Name der Anlage:
Dendrologischer Garten Bad Berneck
Kurzbeschreibung:
Das exotische Paradies im Rotherspark wurde von Wilhelm Rother in der Mitte des 19. Jahrhunderts angelegt und mit Bäumen aus aller Welt bepflanzt. Über 50 verschiedene Arten fremdländischer Bäume sind dort zu bewundern, darunter beispielsweise Rot-, Sumpf- und Purpureichen, Hopfenbuche, Silberlinden, Esskastanie, Pyramideneiche sowie orientalische Fichten. Das Besondere ist auch das hohe Alter der Bäume. Die meisten davon wurden bereits vor mehr als 100 Jahren gepflanzt.
Auf dem Lehrpfad mit seinen Schautafeln wird viel Interessantes über die botanischen Besonderheiten vermittelt und man erfährt darüber hinaus Wissenswertes über den Bergbau.
Lage (PLZ, Ort, Großraum/Gebiet, Bundesland, Land):
Deutschland, Bayern, Fichtelgebirge, Franken, Raum Bayreuth, Bad Berneck, PLZ 95460
Kosten/Eintritt:
Öffnungszeiten:
Bewertung:
ich bin auf den Hinweis in einem alten Forumsbeitrag gestoßen und möchte zumindest den Hinweis hier bekanntmachen!
Größe in ha:
Besonderheiten:
geführte Touren (ja/nein, Kurzbeschreibung):
Auskunft: 09273/574374
Park/Anlage betreut von:
Adresse/Kontakt:
Homepage:
http://www.badberneck.de/Sehenswertes/D ... er_Garten/
Link zum Parkplan:
Link zu Google-Maps:
Kartenübersicht
Literatur zur Anlage/Baumführer/Baumverzeichnis:
http://www.fichtelgebirge.de/02_Tourism ... ten_Parks/
Dendrologischer Garten Bad Berneck (D - 95460 - Bad Berneck - Bayreuth)
Moderatoren: LCV, stefan, tormi
Dendrologischer Garten
Hallo Baumkundler,
Ich habe den Dendrologischen Garten in Bad Berneck vor zwei Wochen besucht und wurde leider recht enttäuscht. Die Bezeichnung "Dendrologischer Garten" ist doch recht hochgegriffen. Das relativ kleine Areal des Gartens befindet sich auf dem Rotherberg über der Stadt Bad Berneck. Der große restliche Teil des Berges ist überwiegend mit Hainbuchen und Buchen bewachsen und ist durchzogen von schönen Wanderrouten.
Im frei zugänglichen Garten stehen zwei sehenswerte Gurken-Magnolien (Magnolia acuminata) und 150 Jahre alte Douglasien (Pseudotsuga menziesii). Am Eingang des Parks stehen stattliche Exemplare verschiedener Lindenarten und einer Esskastanie (Castanea sativa).
Da ich im eigenen Garten gern eine Hopfenbuche (Ostrya virginiana) pflanzen möchte, das Klima bei uns in der Oberpfalz aber ziemlich rauh ist, hätte mich interessiert, wie sich die Hopfenbuchen in Bad Berneck machen.
Für Ortsunkundige: Bad Berneck liegt im Fichtelgebirge im Nordosten Bayerns mit einer Jahresmitteltemperatur von ca. 5,8 °C. Also nix für Sonnenanbeter. Zum Vergleich: JMT Deutschland 8,1 °C.
Es sei noch gesagt, dass die Bezeichnung "Gebirge" bei Schweizern oder gar Tibetern einen Lachanfall auslösen kann und man eher von großen Hügelketten spricht.
Aber zurück zur Hopfenbuche. Die habe ich dort - auch auf Nachfrage - nicht angetroffen, obwohl auf der Internet-Seite dafür geworben wird. Schade. Und bei der angepriesenen Purpureiche weiß ich gar nicht, um was für einen Baum es sich dabei handeln soll.
Die Führerin war sehr freundlich und ging neben den Bäumen und Sträuchern auch auf die Geschichte des Rotherbergs und seinem Bergwerk ein, in dem auch Alexander von Humboldt einige Jahre tätig war.
Jedoch sind ihre botanischen Kenntnisse, wie sie auch betonte, nicht auf dem Stand eines Experten, sondern ihr Interessensgebiet liegt in der Gewässerkunde. So bezeichnete sie unter anderem die Früchte der Gurken-Magnolie als missgebildete Blütenknospen oder musste sich anhand des Beschreibungsetiketts versichern, dass es sich um den vorgestellten Baum auch um einen Berg- und nicht um einen Spitz-Ahorn handelt.
Fazit: Auf Grund der desolaten Haushaltslage Bad Bernecks ist kein Geld für den Unterhalt der Anlage vorgesehen. Und das ist auch deutlich zu sehen. So sind zum Beispiel der aufgestellte Pavillon für Kletterpflanzen im Herzen der Anlage - wahrscheinlich durch einen herabgestürzten Ast - demoliert und die vor zehn Jahren gesetzten Kletterpflanzen großteils verschwunden. Und die für die Pflege ab und zu eingesetzten ABM-Kräfte räumen laut der Führerin so richtig auf, so dass neben dem Unkraut auch Wald-Erdbeeren und Storchschnabel (Geranium) nach der Aktion verschwunden sind.
Ein Besuch des Dendrologischen Gartens lohnt sich für Baumkundler nicht.
Grüße Kenobi
Ich habe den Dendrologischen Garten in Bad Berneck vor zwei Wochen besucht und wurde leider recht enttäuscht. Die Bezeichnung "Dendrologischer Garten" ist doch recht hochgegriffen. Das relativ kleine Areal des Gartens befindet sich auf dem Rotherberg über der Stadt Bad Berneck. Der große restliche Teil des Berges ist überwiegend mit Hainbuchen und Buchen bewachsen und ist durchzogen von schönen Wanderrouten.
Im frei zugänglichen Garten stehen zwei sehenswerte Gurken-Magnolien (Magnolia acuminata) und 150 Jahre alte Douglasien (Pseudotsuga menziesii). Am Eingang des Parks stehen stattliche Exemplare verschiedener Lindenarten und einer Esskastanie (Castanea sativa).
Da ich im eigenen Garten gern eine Hopfenbuche (Ostrya virginiana) pflanzen möchte, das Klima bei uns in der Oberpfalz aber ziemlich rauh ist, hätte mich interessiert, wie sich die Hopfenbuchen in Bad Berneck machen.
Für Ortsunkundige: Bad Berneck liegt im Fichtelgebirge im Nordosten Bayerns mit einer Jahresmitteltemperatur von ca. 5,8 °C. Also nix für Sonnenanbeter. Zum Vergleich: JMT Deutschland 8,1 °C.
Es sei noch gesagt, dass die Bezeichnung "Gebirge" bei Schweizern oder gar Tibetern einen Lachanfall auslösen kann und man eher von großen Hügelketten spricht.
Aber zurück zur Hopfenbuche. Die habe ich dort - auch auf Nachfrage - nicht angetroffen, obwohl auf der Internet-Seite dafür geworben wird. Schade. Und bei der angepriesenen Purpureiche weiß ich gar nicht, um was für einen Baum es sich dabei handeln soll.
Die Führerin war sehr freundlich und ging neben den Bäumen und Sträuchern auch auf die Geschichte des Rotherbergs und seinem Bergwerk ein, in dem auch Alexander von Humboldt einige Jahre tätig war.
Jedoch sind ihre botanischen Kenntnisse, wie sie auch betonte, nicht auf dem Stand eines Experten, sondern ihr Interessensgebiet liegt in der Gewässerkunde. So bezeichnete sie unter anderem die Früchte der Gurken-Magnolie als missgebildete Blütenknospen oder musste sich anhand des Beschreibungsetiketts versichern, dass es sich um den vorgestellten Baum auch um einen Berg- und nicht um einen Spitz-Ahorn handelt.
Fazit: Auf Grund der desolaten Haushaltslage Bad Bernecks ist kein Geld für den Unterhalt der Anlage vorgesehen. Und das ist auch deutlich zu sehen. So sind zum Beispiel der aufgestellte Pavillon für Kletterpflanzen im Herzen der Anlage - wahrscheinlich durch einen herabgestürzten Ast - demoliert und die vor zehn Jahren gesetzten Kletterpflanzen großteils verschwunden. Und die für die Pflege ab und zu eingesetzten ABM-Kräfte räumen laut der Führerin so richtig auf, so dass neben dem Unkraut auch Wald-Erdbeeren und Storchschnabel (Geranium) nach der Aktion verschwunden sind.
Ein Besuch des Dendrologischen Gartens lohnt sich für Baumkundler nicht.
Grüße Kenobi