† Hutebuche in Frauenroth, Register-Nr.: 1172

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Rainer Lippert
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† Hutebuche in Frauenroth, Register-Nr.: 1172

Beitrag von Rainer Lippert » 14 Jan 2017, 08:01

Hallo,

die Hutbuche ist in der Nacht von Donnerstag auf Freitag durch Sturm Egon abgebrochen und umgefallen. Zurück blieb teilweise ein etwa zwei Meter hoher Stumpf.

Schade um die Buche :cry:

Traurige Grüße,

Rainer

Ratatöskr
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Beitrag von Ratatöskr » 14 Jan 2017, 09:40

Hallo Rainer,

du bist ja wieder absolut am Puls der Zeit-woher hast du denn die Info so schnell nach dem ereignis ? Presse ? - Um die außergewöhnliche Buche ist es wirklich schade, wobei die fortgesetzten Kronen- und Astabbrüche schon andeutenden, dass der Veteran krank war-und Buchen kollabieren dann oft sehr schnell- da lobe ich mir dann die ("unsere") Eichen, die Pilzbefall und auch Astbrüchen oft noch viele Jahrzehnte , mitunter gar Jahrhunderte lang unbeugsam trotzen :-)

Viele Grüße
André
"Wenn eine Raupe stirbt- wird ein Schmetterling geboren"
Elisabeth Kübler Ross

Rainer Lippert
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Beitrag von Rainer Lippert » 14 Jan 2017, 10:40

Hallo André.

es ist eine der am meisten besuchten Bäume von mir. Sie steht ja auch nur knapp 20 km weg. Ich habe es leider beim Frühstück in der Zeitung lesen müssen. Bedingt durch die dreistämmigkeit ist sie schnell gewachsen. Zuletzt habe ich 7,15 m Umfang gemessen. 20 Jahre vorher waren es nur 6,32 m. Also über 4 cm im Jahr.

Viele Grüße,

Rainer

Nachtrag: Hier der entsprechende Zeitungsbericht.

Ratatöskr
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Beitrag von Ratatöskr » 14 Jan 2017, 13:35

Hallo Rainer,

vielen Dank für den Link :-) ja, im Grunde ist es Ausdruck des ´Werdens und Vergehens allen Irdischen und doch macht es einen schon traurig, wenn man einen einst so mächtigen Baum zerschmettert sieht.

Viele Grüße
Andre
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Gabi Paubandt
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Beitrag von Gabi Paubandt » 14 Jan 2017, 15:57

Immerhin hatte sie die Gnade, in Würde zu vergehen und wurde nicht vorzeitig gekappt/verstümmelt. Nun hat der Sturm ihr den Garaus gemacht. Wirklich schade!
Gruß Gabi

che80
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Beitrag von che80 » 14 Jan 2017, 18:03

Ein wirklich schöner Baum. Nur bei dem Massiven Befall mit Zunderschwamm wirklich nur eine kurze Frage der Zeit bis das Ende kommt.
Was mir aber wieder auffällt ist das es sich bei dem Baum doch eigentlich wieder um mehrere handelt. Das ist mir im Register schon häufiger aufgefallen, daß in diesem Hutebäume stehen die eindeutig mehrkernig sind. Nun frage ich mich, rein von der Überlegung her drei Buchen die auf über 7 Metern Umfang kommen haben ja eigentlich im Durchschnitt nur einen Umfang von ca. 2,30m. Sie kommen ins Register. Aber eine einzelne Eiche mit 5 Metern Umfang wäre im Grunde zu schmal, obwohl sie doch eindeutig Älter sein muß. Habt ihr euch da schonmal Gedanken drüber gemacht?

VG Sören

Rainer Lippert
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Beitrag von Rainer Lippert » 14 Jan 2017, 18:09

Hallo Sören,

2008 habe ich den Umfang der einzelnen Stämmlinge mal gemessen. 4,00 m, 3,11 m und 2,62 Meter Umfang. 6,86 m hat damals der Umfang um alle Stämmlinge betragen.

Naja, das mit mehrstämmig und so habe ich mir auch schon überlegt. Nur wie viele Eichen ab 5 m gibt es? Ab 6 m schätze ich schon um die 1.000. Und es geht ja hier auch nicht immer ums Alter.

Viele Grüße,

Rainer

Gabi Paubandt
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Beitrag von Gabi Paubandt » 14 Jan 2017, 18:23

Es gibt wohl keinen Zweifel, dass es ein ganz besonderer Baum war! Ob nun einer oder mehrere Stämme, die eine gewaltige gemeinsame Krone gebildet haben. Ich weiß nicht, wer die kleine Madonna einst angebracht hat...

Gruß Gabi
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Rainer Lippert
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Beitrag von Rainer Lippert » 14 Jan 2017, 18:31

Hallo Gabi,

die Madonna wurde angebracht, wie da am 28. Mai 2008 der dicke Ast abgebrochen ist. Sie sollte von da an die Buche schützen. Aber wer sie nun konkret angebracht hat, weiß ich auch nicht. Der Ast ist damals abgebrochen, obwohl im Frühjahr 2007 eine Kronensicherung eingebracht worden ist.

Viele Grüße,

Rainer

TomE
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Beitrag von TomE » 14 Jan 2017, 18:58

Schönen Abend,

es gilt bei mehrkerningen Bäumen zu bedenken, dass sie sich ihre Ressourcen teilen, jeder Einzelne bekommt weniger Licht/Wasser/Nährstoffe und daher ist ihr Einzelwachstum weit nicht mit einem einsamen Bäumchen vergleichbar. Trotzdem können sie natürlich je nach Abstand einen gewissen "Vorteil" im Stammumfang daraus ziehen.

Gruß
Tom

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baumlaeufer
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Beitrag von baumlaeufer » 14 Jan 2017, 19:15

Gabi Paubandt hat geschrieben:Immerhin hatte sie die Gnade, in Würde zu vergehen und wurde nicht vorzeitig gekappt/verstümmelt. Nun hat der Sturm ihr den Garaus gemacht. Wirklich schade!
Gruß Gabi
dem kann ich mich nur anschließen, schade !
Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt (Khalil Gibran)
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Rainer Lippert
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Beitrag von Rainer Lippert » 16 Jan 2017, 16:23

Hallo,

die Buche ist nicht weit von meinem Arbeitsplatz weg. Auf dem Heimweg habe ich also einen kleinen Umweg gemacht, um der Hutbuche die letzte Ehre zu erweisen. Heute stand übrigens in der Zeitung, dass sie nicht in der Nacht beim Sturm umgefallen ist, sondern zwischen 9 und 11 Uhr. Um 9 Uhr hat sie jemand beim Frühstück noch stehen sehen. Und um 11 Uhr war sie dann gelegen. Meine Wetterstation, 16 km von der Buche entfernt, hat um 4:40 Uhr 83,7 km/h registriert. Immerhin der dritthöchste Wert seit ich den Wind messe, seit Ende 1999. Zwischen 9 und 11 Uhr hatte ich mit maximal 47 km/h recht wenig Wind. Da war der Sturm schon durch. Der letzte Todesstoß war dann vermutlich nicht der Wind. Also vermutlich vom Wind in der Nacht vorgeschädigt, um dann irgendwann umzustürzen.

Viele Grüße,

Rainer
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Beitrag von Gabi Paubandt » 16 Jan 2017, 17:41

Hallo Rainer,

man kann sich's wirklich kaum vorstellen, wenn man Deine Fotos nicht sehen würde. Vielleicht bleibt ja der Stammteil mit der Madonna erhalten, und so würde sie eine weitere Bedeutung erringen.

Gruß Gabi

biloba
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Beitrag von biloba » 16 Jan 2017, 17:44

Autsch! Jetzt ist wohl der Zaun kaputt?


Entsetzte Grüße!

Rainer Lippert
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Beitrag von Rainer Lippert » 16 Jan 2017, 17:51

Hallo Gabi,

ja, ist schon schrecklich das ganze. Zumal ich erst im August dort war. Laut Zeitung bleibt ein Teil erstmal so liegen, da es sich um ein Naturdenkmal handelt. Die Anwohner haben sich zudem aufgeregt, da ein zuvor eingebrachtes Gutachten ein absterben der Buche quasi bescheinigt hat. Aber die Untere Naturschutzbehörde hat keinen Handlungsbedarf gesehen. Ich Frage mich jetzt, was man hätte tun können? Eine Kronensicherung gab es schon länger. Ok, man hätte die Krone einkürzen können, aber ansonsten?

Viele Grüße,

Rainer
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