Koniferen werden vernichtet

Ihr habt einen Nadelbaum/ Strauch ausserhalb Europa, z.B. Afrika, Asien gesehen, und möchtet ihn bestimmen, dann könnt ihr hier fragen.

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Durian
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Koniferen werden vernichtet

Beitrag von Durian »

Im wunderschönen Skipper Canyon (bekannt als Ursprung des Bunjee-Springens und Drehort für "Herr der Ringe" in der Nähe von Queenstown auf der Südinsel Neuseelands machte ich dieses Foto. Unser Reiseleiter sagte, Douglasien würden hier vernichtet, weil sie ungünstig für die Bodenfestigkeit seien. Die Monterey-Kiefer würde nunmehr bevorzugt. Ist dem so ? Man mag es kaum glauben. Weiß jemand Näheres ?
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Kiefernspezi
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Beitrag von Kiefernspezi »

Sicher eine qualifizierte Antwort. In Neuseeland hat man intensive Forsterfahrung mit Pinus radiata gesammelt. Sie ist für steiles, schwieriges Gelände geeignet. Allerdings können andere ökologische Probleme die Folge sein, zum Beispiel läßt sie keinen einheimischen Unterwuchs zu.
Allerdings dürfte die Douglasie auch nicht heimisch sein und damit deren Ersetzung kein Verlust.

Viele Grüße

Jürgen E.
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Koniferen werden vernichtet

Beitrag von Jürgen E. »

Hallo miteinander.

Kurze Anmerkung zur Douglasie aus Niederbayern.

Hier entwickelt sich die Douglasie zur neuen Brotbaumart der Waldbauern und soll auf Windwurf- und Borkenkäferflächen oft die meist ebenfalls nicht standortgerechte Fichte ersetzen.

Untersuchungen haben ergeben, dass Douglasienbestände außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebietes an Artenarmut sogar noch die Fichtenmonokulturen in den Schatten stellen. Also macht es aus waldökologischer Sicht durchaus Sinn, Douglasienwälder in standortheimische Waldbestände umzuwandeln.
Ob allerdings Pinus radiata der optimale Ersatz ist, lass' ich mal im Raum stehen.

Viele Grüße

Jürgen

Durian
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Douglasien-Vernichtung in Neuseeland.

Beitrag von Durian »

Hallo Jürgen. Danke für den Kommentar. Hier eine Anmerkung: die pinus radiata soll um ein Vielfaches schneller wachsen und somit mehr Holz bringen. Zweimal sahen wir in NZ "Waldlawinen" , ähnlich den Gerölllawinen, halt nur aus Bäumen. Vielleicht kannst du die pinus euren Leuten vor Ort empfehlen. Durian

Kiefernspezi
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Beitrag von Kiefernspezi »

Speziell für den Bayrischen Wald halte ich Pinus radiata nicht für machbar. Auch keine andere Kiefer.
Ökologisch wertvoll soll die heimische Tanne sein, die trotz langsameren Wachstums auch wieder mehr Zuspruch finden soll.
Profitabler ist sicher die Douglasie.

Viele Grüße

Jürgen E.
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Koniferen werden vernichtet

Beitrag von Jürgen E. »

Hallo,

Kiefern sind im Bayerischen Wald absolut ungeeignet.
In den wenigen montanen Hochlagenflächen ist die Fichte standortheimisch.
Auf den am weitesten verbreiteten mittleren Submontanlagen würde natürlicherweise ein Bergahorn-Tannen-Mischwald mit Rotbuche in den unteren klimatisch milderen Lagen wachsen.
Wenn man die Natur sich selbst überlassen würde, würden sich die standortfalschen Fichtenwälder von alleine wieder in natürliche Mischwälder rückentwickeln, so wie dies in den tausenden Hektar abgestorbener Fichtenmonokulturen im hiesigen Nationalpark "Bayerischen Wald" unter massiver Kritik der Waldbauern und vielen kleingeistigen Lokalpolitikern geschieht. Selbst in den Staatsforsten des Nationalparkes muss für den Ablauf natürlicher Prozesse gekämpft werden.
Die Leute wollen nicht kapieren, dass die Natur im Nationalpark selbst weiß, was am besten funktioniert.

Jürgen

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