Zirben und ihre Babies

Ihr habt einen Nadelbaum/ Strauch (Konifere) in Deutschland oder Europa gesehen, könnt ihn aber nicht bestimmen? Fragt hier einfach danach.

Moderatoren: LCV, stefan, tormi, Kiefernspezi

Andreas75
Beiträge: 3995
Registriert: 13 Dez 2004, 00:17

Beitrag von Andreas75 »

Hallo!

Grundsätzlich halte ich wenig davon, Koniferen so zusammenzustutzen, denke aber, daß der Terminalenverlust für die Arve nicht so tragisch ist, da sie aus ihren Habitaten Schneebruch "gewohnt" ist, und wie ich mir vorstellen kann, recht flott neue Terminalen bildet.

Soll nicht heißen, daß ich diesen rigorosen Schnitt gut heiße, ich sage nach wie vor, erst nachdenken, dann pflanzen, aber ich denke, sie kann es relativ gut wieder ausgleichen.

Grüße, Andreas

PS: Wenngleich ich den Stamm bis zum nächten ungeschnittenen Astwirbel zurück genommen hätte, denn aus dem Zipfel wird sie nicht wieder austreiben.

wolfram
Beiträge: 3419
Registriert: 03 Mai 2007, 16:59

Beitrag von wolfram »

Hallo Andreas,
zu Deinem Beitrag kann ich mit einem Bild aufwarten. Man erkennt deutlich, daß die Pinus cembra einen Kronenschaden hatte, und das sicherlich nicht nur einmal, wie der verwachsene Stammgrund zeigt.

Gruß
Wolfram

Piru
Beiträge: 1034
Registriert: 29 Aug 2006, 23:10
Wohnort: Aus Überzeugung Harzerin

Beitrag von Piru »

Da geb ich dir recht Martin!!! Quälerei!!

Aber Störche und andere größere Vögel wird es freuen...
Viele kleine Leute,
die viele kleine Schritte tun,
gestallten unsere Erde neu!

Cryptomeria
Beiträge: 9539
Registriert: 25 Mai 2006, 21:45
Wohnort: Fraulund/ 24405 Rügge

Beitrag von Cryptomeria »

Ich hätte, wie Andreas, den oberen "Stummel" bis zum nächsten Quirl noch abgenommen. Das sieht nicht ganz so schlimm aus. In ein paar Jahren hat sichs verwachsen wie man bei Wolframs Bild sieht.

Das immer wiederkehrende Problem.Vermeintlich großer Garten, wenn man beginnt und alle Pflanzen 3o-5o cm groß sind. Nach 20 Jahren ist der Garten ganz klein geworden. Ist einem dann der ein oder andere besonders ans Herz gewachsen, versucht man es mit einem Schnitt, weil man ihn nicht gleich ganz absägen möchte.

Für Vogelnest ist das viel zu offen, da freut sich jede Elster/ Eichhorn/Krähe/Buntspecht usw. Und für einen Storch wird das auch nichts. Als Ansitz für manchen Insektenfresser oder evtl. auch Turmfalken allerdings geradezu ideal.

Viele GRüße

Wolfgang

Cryptomeria
Beiträge: 9539
Registriert: 25 Mai 2006, 21:45
Wohnort: Fraulund/ 24405 Rügge

Beitrag von Cryptomeria »

Als Ergänzung noch:

Die sehr hübschen Tannenhäher gibt es bei uns im mittelhessischen Bergland auch, vor allem noch etwas östlicher von uns Richtung Westerwald/Rothaargebirge.

Wolfgang

Auszug
Beiträge: 30
Registriert: 03 Aug 2007, 22:19

Beitrag von Auszug »

Hallo zusammen,

für mich sieht das so aus, als hätte der Baumbesitzer Vorarbeiten geleistet um den Baum vollends zu fällen bzw. zu entfernen. Alles andere wäre eine Verschandelung der Landschaft. Oder eine bewußte Provokation?

Schönen Gruß
Eugen

tormi
Moderator
Beiträge: 5728
Registriert: 07 Feb 2007, 19:42
Wohnort: Hinkel, Luxemburg

Beitrag von tormi »

Dann hätte er sich nicht die Mühe gemacht die Triebe die sich direkt unter dieser 'Krone' befinden einzukürzen.

Meiner Meinung nach setzt der Baumbesitzer bewusst auf einen Neuaustrieb in/unter der 'Krone'.

Der Baum steht zwischen Eingangstür und Grundstücksgrenze, gerade mal 4m mit Mauer und Zugangsweg und damit definitif an der falschen Stelle. Er ist momentan eine Zumutung für jeden der ihn sieht, wird wieder austreiben und das ganze geschnippel fängt wieder von vorne an.
Einzig wahre Lösung in diesem Fall wäre für mich der ultimative Schnitt. Schade für das Gehölz, das ist klar aber eine solche Frevlerei kann man doch keinem zumuten.
Cryptomeria hat geschrieben dass Gehölze einem manchmal ans Herz wachsen und dass man sich schwer oder gar nicht davon trennen möchte. Das ist verständlich, aber das hier hat meiner Meinung nach nichts mit Gehölzliebe zu tun.

In der freien Natur, so wie auf Wolframs Bild soll es so sein (das heisst nicht dass jetzt alle Triebspitzen abrechen sollen). Dort stört es keinen wenn die Natur ihren freien Lauf nimmt.

LG Nalis
Dateianhänge
Pinus cembra.jpg
Pinus cembra.jpg (31.81 KiB) 4973 mal betrachtet

Harztroll
Beiträge: 681
Registriert: 18 Aug 2005, 17:30
Wohnort: Magdeburg
Kontaktdaten:

Beitrag von Harztroll »

Zirben und ihre Babies - Ich hab in diesem Jahr die Zirbennanny und ihren Kindergarten getroffen. Wenn ihr leise seid, könnt ihr hören, wie sie ihren kleinen Schützlingen Gechichten zuflüstert.

Bild

Das Foto entstand im oberen Debanttal in den Hohen Tauern bei etwas abenteuerlichem Wetter :wink:

Viele Grüße
Ich sehe mich nach der Vergangenheit um, die ist verworren und finster wie ein abendlicher Wald, und die Zukunft ist ein Abgrund, voll von Nebel. - Löns -

Brötchen
Beiträge: 1191
Registriert: 18 Mär 2007, 14:31
Wohnort: Hahnbach

Beitrag von Brötchen »

Hallo Harztroll
woher willst du denn wissen, ob es der Kindergarten ist? Vieleicht ist es auch die Schule oder die Mutter/ der Vater mit ihren/ seinen Kindern. :wink:

Grüße Martin
Auch ein kleiner Baum ziert einen großen Garten.

Piru
Beiträge: 1034
Registriert: 29 Aug 2006, 23:10
Wohnort: Aus Überzeugung Harzerin

Beitrag von Piru »

Das ist eine Frau mit den breiten Hüften :wink:
Viele kleine Leute,
die viele kleine Schritte tun,
gestallten unsere Erde neu!

Brötchen
Beiträge: 1191
Registriert: 18 Mär 2007, 14:31
Wohnort: Hahnbach

Beitrag von Brötchen »

und ihren Kindern.
Auch ein kleiner Baum ziert einen großen Garten.

Harztroll
Beiträge: 681
Registriert: 18 Aug 2005, 17:30
Wohnort: Magdeburg
Kontaktdaten:

Beitrag von Harztroll »

Piru hat geschrieben:Das ist eine Frau mit den breiten Hüften :wink:
Gut beobachtet :wink:
Ich sehe mich nach der Vergangenheit um, die ist verworren und finster wie ein abendlicher Wald, und die Zukunft ist ein Abgrund, voll von Nebel. - Löns -

Antworten