Hallo,
Außer den üblichen Verdächtigen hat sich ja nun niemand mehr an diesem Rätsel versucht. Dann will ich mal auflösen.
Katsurabaum, Baum-Hasel, Douglasie, Buchenkeimling waren die Kandidaten, die es zu erraten gab um zum Lösungsbegriff zu gelangen.
Cercidiphyllum japonicum wird wegen seines auffallenden Herbstgeruches auch als Kuchenbaum oder Lebkuchenbaum bezeichnet, wegen seiner Blattform auch als Judasblatt. Der Baum wird selten gepflanzt und ist wohl eher in Parks wie hier in Forchheim oder in bot. Gärten zu finden. Die ersten Exemplare sah ich im bot. Garten meiner Universitätsstadt Würzburg. Der Baum verdient es aber auch wegen seiner Belaubung und der schönen roten Blüten in großen Privatgärten öfter mal einen Platz zu finden. Der soll auch als Kübelpflanze gedeihen, da sollte ich wohl mal die Aussaat versuchen.
Etwas mehr Platz benötigt wohl die Baum-Hasel, die es allerdings erst selten ins Register geschafft hat, obwohl diese stattlichen Bäume reichlich attraktive Früchte mit sehr leckeren Nüssen produziert.
Corylus colurnus, auch wegen seiner geographischen Herkunft Türkische oder Byzantinische Hasel(nuss) genannt ist sicher deutlich frosthärter als die im Steckbrief angegebenen -20 °C und leicht aus den Nüssen nachzuziehen.
Der Baum in Forchheim war schon recht mächtig und hätte es vielleicht sogar ins Register schaffen können.
Bisher kannte ich nur einen ähnlich attraktiven Vertreter aus Bad Neustadt an der Saale. Der Baum vor der Stadtthalle wurde aber leider bei dem viel kritisierten Neubau der Stadthalle gefällt.
Die neue Stadthalle mag zwar mehr Raum und organisatorische Vorteile bieten, optisch erinnert sie mich jedenfalls eher an eine JVA, aber über Geschmack kann man ja streiten.
Einige bereits über 2m hohe Baum-Haseln hat die Stadt jetzt in einer schmalen Gasse hinter dem Landratsamt gepflanzt, die auch schon fleißig fruchten. Ich frage mich allerdings wann der Stadt die Bäume dort über den Kopf wachsen und dann wieder der Säge zum Opfer fallen?
Jedenfalls hatte ich vor 6 Jahren mal eine Frucht vor der Stadthalle mitgenommen.
Ein Nüsschen habe ich verkostet, eines war taub, das letzte wurde in einem Blumentopf ausgesät und ist dort rasch gekeimt und gut gewachsen.
Nach 2 Jahren im Gemüsegarten (besserer, feuchterer Boden) war es kräftig genug um auf meine karge Obstwiese verpflanzt zu werden.
Dort hat sich im ersten Jahr noch nix getan, im Jahr darauf war die Trockenheit für alle Pflanzen dort extrem schwer zu ertragen, also auch kaum Zuwachs. Im dritten Standjahr konnte ich aber deutlichen Zuwachs verzeichnen, der kleine Baum ist wohl nun genügend eingewurzelt. Ein neuer bodenständiger Trieb hat sogar den verzweigten Rest des Bäumchens übergipfelt. Schätze der geht von jetzt an ab, wie Schmidts Katze.
Die (gewöhnliche) Douglasie, Pseudotsuga menziesii ist ja ein (angeblich invasiver Neophyt) durchaus bedeutender Waldbaum, der aber wie seine Namensverwandten, Tanne, Fichte, Kiefer in Freistellung nicht nur wegen seine auffälligen Zapfen recht attraktiv wachsen kann. Mit der 66 m hohen "Waldtraut vom Mühlwald" stellt er auch den höchsten Baum in Deutschland.
Danke anbei an Klaus Heinemann, der den ca. 63 m Konkurrenten aus dem Stadtwald von Eberbach nun auch isn Register gebracht hat.
Zu Fagus sylvatica, der Gemeinen- oder Rotbuche (oft nur Buche) brauche ich nicht viel zu sagen. Mich hat nur gewundert wer die Bucheckern auf meiner Obstwiese gepflanzt hat.
Leider habe ich dort keinen Platz für diese Bäume und die knapp 10 Keimlinge mal besser ausgerupft.
Die vielen Eichenkeimlinge und ab und zu Weißdorn und Schwarzdorn, Zwetschge, Mirabelle usw. fallen dann jeweils der jährlichen Maht zum Opfer, obwohl die Eichenstummel immer wieder austreiben.
LG Spinnich

Das Talent der Menschen, sich einen Lebensraum zu schaffen, wird nur durch ihr Talent übertroffen, ihn zu zerstören.
- Georg Christoph Lichtenberg -