in unserem Garten steht ein ca. 35 Jahre alter Baum. Entweder ein chinesisches Rotholz (Metasequoia glyptostroboides) oder eine Sumpfzypresse (Taxodium distichum). So genau weiss das keiner.
Wo liegen die Unterschiede - für einen Nicht-Fachmann.
Hinweis: Momentan löst sich gerade die Borke an vielen Stellen.
Krankheit ,Schädling oder normal ?
Wie hoch ist der Baum ungefähr?
Metasequoia kann auf guten Standorten jährlich ca. 100 cm in der Höhe zulegen, Taxodium ca. 35 cm.
Am einfachsten sind die beiden so zu unterscheiden:
Metasequoia:
unter den Astansätzen sind sehr starke Einbuchtungen, auch als Kahlung bezeichnet, Zapfen rund, langgestielt, Borke fuchsrot bis graubraun, tiefrissig, in langen Streifen ablösend, Nadeln gegenständig.
Taxodium:
keine Kahlungen, Zapfen rund, häufig mit einem kleinen Dorn, an kurzen Stielen, Borke dünn, rot- bis graubraun, längsrissig, Nadeln wechselständig.
Gibt es Bohrlöcher am Stamm (Borkenkäfer), ansonsten sind mir keine Krankheiten bekannt, bei denen die Borke abgeworfen würde. Ein Lösen der Borke ist im Regelfall normal, es handelt sich hier ja um abgestorbenes Gewebe, das Wachstumsausdehnungen nur noch in begrenztem Umfang mitmachen kann, bis es ganz abgestoßen wird.
Vielleicht hilft dir das etwas weiter, wenn nicht kannst du auch ein paar Bilder einstellen.
Der Baum ist ca. 13-15 m hoch. Kahlungen sind vorhanden, jedoch nicht unter jedem Ast, soweit ich das sehen kann. Auch nicht besonders stark ausgeprägt.
Mit dem Begriff gegenständig u. wechselständig kann ich nicht soviel anfangen.
War eben mal im Garten und habe nach Beweismaterial gesucht. Als Anlage daher ein paar Fotos.
leider ist nur ein Foto eingestellt, aber der Zapfen mit dem langen Stiel sieht sehr nach Metasequoia aus. Auch die Größe von 13-15 m nach einem geschätzten Alter von ca. 35 Jahren spricht eher dafür als für Taxodium.
Die Kahlungen können sehr stark variieren und müssen auch nicht unter jedem Ast vorhanden sein.
Die Aussage wechselständig oder gegenständig bezieht sich auf die Anordnung der Nadel am Trieb.
Ich stelle dazu Bilder ein, dann kannst du das vielleicht einfacher nachvollziehen. Ich stelle auch ein Foto von einem Metasequoia-Zapfen ein, dann kannst du das mit deinem Original vergleichen.
Da bin ich ja mal neugierig, ob sich meine Aussagen mit deinem Baum decken.
vielen Dank für die letzte nachricht. ich war ein paar Tage unterwegs, sorry für die späte Rückmeldung.
Also , ich würde mal sehr stark auf metasequoia tippen. nachdem ich die ersten Knospen mit dem Fernglas untersuchen konnte ( nicht lachen ) , kenne ich den unterschied zwischen gegenständig und wechselständig.
Könnte das anfangs genannte Problem mit dem Abwerfen der Borke evtl. auch mit dem starken efeubewuchs zusammenhängen ? Der reicht allerdings nur bis zu einer Höhe von 4 Metern und wird von mir jedes jahr gestutzt, damit er nicht zur Krone vordringt.
mit dem Fernglas in Bäume schauen ist eine durchaus übliche Methode die ich bei hohen Bäumen auch anwende, um z. B. Auffälligkeiten besser betrachten zu können.
Der Efeu kann für das Ablösen der Borke höchstens dann in Frage kommen, wenn er zu schwer wird und die Borke dann abreisst. Aber das müsste man ja sehen.
Sind denn sonst noch Schäden wie z. B. Bohrlöcher zu erkennen?
Um ganz sicher zu gehen, solltest du einen Fachmann vor Ort kontaktieren. (Baumpfleger oder Pflanzenschutzamt)
Das kostet zwar ein paar Euro, aber ich denke der Baum ist das auf jeden Fall wert.
Ich hoffe jedoch, das es sich nur um das normale Absprengen infolge des Wachstums handelt.
Falls du es noch nicht herausbekommen hast. Sich ablösende Rinde ist völlig normal sowohl bei Metasequoia glyptostroboides als auch bei Taxodium distichum.Die Taxodiaceae haben so gut wie keine tierischen Schädlinge, manchmal nur den Hallimasch(Pilz).