Hallo,
ich bin nicht sicher .... die Blätter sind bei beiden Eichen relativ variablel (Flaumeiche etwas abgerundetere Zipfel) - für Zerreiche erscheinen mir die Blattoberseiten und die Äste relativ behaart. Aber bei jungen Pflanzen und direkt nach dem Austrieb ... wer weiß.
Sicherheit gäbe: Quercus cerris mit bleibenden fadenförmigen Stipeln (Nebenblätter), so dünne längliche Fädchen direkt am Blattstielansatz am Ast.
Kann sein, dass man da so was sieht oder eher ahnt. Bin aber nicht sicher, was ich da sehe.
captainplanet hat geschrieben:Das ist eine Zerreiche.
Woran ist das bitte fest zu machen.
Kannst Du denn auf dem Foto diesbezüglich eindeutige Details erkennen?
Die Blätter sind ja ganz besonders bei der Zerreiche sehr vielgestaltig, sehen aber hier durchaus für mich auch solchen der Flaumeiche ähnlich(er).
Bezieht sich der Vorschlag auf Reste der Nebenblätter?
Ich sehe da nicht viel.
Bitte um Aufklärung, man will ja nicht dumm sterben.
Gruß Spinnich
Das Talent der Menschen, sich einen Lebensraum zu schaffen, wird nur durch ihr Talent übertroffen, ihn zu zerstören.
- Georg Christoph Lichtenberg -
ich halte das ebenfalls für eine Zerreiche. Seit einiger Zeit habe ich selbst eine Flaumeiche und kann gut vergleichen. Flaumeichen streben rasch in die Höhe und sind sehr schnellwüchsig. Leichte Behaarung tritt beider Flaumeiche nur an den Blattoberflächen auf. Bei der Zerrreiche dagegen an beiden Seiten. Die Behaarung verliert sich aber im Sommer bei der Flaumeiche.
Hallo Baumfreunde,
fürmich ist das ganz klar Quercus pubescens.Die abgerundeten Lappen, die teils nochmals leicht gelappt sind (letztes Bild, Zweig nach links),sind charakteristisch.
Gruß
Stefan
Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen in den Garten (Rabindranath Tagore)
quellfelder hat geschrieben: ... Flaumeichen streben rasch in die Höhe und sind sehr schnellwüchsig.
Naja ... In der Praxis finden sich die Bäume häufig auf eher trockene Karststandorte zurückgezogen und bilden einen Niederwald mit Fraxinus ornus etc. Dort ist das Lebensumfeld viel härter. Für mich hat die gezeigte zahlreiche Merkmale der Flaum-Eiche, so dass diese zumindest als maßgebliches Elternteil beteiligt ist. Für eine genauere Identifizierung sind Nahaufnahme und Frucht hilfreich, bis dahin kann Q. pubescens als Arbeitstitel gelten.
captainplanet hat geschrieben:Das ist eine Zerreiche.
Woran ist das bitte fest zu machen.
Zerreichen haben Ausbuchtungen an den Blättern, die ganz vorne in einer feinen Spitze enden, während sie bei Flaumeichen völlig gerundet sind. Außerdem sind die Blätter ledrig und an der Oberseite etwas glänzend. Das kann man hier aber nur ahnen.
Flaumeichen sind Traubeneichen sehr ähnlich. Wenn der Flaum nicht gut ausgeprägt ist, habe ich da echte Probleme die auseinanderzuhalten. Aber Zerreichen finde ich recht typisch und eigentlich kaum verwechselbar.
Ich finde es super wenn man sich so toll auskennt. Respekt.
Also haben wir eine Zerreiche, bzw. zwei, habe nämlich nochmal eine entdeckt.
Ich bin gespannt, was ich als nächstes finde.
Hallo,
wie schon geschrieben, abwarten bis die Knospen ausreifen und evtl. ein paar Fruchansätze zu sehen sind. Die Varianz bei der Blattausformung ist sowohl bei Q. cerris als auch bei Q. pubescens groß und einen so jungen Trieb schon zur Festlegung heranzuziehen nicht unbedingt hilfreich. Wenn's ganz dicke kommt, ist's eine seltene Hybride zwischen beiden Arten...