@Aras: du darfst dich auch nicht wundern (oder erschrecken
Und auch den Standort sollte man gut einschätzen können.
Ich selbst suche und esse auch einiges aus Wildsammlung, aber meist wirklich nur aus dem Wald/ Waldrand und nur das, was frisch gewachsen ist und oberflächlich betrachtet schon mal sehr sauber aussieht. Schon mit "Feldrand" habe ich Bedenken, weil ich ja nicht weiß, was der Bauer da kürzlich ausgebracht hat. In meiner "Ecke" ist das m.M. nach keine biologische Landwirtschaft. Da habe ich nur mal etwas gesammelt (Franzosenkraut), als kurz vorher dort die Zucchinis geerntet worden waren (weil ich davon ausgehen, dass die Karenzzeit eingehalten wird). Ich habe dann aber im Nachhinein erfahren, dass Felder an einem Gewässer (hier bei mir Altrhein), das als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist, auch nicht mit Chemie "bedacht" werden dürfen, bzw. da gibt es Abstandsregeln.
D.h. in der Nähe von Straßen, von Parkplätzen, von Hundepippiegassiewegen, da nehme ich nichts mit. Sofern man eine medizinische Wirkung erzielen möchte, muss man natürlich bedenken, dass die Wirkstoffe nicht standardisiert sind, aber was soll's - sage ich mir dann. Nur sollte man es nicht übertreiben, auch nicht mit "normalen" bzw. als "ungefährlich" betrachteten Kräutern. Sogar solche althergebrachten Tees wie Kamille oder Pfefferminze sollte man nicht jeden Tag trinken.
Ansonsten macht es aber viel Spaß (... Jäger- und Sammlergene?
Aber die Inhaltsstoffe sind in wilden Gewächsen durchaus "etwas dichter" - aber egal, ob man das nun in positiver Weise nutzen möchte oder ob man negative Wirkungen befürchtet, man isst die Wildkräuter ja nicht kiloweise.
Ich würde auch jede "neue" Nahrungspflanze erst einmal in kleinen Mengen testen, man kann auch sehr unangenehme Überraschungen erleben. So vermute ich, dass ich auf Wiesenbärenklau (nicht zu verwechseln mit Riesenbärenklau) überempfindlich oder allergisch reagiere. Vor ein paar Jahren habe ich den probiert (roh und gekocht), das fand ich lecker, ganz prima. Ein Jahr später hatte ich das Gefühl, dass mein Hals anschwillt, als ich frische Triebe davon aß . Ich war kurz davor, Panik zu bekommen - im Wald, allein. Das ging dann aber wieder weg. Eine winzige Menge habe ich dann noch einmal als Spinat zubereitet probiert und hatte das gleiche seltsame Gefühl im Hals, seitdem rühre ich die Pflanze nicht mehr an, obwohl ich den Geschmack mochte (und sie auch als essbar im "dicken Buch" steht).