xxxPLxxx Schiefer Wald mit deformierten Kiefern Register-Nr.: 7485

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Harztroll
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Beitrag von Harztroll »

Naja Pinus mugo wird es wohl nicht sein, da die ja eher strauchförmig bis niederliegend wächst (Hochgebirgsregion). Sie heißt ja unter anderem auch Legekiefer (Legföhre, Legkiefer nach Wikipedia). Ich denke schon, daß das Ganze wirklich was mit dem Schiffbau zu tun hat. Denn sieht man sich mal so nen Schiffsrumpf an, benötigt man ja wirklich unterschiedlich gebogenes Holz. Und wie gesagt, sieht man sich die Gegend an, ist der Schiffsbau schon recht naheliegend. Neu wäre mir nur, daß man Kieferholz zum Schiffsbau nutzt. Ich dachte immer typisch wären da eher Eichen und sowas. Aber vielleicht reicht das Kiefernholz für für einfachere billigere Kähne. Aber interessant ist das Thema allemal, zumal keiner zu wissen scheint, welchen Grund die Deformierung wirklich hat.

Viele Grüße
Ich sehe mich nach der Vergangenheit um, die ist verworren und finster wie ein abendlicher Wald, und die Zukunft ist ein Abgrund, voll von Nebel. - Löns -

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baumlaeufer
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Verbogene Kiefern

Beitrag von baumlaeufer »

...sind auch im Heidegebiet Westruper Heide bei Haltern /Kreis Recklinghausen zu finden. Wenn auch nicht so spektakulär und nur partiell. Eine schlängelte zunächst liegend auf der Länge von 5 Metern und entschied sich dann für aufrechten Wuchs.
Diese hier hat einen oberschenkeldicken Ast, der sich wie ne Schnecke gewunden hat.
Baumlaeufer-Wolfgang
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baumlaeufer
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Verbogene Kiefern

Beitrag von baumlaeufer »

Ich habe das Rätsel um die defomierten Kiefen gelöst:
Die jungen Kiefern wurden durch den Kiefernknospentriebwickler befallen. Dieser sorgt durch Frassschäden in den Knopsen für den posthornartigen Wuchs.
http://www.faunistik.net/DETINVERT/LEPI ... liana.html

Grüße vom
Baumlaeufer-Wolfgang
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Harztroll
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Beitrag von Harztroll »

Ja, ich denke, das könnte es sein. Fragt sich nur, warum die Tierchen nur Knospen einer Himmelsrichtung befallen und damit diese Regelmäßigkeit der abgeknickten Triebe erzeugt haben...
Ich sehe mich nach der Vergangenheit um, die ist verworren und finster wie ein abendlicher Wald, und die Zukunft ist ein Abgrund, voll von Nebel. - Löns -

Andreas75
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Beitrag von Andreas75 »

Hm, einfach mal die Polen vor Ort fragen? Die Polen sind eigentlich nette, bodenständige und hilfsbereite Leute. Müßte sich nur noch jemand finden, der polnisch kann, um nachzufragen =)!

Grüße, Andreas

kurt
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Beitrag von kurt »

Es mag sich jetzt pedantisch anhören. Aber den Flüchtigkeitsfehler "Defo(r)mierte Kiefern" kann doch jemand korrigieren. Gerade im Titel sollte man das nicht stehen lassen.

Gruss
Kurt
Zuletzt geändert von kurt am 06 Okt 2008, 18:30, insgesamt 1-mal geändert.

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stefan
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Beitrag von stefan »

Hallo Kurt
kurt hat geschrieben:...Gerade im Titel sollte man das nicht stehen lassen. ... /quote]
du hast völlig recht - normalerweise sollte man Schreibweisen der Teilnehmer nicht korrigieren, man hätte auch viel zu tun.
Bei einem offensichtlichen Tippfehler, gerade auch in der Überschrift ist es schon 'was anderes.
Aber - das zeigt auch, wie man selber meistens liest: man liest und versteht den Inhalt, ohne derartige Details zu registieren! Wenn man einen Text noch so oft Korrektur liest - den Tippfehler in der Überschrift übersieht man oft! :)
Gruß, Stefan
Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen in den Garten
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baumlaeufer
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Beitrag von baumlaeufer »

Kiefer hat geschrieben:Hm, einfach mal die Polen vor Ort fragen? Die Polen sind eigentlich nette, bodenständige und hilfsbereite Leute. Müßte sich nur noch jemand finden, der polnisch kann, um nachzufragen =)!

Grüße, Andreas
@ Hy Andreas,
wenn du mir sagst, wo ich nachfragen soll, dann will ich das wohl tun. allerdings nur auf Deutsch, auch wenn's unhöflich ist!! Ich hatte schon über die deutschen Nationalparkkollegen gleiches versucht, wenn du weiter oben schaust !!!

@ hy Kurt

danke für Anregung :o zur Rechtschreibung

Grüße
vom
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kurt
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Beitrag von kurt »

Sieht doch so viel besser aus, auch für neue Besucher. Mich hat es jedenfalls bei jedem Aufruf gestört.

Gruss
Kurt

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baumlaeufer
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Re: Deformierte Kiefern

Beitrag von baumlaeufer »

wir haben hier in Dornswalde / Brandenburg eine ähnlich deformierten Wald ohne Erklärungen für den Grund ....ist es dort auch der Kiefernknospentriebwickler ?

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Yogibaer
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Re: Deformierte Kiefern

Beitrag von Yogibaer »

Die Ursache solcher Deformationen ist durch den Verlust der/des Terminalknospe/-triebes zu suchen. Das lässt sich aber nach Jahren oder gar Jahrzehnten nicht mehr Zweifelsfrei feststellen lassen.
In der Terminalknospe werden Auxine produziert die im absteigenden Saftstrom nach unten verlagert werden und das Wachstum der Seitenknospen verlangsamen. Wird die Terminalknospe entfernt übernehmen die Seitenknospen die Produktion von Auxinen, durch den Phototropismus wird dann die Knospe die das meiste Licht erhält mit mehr Nährstoffen versorgt und treibt somit stärker aus. Nach meiner Meinung führt dann der Geotropismus zu einen Bogen in der Wuchsachse da sich ja der Baum möglichst senkrecht ausrichten möchte. Ob das so ist kann ich nicht belegen, bei Hafer wurden Versuche durchgeführt wo mittels in Agarblöcken eingelagerten Auxinen bei seitlicher Positionierung der Blöcke eine Krümmung der Sproßachse in diese Richtung gemessen wurde. Dies wäre eine Erklärung für die Deformation für die Wachstumsanomalie wo zwischen den Durchmessern ober- und unterhalb der Anomalie kein großer Unterschied feststellbar ist.
Bei Anomalien in größerer Höhe ist bei Durchmesserunterschieden meist Wipfelbruch dafür verantwortlich.
Zusammengefasst ist immer ein Verlust der/des Terminalknospe/-triebes verantwortlich, über die Ursachen kann man nur Mutmaßungen erstellen.
Gruß Yogi
Zuletzt geändert von Yogibaer am 30 Mär 2020, 06:05, insgesamt 1-mal geändert.

Spinnich
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Re: Deformierte Kiefern

Beitrag von Spinnich »

Zu dem polnischen Phänomen habe ich diesen Beitrag gefunden.

LG Spinnich 8)
Das Talent der Menschen, sich einen Lebensraum zu schaffen, wird nur durch ihr Talent übertroffen, ihn zu zerstören.
- Georg Christoph Lichtenberg -

Kiefernspezi
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Re: Deformierte Kiefern

Beitrag von Kiefernspezi »

Gut jedenfalls, dass die Bäume stehen geblieben sind. Ich finde, dass sollte man mal mit Thujen so machen. Das wäre nach wenigen Jahrzehnten ein sehr beeindruckender Wald...😅
Ich denke auch an den Schiffsbau und menschlichen Einfluss. An einem Hang könnte man solche Neigungen noch Natürlich erklären. Aber es ist ja eine Ebene.
Ich kenne diesen Wald von Bildern schon sehr lange, war aber noch nie persönlich dort. Mit Sicherheit gibt es dort Naturverjüngungen. Und wenn die Bäume natürlich so gewachsen wären, müssten die Jungbäume auch die Eigenschaften zeigen...
Zudem spricht für den menschlichen Einfluss, dass es sich um einen Forst handelt. Die Bäume sind ja alle in etwa gleich alt.

Viele Grüße

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baumlaeufer
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Beitrag von baumlaeufer »

Der Schiefe Wald mit deformierten Kiefern bei Nowe Czarnowo / Gryfino / Polen ist jetzt unter der Register-Nr.: 7485 neu eingetragen. Den umfangreichen Thread zur Klärung des Schadbildes - beginnend schon 2008- verschiebt Moderator Stefan hierhin, so daß dieser Beitrag hier dann am Ende steht.

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