Blätter der jungen Birke

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Tanne
Beiträge: 60
Registriert: 03 Okt 2006, 17:09

Blätter der jungen Birke

Beitrag von Tanne »

Hallo an alle,

hätte da wieder mal eine Frage und zwar, warum sind die Blätter
der Jungbäume so riesig (hier meine Birke als Beispiel) und die der
"erwachsenen" viel kleiner?
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Andreas75
Beiträge: 3995
Registriert: 13 Dez 2004, 00:17

Beitrag von Andreas75 »

Hallö!

Könnte ich mir so erklären: Größere Assimilationsfläche, schnelleres Wachstum!

So eine Birke ist ja eine Pionierholzart, und nicht besonders konkurrenzkräftig, so daß es wichtig ist, auf einem neuen Standort möglichst rasch Höhe zu gewinnen, damit sie über die sich rasch bildende Krautschicht kommt, und auch über andere Baumsämlinge, etwa Ahorne und Weiden, die, da etwas anspruchsvoller, ja im ersten Jahr bestenfalls 20- 30 cm schaffen, während eine Birke locker 50 hinlegen kann. Das schnelle Wachstum setzt sich fort bis sie 2- 3 Meter hat, ab der Größe kann sie auch schon anfangen, zu fruchten, womit das primäre Ziel, Arterhaltung, gesichert ist.
Und das geht nur mit so großem Laub, kleineres brächte nicht genug Zuwachs.

Grüße, Andreas

Tanne
Beiträge: 60
Registriert: 03 Okt 2006, 17:09

Beitrag von Tanne »

Hi,

hast eigentlich Recht, ist plausiebel. Mein Ahorn im Topf hat so etwa 30 cm.
Einer der draußen wächst, ist schon über den Zaun hoch (so um die 2 meter), ist glaube einjährig und hat Riesenblätter.

Andreas75
Beiträge: 3995
Registriert: 13 Dez 2004, 00:17

Beitrag von Andreas75 »

Hallo!

Das ist dann bestimmt nen gekappter, der aus dem Stumpf neu trieb, oder?

Grüße, Andreas

wolfachim_roland
Beiträge: 5605
Registriert: 08 Jun 2006, 08:53
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Beitrag von wolfachim_roland »

Hallo, Tännlein:
Junge Blätter sind aus dem von Andreas genannten Grund bei vielen Arten größer als ältere Blätter.
Deshalb soll man bei der Baumbestimmung auch stets die Blätter vom letztjährigen Trieb - und nicht die ganz frischen - heranziehen.

Wolf
Wolf Roland

Brötchen
Beiträge: 1191
Registriert: 18 Mär 2007, 14:31
Wohnort: Hahnbach

Beitrag von Brötchen »

Hallo
das ist sehr interessant.Passiert das auch bei den Nadelbäumen?werden am Anfang auch die Nadeln größer?

Grüße Martin

Andreas75
Beiträge: 3995
Registriert: 13 Dez 2004, 00:17

Beitrag von Andreas75 »

Hallö!

Mir bekannte Koniferen haben von Anfang an die endgültige Nadelgröße. Sie machen etwaigen Konkurrenzdruck dadurch wett, daß sie die ersten Jahre oberirdisch kaum wachsen, dafür aber unterirdisch, und mit dem kräftigen Wurzelwerk dann plötzlich losgehen wie eine Rakete, durch Toleranz gegenüber Schattendruck etc. !

Grüße, Andreas

Brötchen
Beiträge: 1191
Registriert: 18 Mär 2007, 14:31
Wohnort: Hahnbach

Beitrag von Brötchen »

Hallo
Das wusste ich noch nicht einmal.Aber ist es ein Problem wenn ich einen Nadelbaum in einem Topf lasse?(schon länger als 3,5 Jahre)

Grüße Martin

Tanne
Beiträge: 60
Registriert: 03 Okt 2006, 17:09

Beitrag von Tanne »

Hallo an alle,

irgendwie habe ich Probleme mit der Seite, meine Beiträge laden
sich nicht auf, zeigt ständig abgebrochene Verbindung an :cry:

Tanne
Beiträge: 60
Registriert: 03 Okt 2006, 17:09

Beitrag von Tanne »

So, jetzt gehts auf einmal wieder,

danke an alle, die mitmachen.

to Kiefer: der Ahorn draußen ist eine Jungpflanze, die
sich dummerweise ausgerechnet die Einzeunung des Gastanks zum wachsen ausgesucht hat. Die werden ihn bestimmt mit der Motorsense niedermetzeln.

Und das hier ist mein Bergahorn,so ca. 3-4 Monate alt:
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kurt
Beiträge: 3254
Registriert: 22 Mai 2006, 19:31
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Beitrag von kurt »

Hallo zusammen
Die Erklärung von Kiefer ist einleuchtend. Es ist nicht nur die Birke. Auch die jungen Schwarzerlen und Zitterpappeln zeigen etwa doppelt so grosse Blätter als die erwachsenen Exemplare. Bei den Stieleichen ist es umgekehrt. Ich rede hier nicht von grösserem Blattwachstum infolge Lichtmangels.
Wieder was klar geworden.
Gruss
Kurt

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