Ist das eine Robinienart? ---> Metasequoia glyptostroboides

Ihr habt einen Nadelbaum/ Strauch (Konifere) in Deutschland oder Europa gesehen, könnt ihn aber nicht bestimmen? Fragt hier einfach danach.

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carina
Beiträge: 2
Registriert: 15 Jun 2007, 10:11

Ist das eine Robinienart? ---> Metasequoia glyptostroboides

Beitrag von carina »

Hallo,

vor sechs Wochen habe ich diesen Baum in meinen Garten gepflanzt.

Ich suche die Bezeichnung für diesen Baum, da er an einigen Blattenden braun wird und offensichtlich nicht den richtigen Standort hat.

Ich finde diesen Baum wunderschön und habe Sorge daß er unter diesen Bedingungen vielleicht eingeht.

Für Eure Hilfe schon jetzt vielen Dank

Carina
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tormi
Moderator
Beiträge: 5728
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Beitrag von tormi »

hallo und willkommen im Forum,
ich denke dass du hier eine Metasequioa glyptotroboides, Urweltmammutbaum fotographiert hast. Der Baum stellt normalerweisenicht zu viele Ansprüche. Warten wir aber noch auf Cryptomeria.
LG Nalis

Andreas75
Beiträge: 4121
Registriert: 13 Dez 2004, 00:17

Beitrag von Andreas75 »

Hallö!

Wie sieht denn der Standort des Baumes aus? Schattig, sonnig, feucht, trocken? Beschreibe den Standort und die Pflege bitte etwas genauer =)!

Grüße, Andreas

Cryptomeria
Beiträge: 10173
Registriert: 25 Mai 2006, 21:45
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Beitrag von Cryptomeria »

Hallo Carina,

zunächst : es gibt Metasequoia Sorten, die treiben gelb aus oder sind das ganze Jaht goldgelb ( Spring Cream und Goldrush).
Ich gehe hier von einem normalen Metasequoia aus. Und der ist ganzjährig hellgrün bis grün. Die gelbe Farbe bei deiner Pflanze könnte auf Chlorose hindeuten, d.h. zu viel Kalk im Boden. Wir hatten das auch einmal bei Standort auf ehemaligem Bauschutt in unmittelbarer Hausnähe. Dort wurde nach Neubau viel Zement usw. im Boden verscharrt. Metasequoia liebt feuchten, sauren Boden, kommt aber auch auf trockenerem, aber nicht zu trockenem Standort vor. Ich könnte mir vorstellen, dass auch der Bambus dahinter sehr viel Wasser wegnimmt. Aber die Nadeln sehen aus, als wenn sie noch genug Wasser hätten, sonst wären mehr vertrocknet.
Hier kann man mit gezielter Düngung sicher etwas erreichen, die Frage ist, wenn er größer wird, ob ihm das zur Verfügung stehende Wasser ausreichen wird.
Vielleicht lässt du erst mal den Boden analysieren oder du kennst den Untergrund. Wenn du eine sehr feuchte oder sogar zeitweise überschwemmte Stelle hast oder einen Teichrand, dort ist er auf jeden Fall besser aufgehoben.

Soweit zunächst

ein sehr schöner, schnellwachsender Baum.

Viele Grüße


Wolfgang

carina
Beiträge: 2
Registriert: 15 Jun 2007, 10:11

Standort

Beitrag von carina »

Hallo

danke für Eure schnellen und hilfreichen Anworten!

Ich werde mir morgen ph-Teststreifen besorgen um den ph-wert zu bestimmen. Mein Mann hat die Bruchsteinmauer von innen mit Beton verschmiert, vielleicht wirkt sich das aus. Werde ich ja morgen sehen.

Torf habe ich beim Einpflanzen nicht mit untergemischt.

Den Bambus oberhalb habe ich mit mineralischem Dünger im März gegossen, die Rose unterhalb ist mit Langzeitdünger versorgt.

Der Standort ist recht trocken, Sonne bis ca. 14 Uhr.

Carina

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stefan
Moderator
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Beitrag von stefan »

Hallo Carina,
vielleicht ist vor allem auch ein Wasserproblem.
Man kann (größere) Bäume nach der Pflanzung gar nicht genug gießen!
(Gießen reicht nicht - wässern!)
Viel Erfolg!
Gruß, Stefan

Cryptomeria
Beiträge: 10173
Registriert: 25 Mai 2006, 21:45
Wohnort: Fraulund/ 24405 Rügge

Beitrag von Cryptomeria »

Wasserproblem ist durchaus denkbar, da einige Nadeln braun sind, allerdings wären bei größerer Trockenheit viel mehr Nadeln braun , vor allem auch im Spitzentrieb. Die Gelbfärbung muss mit dem Boden zusammenhängen. Wenn es ein normaler Metasquoia ist, stimmt der Boden für den Baum nicht. Wasserproblem lässt sich aber leicht nachprüfen. Einige Tage stark wässern und schauen, ob er grün wird.
Normalerweise sind Metas nicht so bodenempfindlich und recht tolerant. Sie heißen aber auch Wasserlärche, Wasserfichte usw., was auf den hohen Wasserbedarf auch hinweißt.

Viele Grüße

Wolfgang

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