Hallo,
schon lange frage ich mich, wie man einerseits diese kleinen Male und die Fläche an der Basis von Torreya Samen nennt. Diese kleinen Male und die Fläche interagieren miteinander. Aber wenn man keine Bezeichnungen für die Bestandteile hat, lässt sich das schwer beschreiben.
Ich hoffe, jemand kann mir da weiter helfen. Holger hat ja immer die besten Beziehungen.
Viele Grüße
Wie nennt man diese Bestandteile des Torreya-Samens?
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Kiefernspezi
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Wie nennt man diese Bestandteile des Torreya-Samens?
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- Torreya-Samen von Torreya grandis
- Torreyaseed.jpg (14.79 KiB) 1886 mal betrachtet
Hallo Andre
Mein Vorschlag:
den Punkt (ohne Fragezeichen) würde ich als Hilum (Nabel) bezeichnen. In ihm verläuft der Funiculus (Nabelstrang) welche die Verbindung zwischen Mutterpflanze und Eikern herstellt.
Die Fläche um den Nabel nennt man Macula hilaris. Auch sehr gut zu sehen bei Aesculus (Rosskastanien).
Für dein zweites Fragezeichen kenne ich kein Fachwort. Es sind, nach meiner Meinung, höckrige Ausstülpungen der Samenepidermis. Funktion? vielleicht Gasaustausch (Disimilation), möglich analog den Lentizellen?
Gruss Rolf
Mein Vorschlag:
den Punkt (ohne Fragezeichen) würde ich als Hilum (Nabel) bezeichnen. In ihm verläuft der Funiculus (Nabelstrang) welche die Verbindung zwischen Mutterpflanze und Eikern herstellt.
Die Fläche um den Nabel nennt man Macula hilaris. Auch sehr gut zu sehen bei Aesculus (Rosskastanien).
Für dein zweites Fragezeichen kenne ich kein Fachwort. Es sind, nach meiner Meinung, höckrige Ausstülpungen der Samenepidermis. Funktion? vielleicht Gasaustausch (Disimilation), möglich analog den Lentizellen?
Gruss Rolf
Macula der Torreya
Hallo Andre
ist die Fläche deines Torreya-Samens, die von Rolf als Macula hilaris bezeichnet wird tatsächlich wie bei der Kastanie die Verwachsungs- und Versorgungsstelle am Bereich des Fruchtstiels oder ist dies die untere Spitze des Samens?
Das wäre dann ja entscheidend für eine Vergleichbarkeit.
Laut Dr. VEIT M. DÖRKEN, Universität Konstanz in einem Beitrag über "Taxaceae inkl. Cephalotaxaceae – Eibengewächse (Coniferales)" finde ich folgendes:
"Diese Sprosse tragen am Ende meist nur eine, seltener zwei Samenanlagen, welche von einer dicken fleischigen Hülle (Arillus) umgeben sind, die sekundär vom Funiculus gebildet wird. Diese ist entweder fast vollständig frei (z.B. Taxus), seltener nur in den Bereichen oberhalb der Mikropyle vollständig verwachsen (z.B. Torreya) oder stets vollständig verwachsen (z.B. Cephalotaxus)."
Ich hatte bei dieser Fläche vor Rolf's Erklärung an den Teil der Samenoberfläche gedacht der bei Torreya ähnlich wie bei Taxus nicht fest mit dem Arillus verwachsen ist.
LG Spinnich
ist die Fläche deines Torreya-Samens, die von Rolf als Macula hilaris bezeichnet wird tatsächlich wie bei der Kastanie die Verwachsungs- und Versorgungsstelle am Bereich des Fruchtstiels oder ist dies die untere Spitze des Samens?
Das wäre dann ja entscheidend für eine Vergleichbarkeit.
Laut Dr. VEIT M. DÖRKEN, Universität Konstanz in einem Beitrag über "Taxaceae inkl. Cephalotaxaceae – Eibengewächse (Coniferales)" finde ich folgendes:
"Diese Sprosse tragen am Ende meist nur eine, seltener zwei Samenanlagen, welche von einer dicken fleischigen Hülle (Arillus) umgeben sind, die sekundär vom Funiculus gebildet wird. Diese ist entweder fast vollständig frei (z.B. Taxus), seltener nur in den Bereichen oberhalb der Mikropyle vollständig verwachsen (z.B. Torreya) oder stets vollständig verwachsen (z.B. Cephalotaxus)."
Ich hatte bei dieser Fläche vor Rolf's Erklärung an den Teil der Samenoberfläche gedacht der bei Torreya ähnlich wie bei Taxus nicht fest mit dem Arillus verwachsen ist.
LG Spinnich
Das Talent der Menschen, sich einen Lebensraum zu schaffen, wird nur durch ihr Talent übertroffen, ihn zu zerstören.
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Kiefernspezi
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Hallo, ich müsste das nächstes Jahr noch einmal überprüfen, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass Rolf (herzlichen Dank schon mal) auf der richtigen Spur ist. Interessant ist die Wechselwirkung zwischen der Makula hilaris und den höckrigen Ausstülpungen. Normalerweise werden nur zwei gegenständige Ausstülpungen gebildet, aber manchmal eben auch 3 oder mehr.
Gut zu beobachten ist der Effekt, das in den Bereichen oberhalb der Ausstülpungen die Makula hilaris zurückweicht bzw. sich eingeschränkt ausgebreitet hat, sie aber in die anderen Bereiche weiter vordringt. Kann man bei dem gezeigten Beispiel gut sehen. Ich liefere noch andere nach.
Viele Grüße
Gut zu beobachten ist der Effekt, das in den Bereichen oberhalb der Ausstülpungen die Makula hilaris zurückweicht bzw. sich eingeschränkt ausgebreitet hat, sie aber in die anderen Bereiche weiter vordringt. Kann man bei dem gezeigten Beispiel gut sehen. Ich liefere noch andere nach.
Viele Grüße