Hallo,
war gerade zu Fuß in der Stadt unterwegs. Von weitem dachte ich, nun hat man auch Carpinus betulus als Straßenbaum verwendet. Bei näherem Hinsehen bin ich aber bei Ostrya gelandet. Habe einen Fruchtstand und ein Blatt mitgenommen. Es spricht viel dafür, dass es Ostrya carpinifolia ist. Aber ich kann nicht wirklich O. japonica und O. virginiana ausschließen. Kann jemand mit diesen Fotos etwas anfangen?
Gruß Frank
Ostrya sp. --> Ostrya carpinifolia
Re: Ostrya sp.
Fairly straight veins.
Quite a few teeth (often >2) between the veins.
=> Ostrya carpinifolia
grtjs
Jan
Quite a few teeth (often >2) between the veins.
=> Ostrya carpinifolia
grtjs
Jan
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Re: Ostrya sp.
Dear Jan,
thank you. I am collecting seeds and now I can give these seeds the correct name.
BR Frank
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Re: Ostrya sp.
Übrigens, aus dem Fruchtstand rieseln winzige 2 mm lange Härchen heraus. Bekommt man die an die Haut, entsteht Juckreiz. Ich könnte mir vorstellen, dass man dieses Zeug besser nicht einatmet. Also könnten im Herbst durchaus auch allergische Reaktionen auftreten. Im Netz findet man nichts hierzu, aber wenn das sich bewahrheitet, wären Hopfenbuchen als Straßenbaum weniger geeignet.
Re: Ostrya sp.
diese Härchen an den Früchten sind laut R/B ein weiteres Unterscheidungsmerkmal zu Ostrya japonica und O. virginiana mit kahlen Fruchtspitzen.
Dann sollte man eventuell diese als Straßenbaum bevorzugen, sollte das tatsächlich ein Allergieproblem darstellen.
LG Dieter
Dann sollte man eventuell diese als Straßenbaum bevorzugen, sollte das tatsächlich ein Allergieproblem darstellen.
LG Dieter
Das Talent der Menschen, sich einen Lebensraum zu schaffen, wird nur durch ihr Talent übertroffen, ihn zu zerstören.
- Georg Christoph Lichtenberg -
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Re: Ostrya sp.
... hüstelLCV hat geschrieben: 07 Okt 2025, 17:21 Übrigens, aus dem Fruchtstand rieseln winzige 2 mm lange Härchen heraus. Bekommt man die an die Haut, entsteht Juckreiz. Ich könnte mir vorstellen, dass man dieses Zeug besser nicht einatmet. Also könnten im Herbst durchaus auch allergische Reaktionen auftreten. Im Netz findet man nichts hierzu, aber wenn das sich bewahrheitet, wären Hopfenbuchen als Straßenbaum weniger geeignet.
viewtopic.php?t=17131&hilit=Ostrya&start=15
"Die Haare sollen leicht abbrechen und auch (leicht) allergen wirken bzw. Überempfindlichkeitsreaktionen auslösen können, z.B. bei Personen die mit den "Samen" in großen Mengen hantieren. Die "Samen" sind ja streng genommen die Früchte (die Nüsse), die eigentlichen Samen sind ja noch im Nüsschen versteckt."
... woher ich damals die Information hatte, weiß ich allerdings nicht mehr - vermutlich aus einem längeren Text zur Art.
Doch gefunden, in einem heruntergeladen langen! PDF https://www.zobodat.at/pdf/CAR-SH_58_0001-0256.pdf (war im Rätsel verlinkt)
"Die Hopfenbuche in Österreich und Nordslovenien von W.R. Franz"
Es scheint also wirklich nur eine temporäre Kontaktreaktion zu sein, zu Atemwegen findet man nichts betr. der Haare (allerdings zu den Pollen im Frühjahr).Allergien durch Härchen der Frucht. Zur Bestimmung des Tausendkorngewichtes wurden die Früchte von der Achse des Fruchtstandes entfernt. Während oder nach dieser Tätigkeit klagten etwa 20 % der Personen über starken Juckreiz an Händen und im Gesicht sowie über punktförmige, rot gefärbte Pusteln. Nach etwa einer Stunde verschwanden die Symptome dieser schwachen Allergie. Als Allergene wirken die oben erwähnten leicht abbrechenden borstförmigen Haare der Frucht, der Achse des Fruchtstandes und der Nüsschen. Ähnliche Beobachtungen sind von Ostrya virginia-
na K. Koch (Ironwood, Lever-wood, Hop Hornbeam) schon seit Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts bekannt. So
berichtet man bereits 1896: „Stinging hairs at the base of the fruit can produce irritation of the hands.
Zuletzt geändert von bee am 07 Okt 2025, 21:23, insgesamt 1-mal geändert.
Viele Grüße von bee
Re: Ostrya sp.
Da muss man aufpassen: Die Fruchthüllen außen sind wohl auch bei O. virginiana behaart (?). Sonst gäbe es keine Hinweise, dass auch bei O. virginiana Kontaktreaktionen auf der Haut auftreten. Das haarige Unterscheidungsmerkmal bezieht sich auf das winzige Haarbüschel an der Spitze der innen drin "versteckten" Nuss: ja (O. carpinifolia) oder nein (O. japonica und virginiana.)Spinnich hat geschrieben: 07 Okt 2025, 18:31 diese Härchen an den Früchten sind laut R/B ein weiteres Unterscheidungsmerkmal zu Ostrya japonica und O. virginiana mit kahlen Fruchtspitzen.
Dann sollte man eventuell diese als Straßenbaum bevorzugen, sollte das tatsächlich ein Allergieproblem darstellen.
LG Dieter
Viele Grüße von bee
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Re: Ostrya sp.
Hallo Bee und Dieter,
danke für die Kommentare. Dann ist das wohl eher harmlos. Man müsste mal im Selbstversuch die Fruchtstände der O. japonica zerlegen, um sicher zu wissen, ob die auch diese Härchen hat oder nicht. Leider ist mir kein Standort bekannt. Wenn diese tatsächlich keine Härchen hätte, könnte man für zukünftige Pflanzungen diese Art empfehlen.
Den Juckreiz an den Händen bekommt man mit warmem Wasser und Seife schnell weg. Also nicht so schlimm. Aber einatmen wollte ich das lieber nicht.
Gruß Frank
danke für die Kommentare. Dann ist das wohl eher harmlos. Man müsste mal im Selbstversuch die Fruchtstände der O. japonica zerlegen, um sicher zu wissen, ob die auch diese Härchen hat oder nicht. Leider ist mir kein Standort bekannt. Wenn diese tatsächlich keine Härchen hätte, könnte man für zukünftige Pflanzungen diese Art empfehlen.
Den Juckreiz an den Händen bekommt man mit warmem Wasser und Seife schnell weg. Also nicht so schlimm. Aber einatmen wollte ich das lieber nicht.
Gruß Frank
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Re: Ostrya sp.
Ich habe einen großen Fachbetrieb in NL befragt, der O. japonica auch im Verkaufsprogramm hat.
1. Es sind keine gravierenden Beschwerden der beiden anderen Arten bekannt. Kurzzeitiger Juckreiz bei direktem Kontakt.
2. O. japonica sei extrem langsamwüchsig, wird deshalb sehr selten verlangt, auch als Straßenbaum nicht so geeignet.
3. O. carpinifolia sei in Bezug auf den Klimawandel ein "Baum der Zukunft".
4. Bei Platanen gäbe es auch solche Härchen, aber mit stärkerer Hautreizung.
1. Es sind keine gravierenden Beschwerden der beiden anderen Arten bekannt. Kurzzeitiger Juckreiz bei direktem Kontakt.
2. O. japonica sei extrem langsamwüchsig, wird deshalb sehr selten verlangt, auch als Straßenbaum nicht so geeignet.
3. O. carpinifolia sei in Bezug auf den Klimawandel ein "Baum der Zukunft".
4. Bei Platanen gäbe es auch solche Härchen, aber mit stärkerer Hautreizung.
Re: Ostrya sp.
Hallo,
bei Straßenbäumen haben viele Städte öffentlich einsehbare Baumkataster. Neulich habe ich nachgeguckt, weil mir die Hainbuche nicht so ganz hainbuchig erschien. In der Straße in einem Neubaugebiet hat man tatsächlich im nördlichen Bereich Ostrya carpinifolia gepflanzt:
während man im südlicheren Teil der Straße bereits 2008 Carpinus betulus gepflanzt hatte:
Ersterer gilt vielleicht eher als Straßenbaum der Zukunft, wobei jedenfalls in HH sowohl Hain- als auch Hopfenbuche noch recht selten als Straßenbaum anzutreffen sind.
bei Straßenbäumen haben viele Städte öffentlich einsehbare Baumkataster. Neulich habe ich nachgeguckt, weil mir die Hainbuche nicht so ganz hainbuchig erschien. In der Straße in einem Neubaugebiet hat man tatsächlich im nördlichen Bereich Ostrya carpinifolia gepflanzt:
während man im südlicheren Teil der Straße bereits 2008 Carpinus betulus gepflanzt hatte:
Ersterer gilt vielleicht eher als Straßenbaum der Zukunft, wobei jedenfalls in HH sowohl Hain- als auch Hopfenbuche noch recht selten als Straßenbaum anzutreffen sind.
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Re: Ostrya sp.
Hallo,
so wie das hier in den 2 Plänen abgebildet ist, kann man nichts ersehen. Aber ich habe den Originalplan des HH-Baumregisters aufgerufen und kann dort auf jeden grünen Punkt mit dem Cursor gehen und bekomme die weiteren Informationen. Nur funktioniert das nicht bei den hier gezeigten Plänen. Wenn das aussagekräftig sein soll, müsste man die einzelnen Bäume in der Grafik mit einer zusätzlichen Kennzeichnung versehen. Viel Arbeit, wenig Nutzen. Aber die Originalseite ist sehr gut. Man kann gezielt über Eingabe der Adresse z.B. die Bäume in der eigenen Straße checken.
Gruß Frank
so wie das hier in den 2 Plänen abgebildet ist, kann man nichts ersehen. Aber ich habe den Originalplan des HH-Baumregisters aufgerufen und kann dort auf jeden grünen Punkt mit dem Cursor gehen und bekomme die weiteren Informationen. Nur funktioniert das nicht bei den hier gezeigten Plänen. Wenn das aussagekräftig sein soll, müsste man die einzelnen Bäume in der Grafik mit einer zusätzlichen Kennzeichnung versehen. Viel Arbeit, wenig Nutzen. Aber die Originalseite ist sehr gut. Man kann gezielt über Eingabe der Adresse z.B. die Bäume in der eigenen Straße checken.
Gruß Frank