Große Esche (Fraxinus excelsior)

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Karola
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Große Esche (Fraxinus excelsior)

Beitrag von Karola »

Hallo,

in Schluchsee im Schwarzwald wuchs an einer Stelle eine schöne große Esche, die ich Euch nicht vorenthalten möchte.

Viele Grüße
Karola
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Piru
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Beitrag von Piru »

Schöne Bilder!!!
Viele kleine Leute,
die viele kleine Schritte tun,
gestallten unsere Erde neu!

Kiefernspezi
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Beitrag von Kiefernspezi »

Das Knospenbild wäre für mich glatt ein Anwärter als Bild des Monats. :P

rolf7
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Beitrag von rolf7 »

Karola, tolle Bilder!
Mit welchem Fotoapparat und Optik hast du dieses letzte Bild gemacht?
LG Rolf

Karola
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Beitrag von Karola »

Danke für die "Blumen"! :)

@Rolf: Augenblicklich habe ich nur eine einfache Kompakte von Aldi zur Verfügung, wenn ich Fotos mit einer höheren Auflösung machen möchte (und meine Motive sind "leider" meist etwas kleiner, da brauche ich das ;)), Traveler DC-8300. Das wird jedes Mal zum Abenteuer, wenn die Lichtverhältnisse nicht so passen. Ich war selbst ganz überrascht, wie deutlich die Knospen herausgekommen sind. Na ja, eine (minimale) Nachbearbeitung gab es schon.

Viele Grüße
Karola

ApachePine
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Beitrag von ApachePine »

schöne bilder :wink:

Hinrich
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Beitrag von Hinrich »

Schöne Bilder, finde ich auch. Hebe Sie gut auf, denn bald gibt es den Baum wohl nicht mehr. :(

Hinrich

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LCV
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Beitrag von LCV »

> Hebe Sie gut auf, denn bald gibt es den Baum wohl nicht mehr.

@ Hinrich: Wie ist das gemeint? Kann man an irgendetwas erkennen, dass DIESER Baum bald stirbt? Oder soll das heißen, dass die Art allgemein gefährdet sei, wovon ich noch nichts gehört habe, da bei uns viele Eschen wachsen.

Gruß Frank

Karola
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Beitrag von Karola »

Die Esche in Schluchsee verzweigt sich ja schon ziemlich weit unten. Hier habe ich noch eine aus dem Kaiser-Wilhelm-Park in Essen von gestern, die die "typische" Baumform aufweist. ;) Die Zweige sind so gerade eben außerhalb meiner Reichweite, aber mit Springen konnte ich doch einen erhaschen und mir die Knospen anschauen: nicht ganz so dunkel wie die vom Schluchsee.

Grüße
Karola
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Beitrag von LCV »

Weiß denn keiner etwas über Hinrichs Andeutung, als würden Eschen demnächst aussterben?

wolfram
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Beitrag von wolfram »

Doch, ich, wenn auch nicht viel. Aber ich fände es besser, Hinrich würde selbst anworten.
Viele Grüße, Wolfram

Hinrich
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Beitrag von Hinrich »

LCV hat geschrieben:@ Hinrich: Wie ist das gemeint? Kann man an irgendetwas erkennen, dass DIESER Baum bald stirbt? Oder soll das heißen, dass die Art allgemein gefährdet sei, wovon ich noch nichts gehört habe, da bei uns viele Eschen wachsen.
Den Eschen wird derzeit von Pilzen zugesetzt (Eschentriebsterben). Im wesentlichen handelt es sich dabei wohl um den Schlauchpilz (Hymenoscyphus albidus und in einer weiteren Form als Chalara fraxinea). In Schleswig-Holstein sind die Bestände flächendeckend und durch alle Generationen betroffen.

Der Schlaupilz ist bereits seit über 150 Jahren bekannt, hat aber in der Vergangenheit die Esche nicht nachhaltig geschädigt. Die neuere Variante Chalara fraxinea ist offensichtlich widerstandsfähiger gegenüber Trockenheit und Frost als der ursprüngliche Schlauchpilz.

Befallene Bäume erkennt man gut an vertrockneten Trieben, insebsonders auch Jungtrieben im Frühjahr (aber Achtung: nach Windböen sind diese am Boden, nicht mehr in der Krone). Bei Einzelbäumen kann ein großzügiges Ausschneiden und Verbrennen der schadhaften Teile helfen. Da dies gerade bei älteren Bäumen zu erheblichen Kosten führen kann (Hebebühne etc.), sollte kritisch in die Umgebung geschaut werden. Die Sporen des Pilzes fliegen gut 3 Kilometer weit. Ein größerer Eschenbestand in diesem Umkreis, zumal in der Hauptwindrichtung liegend, kann jede Schutzmaßnahme zunichte machen.

In forstlichen Beständen sollten Eschen bei einem erkannten Befall schnell und großzügig entnommen werden. Auch deshalb, weil noch nicht bekannt ist, ob sich der Pilz in mutierenden Varianten an andere Baumarten anpasst. Bei Neuanpflanzungen sollte die Esche vermieden werden.

Gut befasst mit dem Thema ist die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt. Der Schleswig-Holsteinische Waldbesitzerverband geht davon aus, dass in Schleswig-Holstein die Esche in den kommenden 5 Jahren aussterben wird. Dabei wird davon ausgegangen, dass die Entwicklung des Pilzes vom Klimawandel begünstigt wird, also dieser ursächlich dafür verantwortlich ist. Die extreme Trockenheit im Frühjahr, die in den letzten Jahren vermehrt aufgetreten ist, schwächt die Bäume massiv, insbesondere flach wurzelnde Arten. Z. B. hat eine nicht repräsentative 1 Meter tiefe Bohrung gestern ergeben, dass die bisherigen Niederschläge die Oberfläche lediglich auf 25 bis 30 cm durchfeuchtet hat. Das Erdreich darunter (Waldboden wohlgemerkt) ist so trocken, das es staubt.

Ob der eine schöne Baum sterben wird, kann ich natürlich nicht sagen. Auf dem Photo sieht er jedenfalls noch gesund aus.

Hinrich

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Beitrag von LCV »

Hallo Hinrich,

danke für die Erklärung. Hier in Südbaden ist jedenfalls noch nichts gravierendes zu sehen. Die Bäume sehen gesund aus. Die Esche in Schluchsee steht übrigens auf ca. 950 m ü.d.M., was natürlich völlig andere Verhältnisse sind als im Flachland. Am Schluchsee liegt auch fast immer bis in den Mai hinein noch Schnee, zumindest in den schattigen Bereichen. Das sorgt ja auch für Durchfeuchtung des Bodens. Natürlich ist es deutlich kühler als im Oberrheingraben. Gestern fiel dort schon Schnee, ob es hier unten überhaupt mal schneit, ist fraglich.
Wenn der Pilz höhere Temperaturen braucht, könnte er sich eigentlich in Südbaden wohlfühlen. Hoffen wir, dass er sich nicht ausbreitet.

Gruß Frank

ApachePine
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Beitrag von ApachePine »

Das klingt ja nicht gerade erfreulich :?
Hoffentlich breitet er sich nicht aus

Hinrich
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Beitrag von Hinrich »

david k. hat geschrieben:Hoffentlich breitet er sich nicht aus
Diese Hoffnung wird wahrscheinlich vergebens sein. Ich bin zwar grundsätzlich kein Pessimist, aber die Entwicklung in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern der letzten drei Jahre ist mehr als Besorgnis erregend.

Hinrich

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