WER 319
Moderatoren: LCV, stefan, tormi
Die Tiere im Bild waren mir bisher noch gar nicht aufgefallen, gut dass du genau hingesehen hast, Dieter. Die schaden der Pflanze hoffentlich nicht ? Ich dachte immer, Insekten hätten 6 Beine, aber man lernt nie aus, da kennst du dich sicher besser aus. Eine Ankylose ist für mich eine Gelenkversteifung, aber die Kleinen sehen ja noch ziemlich gelenkig aus...
Um auf das Gehölz zurückzukommen:
Typischerweise haben die Vertreter dieser Familie geteilte Blätter, gefiedert oder handförmig. Von beiden Versionen lassen sich Vertreter bei Baumkunde finden, die ihr vielleicht schon besser kennt, auch in den Steckbriefen.
Um auf das Gehölz zurückzukommen:
Typischerweise haben die Vertreter dieser Familie geteilte Blätter, gefiedert oder handförmig. Von beiden Versionen lassen sich Vertreter bei Baumkunde finden, die ihr vielleicht schon besser kennt, auch in den Steckbriefen.
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Die Früchte sind essbar. Wer kann uns welche aus eigener Fotosammlung anbieten? Die Farbe entspräche etwa der Farbe der männlichen Blüten von innen. Und natürlich sind es Drillinge. Sie könnten vom Aussehen durchaus als Ostereier durchgehen, aber sie sind noch nicht reif. Sie sollen bei Affen sehr beliebt sein, die sich nicht so sehr an den vielen Kernen stören. Ich hänge einen Ausschnitt aus einer historischen Grafik mit so einem Osterei an, die Quelle nenne ich dann am Schluss. Wirkt etwas schwarz, ist aber in Wirklichkeit eher rötlich. Frohe Ostern!
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Vertreter der Familie...in Parks und botanischen Gärten angepflanzt
Hallo menkontre
Wenn Du schreibst - In Deutschland sind keine Vertreter der Familie des Unbekannten heimisch, aber es werden mehrere interessante Gattungen in Parks und botanischen Gärten angepflanzt. - möchte ich noch anmerken, dass mehrere Gehölze als Vertreter der Familie in Deutschland recht winterhart sind und daher (mit etwas Schutz) in vielen Gegenden in Gärten angepflanzt werden können.
Ein Vertreter (nicht rankend) eher wegen der Früchte, die beiden anderen - als Kletterpflanzen - eher wegen des lang anhaftenden Laubs und wegen der hübschen Blüten. Die WHZ dieser Vertreter wird mit 6b (ca. -18°C bis -20°C), bei einem Kletterstrauch sogar mit 6a (ca. -20°C bis -23°C) angegeben.
LG Spinnich
Wenn Du schreibst - In Deutschland sind keine Vertreter der Familie des Unbekannten heimisch, aber es werden mehrere interessante Gattungen in Parks und botanischen Gärten angepflanzt. - möchte ich noch anmerken, dass mehrere Gehölze als Vertreter der Familie in Deutschland recht winterhart sind und daher (mit etwas Schutz) in vielen Gegenden in Gärten angepflanzt werden können.
Ein Vertreter (nicht rankend) eher wegen der Früchte, die beiden anderen - als Kletterpflanzen - eher wegen des lang anhaftenden Laubs und wegen der hübschen Blüten. Die WHZ dieser Vertreter wird mit 6b (ca. -18°C bis -20°C), bei einem Kletterstrauch sogar mit 6a (ca. -20°C bis -23°C) angegeben.
LG Spinnich
Das Talent der Menschen, sich einen Lebensraum zu schaffen, wird nur durch ihr Talent übertroffen, ihn zu zerstören.
- Georg Christoph Lichtenberg -
- Georg Christoph Lichtenberg -
Ja Dieter, du hast wohl Recht (wie natürlich auch bei der Insektenbestimmung). In absehbarer Zeit könnte man solche Gehölze wie den Gesuchten sogar in unterfränkischen Gärten beobachten. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie intensiv sie bisher in deutschen Privatgärten genutzt werden, aber bisher sind sie mir nur in öffentlichen Anlagen aufgefallen.
Jedenfalls ist es jetzt wirklich nicht mehr kompliziert: Den Zugang haben bisher alle über die Familie gefunden. Kletterpflanzen sind im Baumkundebestimmungssystem bei den Sträuchern eingeordnet. Mit Blattstellung und Blattbauplan bei Baumkunde reingehen, und bei den wenigen in Frage kommenden überprüfen, ob die Blüte symmetrisch 3 oder 6-zählig ist, und schon hat man es. Bei der Familie im Netz nachsehen, welche Gattungen drin sind. Die Möglichkeiten sind absolut überschaubar. Sogar bei der simplen Bildersuche mit dem Familiennamen muss man nicht allzu weit scrollen.
Der wissenschaftliche Name nimmt Bezug auf einen Naturforscher und auf die Zählung der Kelchblätter.
Der deutsche Trivialname nimmt Bezug auf den Vergleich des Geruchs mit einer anderen Pflanze und die Blütenform.
Jedenfalls ist es jetzt wirklich nicht mehr kompliziert: Den Zugang haben bisher alle über die Familie gefunden. Kletterpflanzen sind im Baumkundebestimmungssystem bei den Sträuchern eingeordnet. Mit Blattstellung und Blattbauplan bei Baumkunde reingehen, und bei den wenigen in Frage kommenden überprüfen, ob die Blüte symmetrisch 3 oder 6-zählig ist, und schon hat man es. Bei der Familie im Netz nachsehen, welche Gattungen drin sind. Die Möglichkeiten sind absolut überschaubar. Sogar bei der simplen Bildersuche mit dem Familiennamen muss man nicht allzu weit scrollen.
Der wissenschaftliche Name nimmt Bezug auf einen Naturforscher und auf die Zählung der Kelchblätter.
Der deutsche Trivialname nimmt Bezug auf den Vergleich des Geruchs mit einer anderen Pflanze und die Blütenform.
Jetzt hat Silvia die richtige Antwort ermittelt. Prima, dass die Hinweise geholfen haben. Aber ich gebe zu: Ein seltenes Exemplar aus einer ausgefallenen Familie. Und deswegen sind die Zusatzhinweise gerechtfertigt. Es bleibt immer noch eine botanische Leistung.
Meine Blüten stammen vom Mai aus dem botanischen Garten in Bonn, die Blütezeit wird im Netz etwas früher veranschlagt. Den Laubaustrieb habe ich im BoGa Tübingen eingefangen. In Bonn ging es der Pflanze offensichtlich gut, in Tübingen könnte es ihr fast etwas zu kalt sein. Ich hatte das mühsam kämpfende Pflänzchen zufällig zwischen üppigen Wisterien entdeckt. Die eingeschränkte Frosthärte wird sicher auch der Grund für die Seltenheit in Deutschland sein.
Morgen gebe ich noch ein paar letzte Tipps. Es wäre schön, wenn noch ein paar Baumkundler die Lösung durchgeben würden.
Meine Blüten stammen vom Mai aus dem botanischen Garten in Bonn, die Blütezeit wird im Netz etwas früher veranschlagt. Den Laubaustrieb habe ich im BoGa Tübingen eingefangen. In Bonn ging es der Pflanze offensichtlich gut, in Tübingen könnte es ihr fast etwas zu kalt sein. Ich hatte das mühsam kämpfende Pflänzchen zufällig zwischen üppigen Wisterien entdeckt. Die eingeschränkte Frosthärte wird sicher auch der Grund für die Seltenheit in Deutschland sein.
Morgen gebe ich noch ein paar letzte Tipps. Es wäre schön, wenn noch ein paar Baumkundler die Lösung durchgeben würden.
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- 25.JPG (136.25 KiB) 2560 mal betrachtet
Frank weist noch darauf hin, daß man die Pflanze im R/B schlüsseln kann: sehr auf-schluss-reich. Das wusste ich nicht, denn in meinem antiquarischen Fitschen ist sie (noch nicht?) drin.
Jetzt müssten wir noch die Baumkundler abholen, die eher durch heimisches Gebüsch statt durch fernöstliche Parks streifen:
Hier ein Vertreter einer über die Ordnung verwandten, bekannten, krautigen Pflanze aus Deutschland. Man erkennt die ähnliche Form der Fruchtblätter.
Jetzt müssten wir noch die Baumkundler abholen, die eher durch heimisches Gebüsch statt durch fernöstliche Parks streifen:
Hier ein Vertreter einer über die Ordnung verwandten, bekannten, krautigen Pflanze aus Deutschland. Man erkennt die ähnliche Form der Fruchtblätter.
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- 27.jpg (49.21 KiB) 2530 mal betrachtet
Fassen wir noch einmal zusammen: Wir suchen also eine immergrüne, in Japan heimische Kletterpflanze mit getrennt geschlechtlichen Blüten, fehlenden Kronblättern, 6 Kelchblättern, 3 Fruchtblättern, 6 zu einer Röhre verwachsenen Staubblättern, essbaren Balgfrüchten und handförmig geteilten, wechselständigen Laubblättern. Sie stammt aus einer entwicklungsgeschichtlich relativ ursprünglichen Familie.