Pinus im Rioja 01 ---> Pinus halepensis

Ihr habt einen Nadelbaum/ Strauch (Konifere) in Deutschland oder Europa gesehen, könnt ihn aber nicht bestimmen? Fragt hier einfach danach.

Moderatoren: LCV, stefan, tormi, Kiefernspezi

Antworten
Benutzeravatar
LCV
Beiträge: 9197
Registriert: 03 Dez 2007, 14:46
Wohnort: 79379 Müllheim
Kontaktdaten:

Pinus im Rioja 01 ---> Pinus halepensis

Beitrag von LCV »

Hallo,

in den Weinbergen des Riojagebietes findet man sehr viele dieser ca. 4 - 5 m hohen Kiefern. Wahrscheinlich nichts besonderes oder vielleicht doch eine regionaltypische Art? Würde mich über einen Bestimmungsversuch der Kiefernspezies und -profis freuen. Falls das Bild nicht reicht, kann ich noch weitere Fotos liefern.

Gruß Frank

PS. Kein Rätsel, sondern Frage.
Dateianhänge
K4230295.jpg
K4230295.jpg (47.81 KiB) 2492 mal betrachtet

Cryptomeria
Beiträge: 9539
Registriert: 25 Mai 2006, 21:45
Wohnort: Fraulund/ 24405 Rügge

Beitrag von Cryptomeria »

Hallo Frank,

schön, dass du wieder zurück bist. Ich würde auf Pinus pinaster tippen. Kiefernspezi kann das sicher noch bestätigen.

Viele Grüße

Wolfgang
Wer Bäume pflanzt und weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.

Gata
Beiträge: 1282
Registriert: 06 Jul 2009, 10:37
Wohnort: Spanien

Beitrag von Gata »

Ich bin ja mehr für Aleppo-Kiefer (Pinus halepensis), schon wegen der Zapfen.

Cryptomeria
Beiträge: 9539
Registriert: 25 Mai 2006, 21:45
Wohnort: Fraulund/ 24405 Rügge

Beitrag von Cryptomeria »

Du hast völlig Recht. Halepensis stimmt. Die Zapfen sind eindeutig. Ich war vorhin zu schnell und wollte halepensis schreiben und habe beide beim Tippen verwechselt.

Viele Grüße

Wolfgang
Wer Bäume pflanzt und weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.

Kiefernspezi
Beiträge: 8539
Registriert: 12 Jan 2009, 10:08
Wohnort: Velbert
Kontaktdaten:

Beitrag von Kiefernspezi »

Zumindest auf dem Foto wirkt der Querkiel erstaunlich ausgeprägt für Pinus halepensis, was dann sicher eine regionale Besonderheit wäre.
Leider kann ich den Nabel nicht deutlich erkennen, der bei Pinus halepensis eingedrückt wirkt, bei Pinus pinaster eine stumpfe Spitze bildet.
Zapfenspitzen weisen meist stammwärts, könnte man hier so interpretieren, silbern schimmernde Äste und der männliche kompaktere Blütenstand - ich denke auch, dass es sich um Pinus halepensis handelt.
Ein Habitusfoto wäre aber schön.
Einfach zu unterscheiden sind die geöffneten Zapfen: Bei Pinus pinaster ist die Schuppenunterseite schwarz, bei Pinus halepensis gleicht die Unterseite der Oberseite (hell-rötlichbraun).

viele Grüße
Kiefernspezi

Benutzeravatar
LCV
Beiträge: 9197
Registriert: 03 Dez 2007, 14:46
Wohnort: 79379 Müllheim
Kontaktdaten:

Beitrag von LCV »

Hallo,

danke für die Bestimmungsversuche.

Offene Zapfen habe ich nicht gesehen. Die Bäume standen in einem Hang aus lockerem Grund. Da konnte man nicht herumklettern, ohne abzurutschen. Hier noch ein Bild vom Habitus, leider etwas dunkel.

Gruß Frank
Dateianhänge
K4230299.jpg
K4230299.jpg (27.84 KiB) 2438 mal betrachtet

Kiefernspezi
Beiträge: 8539
Registriert: 12 Jan 2009, 10:08
Wohnort: Velbert
Kontaktdaten:

Beitrag von Kiefernspezi »

So ist es leicht zu erkennen: Es ist Pinus halepensis.
Schön auch zu sehen: die leuchtend silbergraue Rinde.

Viele Grüße

Benutzeravatar
LCV
Beiträge: 9197
Registriert: 03 Dez 2007, 14:46
Wohnort: 79379 Müllheim
Kontaktdaten:

Beitrag von LCV »

Hallo,

danke. Dann ist es geklärt. Davon stehen tausende in den Hängen der zahlreichen Hügel.

Gruß Frank

Gata
Beiträge: 1282
Registriert: 06 Jul 2009, 10:37
Wohnort: Spanien

Beitrag von Gata »

Kiefernspezi hat geschrieben: Schön auch zu sehen: die leuchtend silbergraue Rinde.

Die silbergraue Rinde haben aber nur junge Bäume. Bei älteren wird sie rissig und rötlich-braun.
Hier nochmal ein junger Baum, 10 Jahre ca.

Bild

Ich habe in einem Pflanzenführer von hier gelesen, dass die Aleppokiefer sich besonders auf Kalkböden ausgebreitet hat und damit Räume besiedelte, die früher von Steineichen bewachsen waren.
Diese Aleppo - Kiefer wird jedes Frühjahr in grossen Pflanzaktionen zu Tausenden gepflanzt. Dank ihrer Anspruchslosigkeit breitet sie sich dann allein weiter aus und bildet ganze Wälder.

Saludos

Benutzeravatar
LCV
Beiträge: 9197
Registriert: 03 Dez 2007, 14:46
Wohnort: 79379 Müllheim
Kontaktdaten:

Beitrag von LCV »

Hallo Gata,

wie schon erwähnt, bestehen diese Hügel aus sehr lockerem Gestein und man kann darauf kaum herumklettern. Ich vermute, dass die Kiefern sehr anspruchslos sind und den Boden befestigen sollen.

Gruß Frank

Kiefernspezi
Beiträge: 8539
Registriert: 12 Jan 2009, 10:08
Wohnort: Velbert
Kontaktdaten:

Beitrag von Kiefernspezi »

Die silberne Rinde ist an jungen Bäumen auch am Stamm zu finden, bei den älteren Bäumen bleibt sie auch typisch - da aber an den jüngeren Zweigen in der Krone, da die Rinde - wie Gata richtig eingewandt hat - später dunkler und rissig wird.
Dateianhänge
dicker Stamm einer alten Aleppokiefer aus Lecce/Süditalien
dicker Stamm einer alten Aleppokiefer aus Lecce/Süditalien
DSC06976.JPG (48.32 KiB) 2410 mal betrachtet

Antworten