dunklen, oder eher im Grünen.
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wolfachim_roland
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Vielen Dank an euch beide für die Bestimmung.
Der Knöterich wächst in einem Straßengraben in Berlin, und ringsherum hat er sämtliche andere Vegetation unterdrückt. Ich vermute mal, der ist via Gartenabfall dorthin gelangt.
Die Blasenesche wächst dort ebenfalls als (und im) Gestrüpp. Bisher habe ich die noch nie gesehen.
Der Knöterich wächst in einem Straßengraben in Berlin, und ringsherum hat er sämtliche andere Vegetation unterdrückt. Ich vermute mal, der ist via Gartenabfall dorthin gelangt.
Die Blasenesche wächst dort ebenfalls als (und im) Gestrüpp. Bisher habe ich die noch nie gesehen.
Hallo,
bei Fallopia genügt ein Wurzelfaden, der vom Wasser mitgenommen wird und es entsteht eine neue Kolonie. Fallopia japonica ist zweihäusig, aber diese dichten Inseln bestehen immer nur aus einem Geschlecht. Eingeschleppt wurde sie als Bienenweide und Kuhfutter, was sich als Trugschluss erwies. Durch die oft große Entfernung zwischen männlichen und weiblichen Kolonien ist es unwahrscheinlich, dass sich Fallopia durch Samen verbreitet. Da es bevorzugt in Straßengräben und an Bachufern zu finden ist, werden eben Wurzelteile transportiert und irgendwo wieder angeschwemmt.
Ich kann es nicht beweisen, aber ich habe den Verdacht, dass manchmal Fallopia absichtlich in Straßengräben etabliert wurde, um jeglichen anderen Pflanzenwuchs zu unterdrücken. Ab und zu kommt dann die große Maschine mit dem Scherkopf und stutzt die Pflanzen. Fallopia taucht
an Stellen auf, wo es ziemlich unwahrscheinlich ist, dass da niemand die Finger im Spiel hatte, z.B. im Inneren einer Kleeblattkreuzung.
Das einzig Positive: Als Kinder konnten wir perfekte Blasrohre basteln.
Gruß Frank
bei Fallopia genügt ein Wurzelfaden, der vom Wasser mitgenommen wird und es entsteht eine neue Kolonie. Fallopia japonica ist zweihäusig, aber diese dichten Inseln bestehen immer nur aus einem Geschlecht. Eingeschleppt wurde sie als Bienenweide und Kuhfutter, was sich als Trugschluss erwies. Durch die oft große Entfernung zwischen männlichen und weiblichen Kolonien ist es unwahrscheinlich, dass sich Fallopia durch Samen verbreitet. Da es bevorzugt in Straßengräben und an Bachufern zu finden ist, werden eben Wurzelteile transportiert und irgendwo wieder angeschwemmt.
Ich kann es nicht beweisen, aber ich habe den Verdacht, dass manchmal Fallopia absichtlich in Straßengräben etabliert wurde, um jeglichen anderen Pflanzenwuchs zu unterdrücken. Ab und zu kommt dann die große Maschine mit dem Scherkopf und stutzt die Pflanzen. Fallopia taucht
an Stellen auf, wo es ziemlich unwahrscheinlich ist, dass da niemand die Finger im Spiel hatte, z.B. im Inneren einer Kleeblattkreuzung.
Das einzig Positive: Als Kinder konnten wir perfekte Blasrohre basteln.
Gruß Frank
Bedauerlicherweise habe ich kein Foto der ganzen Pflanze gemacht.
Da könnte man gut erkennen, wie die sich dort auf mehreren qm breitmacht. Hoffentlich reagiert das Hellersdorfer Grünflächenamt, oder wer auch immer dort zuständig ist, und entfernt die, bevor sie komplett alles zuwuchern.
Diesen großblättrigen Knöterich habe ich noch nie gesehen, es aber bereits vermutet.
Da könnte man gut erkennen, wie die sich dort auf mehreren qm breitmacht. Hoffentlich reagiert das Hellersdorfer Grünflächenamt, oder wer auch immer dort zuständig ist, und entfernt die, bevor sie komplett alles zuwuchern.
Diesen großblättrigen Knöterich habe ich noch nie gesehen, es aber bereits vermutet.
Hallo Andreas,
der Zug ist bereits abgefahren. Man müsste das gesamte Erdreich großflächig und einigermaßen tief wegbaggern und auf einer Deponie entsorgen. Wenn nur ein paar Wurzelfäden übrigbleiben, geht das Spiel von vorne los. Ich nehme an, dass die Stadt Berlin kein Geld für solche Experimente hat.
Gruß Frank
der Zug ist bereits abgefahren. Man müsste das gesamte Erdreich großflächig und einigermaßen tief wegbaggern und auf einer Deponie entsorgen. Wenn nur ein paar Wurzelfäden übrigbleiben, geht das Spiel von vorne los. Ich nehme an, dass die Stadt Berlin kein Geld für solche Experimente hat.
Gruß Frank
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ApachePine
- Beiträge: 716
- Registriert: 25 Aug 2009, 13:33
- Wohnort: Wien
Hi,
es gibt eine andere Möglichkeit ... sie heißt Roundup.
In einigen Bundesländern wird gegen invasive Neophyten wie die Herkulesstaude konsequent mit Roundup vorgegangen. In Bayern beispielsweise soll sie dadurch in einigen Gegenden in ihren Wildbeständen nahezu ausgerottet worden sein. In NRW habe ich allerdings allerorts nur gehört, daß kein Roundup verwendet wird, weswegen das grausame Zeugs auch überall wächst.
Wie das bei euch ist, weiß ich nicht und ob auch gegen Knöterich mit Roundup vorgegangen wird, weiß ich auch nicht ... helfen würde es.
es gibt eine andere Möglichkeit ... sie heißt Roundup.
In einigen Bundesländern wird gegen invasive Neophyten wie die Herkulesstaude konsequent mit Roundup vorgegangen. In Bayern beispielsweise soll sie dadurch in einigen Gegenden in ihren Wildbeständen nahezu ausgerottet worden sein. In NRW habe ich allerdings allerorts nur gehört, daß kein Roundup verwendet wird, weswegen das grausame Zeugs auch überall wächst.
Wie das bei euch ist, weiß ich nicht und ob auch gegen Knöterich mit Roundup vorgegangen wird, weiß ich auch nicht ... helfen würde es.
Das hilft nicht.Hessekopp hat geschrieben:es gibt eine andere Möglichkeit ... sie heißt Roundup.
Hab mal einen Bericht gelesen, dass die Schweizer Staatsbahn das Zeug versuchte, mit Direktinjektionen in die Stängel zu bekämpfen. Vergeblich! Die Wurzeln überleben.
Erfolgreiche Bekämpfung geht nur mit permanenter Beweidung durch Schafe, Ziegen oder so. Irgendwann verhungern die Wurzeln.
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ApachePine
- Beiträge: 716
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