Quercus
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Quercus
Im Südwesten Frankreichs, in den Vor-Pyrenäen, gibt es fast nur Eichenwälder, abgesehen von wenigen Fichten, Robinien und Esskastanien. Quercus rubra nennen sie syn.Q.pedunculata; Q. petraea syn.sessiliflora. Jetzt gibt es wohl noch eine dritte Art, die sie Q.toza nennen.. Kann mir jemand weiterhelfen? Hier habe ich nur Dumonts gr.Pflanzenenzyclopädie, bei der ich leider nicht fündig werde. Jedenfalls fällt mir auf, daß das hiesige Eichenholz so gut brennt wie bei uns die Buche, möglicherweise sind sie über die längere Vegetationsperiode nicht so hart. Zu Hause musste ich beim Verbrennen von Eiche immer etwas Buche dazulegen, Eiche konnte ich wie Brikett verwenden, abends aufgelegt, war morgens noch was da. --LG Uli
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wolfachim_roland
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Hallo Uli
Wie bei mir. Ein grosser Stieleichenklotz brennt nicht, sondern glüht nur durch, gibt aber eine grosse Hitze ab. Um ihn tagsüber zur vollen Hitzeentfaltung im Ofen zu bringen, lege ich regelmässig Buche, Hainbuche oder Nadelholz nach. Vermutlich hat die Pyrenäen-Eiche nicht diese Dichte im Kern und Splint, weil sie in wärmerem Klima aufwächst. Das spezifische Gewicht könnte Aufschluss geben. Aber das weisst du ja selbst.
Gruss
Kurt
Wie bei mir. Ein grosser Stieleichenklotz brennt nicht, sondern glüht nur durch, gibt aber eine grosse Hitze ab. Um ihn tagsüber zur vollen Hitzeentfaltung im Ofen zu bringen, lege ich regelmässig Buche, Hainbuche oder Nadelholz nach. Vermutlich hat die Pyrenäen-Eiche nicht diese Dichte im Kern und Splint, weil sie in wärmerem Klima aufwächst. Das spezifische Gewicht könnte Aufschluss geben. Aber das weisst du ja selbst.
Gruss
Kurt
Hallo, Wolfram,hallo Kurt. Vielen Dank, jedoch habe ich syn.pyrenaica auch gefunden, nicht jedoch eine Beschreibung, oder gar ein Bild. Auch in Deinem Link, Wolf, nur der Hinweis auf die schönen Quercus-Bände in Französisch.- Vielleicht finden wir ja doch noch irgendwo Beschreibung und Bild- Bis bald, Uli
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wolfachim_roland
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campoverde
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campoverde
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Ist doch Faust, oder?
Siehe zB in Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Jahresring
Man braucht nur die Infos:
1. "Laubbäume bilden immer eine nur wenig schwankende Menge an Frühholz, dafür variiert der Spätholzanteil. "
2. "Die Zellen im Frühholz sind dünnwandig und großlumig", d.h. im Gegensatz zu dem festeren Spätholz.
Also je breiter der Jahrring, desto höher der Spätholzanteil, desto härter das Holz.
Bei Eiche als ringporigem Laubholz sind die Gefäße im Frühholz besonders groß, man sieht sie ja gut mit bloßem Auge.
Überzeugt?
Siehe zB in Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Jahresring
Man braucht nur die Infos:
1. "Laubbäume bilden immer eine nur wenig schwankende Menge an Frühholz, dafür variiert der Spätholzanteil. "
2. "Die Zellen im Frühholz sind dünnwandig und großlumig", d.h. im Gegensatz zu dem festeren Spätholz.
Also je breiter der Jahrring, desto höher der Spätholzanteil, desto härter das Holz.
Bei Eiche als ringporigem Laubholz sind die Gefäße im Frühholz besonders groß, man sieht sie ja gut mit bloßem Auge.
Überzeugt?
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campoverde
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Hallo Wolf. Hä,hä, da habe ich mir selbst ein Bein gestellt. Habe bei uns nur unter Q.toza nachesehen!>blinder Eifer! Trotzalledem hätte ich gerne die Unterschiede zu robur und petraea feiner herausgearbeitet, das liste ich mir jetzt mal auf.
Kurt, mir gehts genauso, das Holz der hiesigen am meisten vorkommenden Q.robur, aber auch das von Q.petraea ist definitiv weicher als das der bei uns vorkommenden. außerdem ist der Unterschied im Ofen frappierend. Eiche brennt hier wirklich wie bei uns die Buche.
Noch eine Beobachtung: im jahrelang gelagerten Holz ist der Insektenbefall ganz unterschiedlich. Kaum zu lagern, Weide und Hainbuche, überall dicke und teils auch viele kleine Löcher und reichlich Mehl. Wenig Befall die dünneren mit Flechten besetzten Eichenäste. Ganz selten die dickeren Eichenstücke, kein Befall, auch nicht der dünneren Äste, Catalpa (die mußte ich mal einkürzen, da beschädigt durch fallende Hainbuche), Platane sowie Robinie,welche beide auch hervorragend brennen. Hast Du im längere Jahre gelagerten Holz auch diese Viecher? Da ich das Holz tagsüber vorm verbrennen im Zimmer habe, hoffe ich, daß die Feuerbestattung früh genug kommt, zumal es hier in der Gegend auch Termiten gibt. Von denen aber bisher keine Spur-so hoffe ich.
LG- Uli
Kurt, mir gehts genauso, das Holz der hiesigen am meisten vorkommenden Q.robur, aber auch das von Q.petraea ist definitiv weicher als das der bei uns vorkommenden. außerdem ist der Unterschied im Ofen frappierend. Eiche brennt hier wirklich wie bei uns die Buche.
Noch eine Beobachtung: im jahrelang gelagerten Holz ist der Insektenbefall ganz unterschiedlich. Kaum zu lagern, Weide und Hainbuche, überall dicke und teils auch viele kleine Löcher und reichlich Mehl. Wenig Befall die dünneren mit Flechten besetzten Eichenäste. Ganz selten die dickeren Eichenstücke, kein Befall, auch nicht der dünneren Äste, Catalpa (die mußte ich mal einkürzen, da beschädigt durch fallende Hainbuche), Platane sowie Robinie,welche beide auch hervorragend brennen. Hast Du im längere Jahre gelagerten Holz auch diese Viecher? Da ich das Holz tagsüber vorm verbrennen im Zimmer habe, hoffe ich, daß die Feuerbestattung früh genug kommt, zumal es hier in der Gegend auch Termiten gibt. Von denen aber bisher keine Spur-so hoffe ich.
LG- Uli
Hallo, campoverde und Kurt. Der Artikel überzeugt. Theoretisch. Praktisch jedoch sieht das so aus, daß die hiesigen Eichenstücke mir leichter vorkommen und deutlich besser brennen. Was nun? Möglicherweise täusche ich mich beim Gewicht, nicht jedoch bei der Qualität im Ofen. Eventuell liegt der Unterschied in den ca 7Jahren Lagerung, das könnte sein.- Grüße, Uli
Zur Festigkeit von Stieleichenholz. Als ich die Ruine kaufte, gab es nur Lehmmauern, Eichenbalken und Reste eines Daches. Wir konnten vom Bett aus senkrecht nach oben die Sterne sehen. Wenn wir unter den Balken fegten, waren am nächsten Tag wieder mehlige Haufen. Es rieselte nur so herab. Die Balken an 4 Seiten roh behauen, also noch jede Menge Splintholz dabei. Wenn man die Balken anfasste, brachen ganze Stücke heraus. Ich habe einfach mal gründlich sandgestrahlt, um zu sehen, ob noch etwas zu retten war. Und siehe da! Es kam völlig intaktes Holz zum Vorschein. Nicht ein einziges Holzwurmloch. Die hatten sich offensichtlich am Kernholz die Zähne ausgebissen. Noch voll tragfähig. Seither kein Mehl mehr am Boden. Die Balken sind mindestens zweihundert Jahre alt. Aufgrund dieser Erfahrung meine schon fast schwärmerische Bewunderung für Stieleichen.
Gruss
Kurt
Gruss
Kurt