Afrikanische Walnuss

Ihr habt einen Laubbaum/ Strauch ausserhalb Europa, z.B. Afrika, Asien gesehen, und möchtet ihn bestimmen, dann könnt ihr hier fragen.

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Hummelschwärmer
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Afrikanische Walnuss

Beitrag von Hummelschwärmer »

Liebe Spezialisten,

was ist eine afrikansiche Walnuss - bzw. zeigt das Bild eine ?
Im Internet finde ich wenig bis verwirrendes - z.B. die folgenden Bezeichungen:

Schotia brachypetale
Weeping Boer Bean
Coula edulis
African walnut

Nichts von alle dem hilft mir aber wirklich weiter etwas über diesen Baum heraus zu finden. Kann ich den anpflanzen (wenn ich Platz dafür finde) muß die Nuß vorher in den Backofen - oder was muß ich beachten. Kennt Ihr Literatur (im Internet) über diesen Baum ?`

Einen schönen Abend und vielen Dank für jedwede Hilfe.
Christine
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wolfram
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Beitrag von wolfram »

Hallo Christine,
außer, daß es sich um eine Juglans handelt, kann ich an dem Bild nichts weiter erkennen. Wie soll dann jemand Auskunft darüber geben?

Afrikanische Walnuß gibt es nicht, zumindest ist die auf dem Bild keine solche.

Ich kann mir nur vorstellen,daß tormi einen Ausweg aus dem Dilemma kennt.

Sorry
Wolfram

tormi
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Beitrag von tormi »

Hallo,
stattlicher Baum, aber auf die Distanz kann ich den nicht bestimmen. Juglandaceae ist gut möglich.
Eine Detailaufnahme von Blatt oder Frucht würde bestimmt helfen. Hoffentlich steht der Baum nicht zu weit weg.
LG und gute Nacht Nalis

Hummelschwärmer
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Beitrag von Hummelschwärmer »

Hallo Nalis,

doch der Baum steht leider zu weit weg und seine Blätter sind eindeutig zu weit oben um auf einer Riesen-Geburtstags-Feier (80 + 18 ) da rumzuturnen. Also Walnuss auf jeden Fall - ich habe die Früchte früher schon in der Hand gehabt - die Blätter sind auch walnussig, bloß mit 15 - 17 Einzelblättern. Im Herbst muß man da mit Stahlhelm rumlaufen um nicht erschlagen zu werden. Das einzige was ich Euch noch anbieten kann sind die Mini-Früchte, die er jetzt ob der Frühjahrstrockenheit zu tausenden abgeschmissen hat. Größe etwa wie Erbse.

Der Baum soll so um 1900 gepflanz worden sein und heißt seit ich ihn kenne Afrikanische Walnuß und zumindest den Begriff gibt es im Internet auch. Da steht auch, daß dieser Nußbaum gerne feucht steht - das tut dieser hier bestimmt - denn bei Regen ist die Wiese ein Sumpf. Irgendein Vorfahr hatte die Nuss aus Afrika mitgebracht.

Vielen Dank für Deine Mühe - ich hatte halt gehofft irgendwer hätte den ultimativen Literatur-Tip für mich.

Schöne Grüße
Christine
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Chris Gurk
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Beitrag von Chris Gurk »

Könnte es sich evtl. um eine Schwarznuss handeln?

Gefiederte Blätter (30-50 cm lang) mit deutlich mehr als 10 Teilblättchen (Walnuss: 5-9 Teilblättchen, Unterseite behaart. Herbstfärbung gelb.

http://www.baumkunde.de/baumdetails.php?baumID=0349

Viele Grüße
Chris

Hummelschwärmer
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Beitrag von Hummelschwärmer »

Danke Chris - ja das könnte natürlich (leider) auch sein - muß mal schauen ob ich im Herbst an Nüsse komme, und jetzt mal genauer die NIGRA Einträge anschauen.

Aber der Feststellung, daß Walnuß nur 5-9 Teilblättchen hat wiederspreche ich - meine Walnuss hat 9 und 11 und Cryptomeria Wolfgang hat das für seine Bäume auch bestätigt. Der Walnussbaum meiner Mutter hat sogar gradzahlige Teilblättchen - 8 - 9 - 10 - 11 alles nebeneinander.

Jedenfalls Danke und schöne Grüße
Christine

tormi
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Beitrag von tormi »

Hallo,
also die einfache Walnuss Juglans regia schliesse ich aus, auch wenn es schwer zu erkennen ist, die Blattform ist anders als bei Walnuss. Mein erster Gedanke gestern war auch Schwarznuss. Weitere Arten mit ähnlichen Blattmerkmalen wären J. ailantifolia oder J. cinerea.

Kann Carya illinoiensis, die Pekanuss, ausgeschlossen werden?
LG nalis

wolfram
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Beitrag von wolfram »

Hallo Rätselgemeinde um Christine,

solange keine eindeutigen Details bekannt sind bleibt das alles doch nur Spekulation.
Eigentlich ist die Frage doch beantwortet: Es ist keine Afrikanische Walnuß im botanischen Sinne. Wenn der Baum im Volksmund vor Ort so genannt wird, dann ist das völlig belanglos.

Die Familie ist klar, aber ob Juglans (was wahrscheinlich) oder Carya kann man zum gegenwärtigen Zeitpunkt nur spekulieren.

Vielleicht hat der Sturm ein paar Zweige heruntergeworfen. Dann ließe sich am Längsschnitt junger Zweige feststellen, ob das Mark gekammert ist oder voll. Damit wäre die Gattungsspekulation beendet.

In der Hoffnung auf genauere Auskünfte
Wolfram

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