Borneo: Sproßachsen parallel zum Stamm
Moderatoren: LCV, stefan, tormi
Borneo: Sproßachsen parallel zum Stamm
Hallo, dieses Bild ist auch nicht grade toll geworden, aber hoffentlich reicht es zum Bestimmen. Bei diesem Baum wachsen alle neuen behaarten Sproßachsen sofort vertikal nach oben, dadurch entsteht eine wirklich seltsame Wuchsform. Weiß jemand welche Art das ist? Und gibt es so etwas in den Tropen häufiger? Denn eine Krone unter dem Blätterdach der anderen Bäume auszubilden würde kaum etwas bringen und das sieht für mich nach einer Methode aus, um schneller ans Licht zu kommen...
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- RIMG3383.JPG (168.08 KiB) 3080 mal betrachtet
Sproßachsen parallel zum Stamm
Hallo Smiley,
In den unteren Etagen des Regenwaldes gibt es teils nur 1-2 % an Licht.
Wenn das Kronendach bereits gut geschlossen ist, können dort nur wenige Arten sich nach und nach bis ins Kronendach durchmogeln (wie es beispielsweise Lianen tun). Bis die große Chance kommt und durch das Absterben und den Sturz eines Baumes eine Licht durchflutete Lücke entsteht, führen viele junge Baumnachkömmlinge daher ein kümmerliches Schattendasein. Sobald dann eine (Licht-)Lücke aufreißt geben die natürlich Vollgas.
-siehe Schichtung des Tropenwaldes:
https://de.wikipedia.org/wiki/Tropischer_Regenwald
-siehe Kampf um Licht in:
http://www.regenwaldschutz.de/oekologie.shtml#kampf
-siehe Raetselhafte-Monodominanz...Sämlinge sind dagegen sehr schattenresistent, können so lange unter den Altbäumen überdauern bis diese absterben-Wie-im-Regenwald-natuerliche-Monokulturen-entstehen:
http://derstandard.at/2000043933738/Rae ... -entstehen
Ich denke also diese Wuchsform, egal ob Liane oder aufschießender Urwaldbaum ist ganz typisch für tropischen Regenwald.
Gruß Spinnich
In den unteren Etagen des Regenwaldes gibt es teils nur 1-2 % an Licht.
Wenn das Kronendach bereits gut geschlossen ist, können dort nur wenige Arten sich nach und nach bis ins Kronendach durchmogeln (wie es beispielsweise Lianen tun). Bis die große Chance kommt und durch das Absterben und den Sturz eines Baumes eine Licht durchflutete Lücke entsteht, führen viele junge Baumnachkömmlinge daher ein kümmerliches Schattendasein. Sobald dann eine (Licht-)Lücke aufreißt geben die natürlich Vollgas.
-siehe Schichtung des Tropenwaldes:
https://de.wikipedia.org/wiki/Tropischer_Regenwald
-siehe Kampf um Licht in:
http://www.regenwaldschutz.de/oekologie.shtml#kampf
-siehe Raetselhafte-Monodominanz...Sämlinge sind dagegen sehr schattenresistent, können so lange unter den Altbäumen überdauern bis diese absterben-Wie-im-Regenwald-natuerliche-Monokulturen-entstehen:
http://derstandard.at/2000043933738/Rae ... -entstehen
Ich denke also diese Wuchsform, egal ob Liane oder aufschießender Urwaldbaum ist ganz typisch für tropischen Regenwald.
Gruß Spinnich
Das Talent der Menschen, sich einen Lebensraum zu schaffen, wird nur durch ihr Talent übertroffen, ihn zu zerstören.
- Georg Christoph Lichtenberg -
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Alstonia scholaris
Dieser Baum macht das auch obwohl er nicht im schatten steht
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- Ditarinde
- 5 dita2.jpg (104.85 KiB) 2502 mal betrachtet
- Nicht oder nicht mehr! - Hier ist doch anscheinend eine Freifläche von Menschenhand angelegt - Bauwerk, Treppe...Smiley hat geschrieben:Dieser Baum macht das auch obwohl er nicht im Schatten steht
Der untere Stamm ist schon kräftig ausgeprägt und einstämmig, dann Verzweigung mit den aufschießenden Ästen, danach die Krone die im oberen Bereich doch normal ausladend ist. Das sieht für mich schon nach Freistellung eines jungen schlanken Schößlings aus, der sich dann etwas verzweigt und sofort die Lichtlücke nutzt um erstmal seine (annähernde) Endhöhe zu erreichen und sich dann über die anderen mit seinem Blätterdach breit zu machen. Nachdem er seine Vormachtposition erreicht hatte, konnte er im Lauf der Jahre dann auch am Stamm ordentlich an Stärke zulegen.
LG Spinnich
Das Talent der Menschen, sich einen Lebensraum zu schaffen, wird nur durch ihr Talent übertroffen, ihn zu zerstören.
- Georg Christoph Lichtenberg -
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Schattenbaum
Der Baum ist sehr alt, als wir das Gelaende uebernahmen stand er im Busch.
Hab den Busch selbst entfern und eine Steinbank diort angelegt. Der Baum ist halt sehr gross und stattlich.
Hab noch mehrere dieser Baeume, die Wuchsform ist gleich.
Bei einem Baum hat der Sturm die Krone abgerissen, da sind die
neuen Austriebe auch wie im Regenwald.
mfg Guenter
Hab den Busch selbst entfern und eine Steinbank diort angelegt. Der Baum ist halt sehr gross und stattlich.
Hab noch mehrere dieser Baeume, die Wuchsform ist gleich.
Bei einem Baum hat der Sturm die Krone abgerissen, da sind die
neuen Austriebe auch wie im Regenwald.
mfg Guenter
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- D2.jpg (283.6 KiB) 2474 mal betrachtet
Hallo Smiley
Hast Du schon mal Einheimische nach dem indigenen Baum (-Namen) befragt?
Und wenn Du die Bäume schon länger und regelmäßig beobachten konntest, dann müsste man eventuell auch Blüten und Fruchtstände beobachtet haben.
Detailfotos von Blütenständen und Früchten, auch das Fruchtinnere (Samen), das zusammen mit der Blattstellung und der Blattform könnte bei einem Bestimmungsversuch recht hilfreich sein.
Soweit ich erkennen konnte ist es jeweils ein ungeteiltes ovales ein wenig gewelltes Blatt mit leichter Spitze und sehr heller Unterseite. Blattstellung vermutlich wechselständig? Blattgröße ist schwer einzuschätzen, wirkt auf dem Bild recht groß?
Also dranbleiben und entsprechende Bilder und Informationen nachliefern, dann besteht Hoffnung, da man die Baumart zumindest näher eingrenzt.
Gruß Spinnich
Edith: Oh die letzten Beiträge sind ja gar nicht vom selben Autor (also nicht von Smiley sondern von Guenter) und das sind vermutlich dann auch ganz andere Baumarten, als der oben von Smiley gezeigte? Das hatte ich im Kontext glatt übersehen.
Das Laub sieht jedenfalls völlig anders aus. Mit der Rinde und dem Laub auf dem letzten Bild würde ich da ganz vorsichtig auf einen Ficus tippen.
Ansonsten gilt aber für eine Bestimmung das gleiche.
Hast Du schon mal Einheimische nach dem indigenen Baum (-Namen) befragt?
Und wenn Du die Bäume schon länger und regelmäßig beobachten konntest, dann müsste man eventuell auch Blüten und Fruchtstände beobachtet haben.
Detailfotos von Blütenständen und Früchten, auch das Fruchtinnere (Samen), das zusammen mit der Blattstellung und der Blattform könnte bei einem Bestimmungsversuch recht hilfreich sein.
Soweit ich erkennen konnte ist es jeweils ein ungeteiltes ovales ein wenig gewelltes Blatt mit leichter Spitze und sehr heller Unterseite. Blattstellung vermutlich wechselständig? Blattgröße ist schwer einzuschätzen, wirkt auf dem Bild recht groß?
Also dranbleiben und entsprechende Bilder und Informationen nachliefern, dann besteht Hoffnung, da man die Baumart zumindest näher eingrenzt.
Gruß Spinnich
Edith: Oh die letzten Beiträge sind ja gar nicht vom selben Autor (also nicht von Smiley sondern von Guenter) und das sind vermutlich dann auch ganz andere Baumarten, als der oben von Smiley gezeigte? Das hatte ich im Kontext glatt übersehen.
Das Laub sieht jedenfalls völlig anders aus. Mit der Rinde und dem Laub auf dem letzten Bild würde ich da ganz vorsichtig auf einen Ficus tippen.
Ansonsten gilt aber für eine Bestimmung das gleiche.
Das Talent der Menschen, sich einen Lebensraum zu schaffen, wird nur durch ihr Talent übertroffen, ihn zu zerstören.
- Georg Christoph Lichtenberg -
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Vielen Dank für die Antworten! Ich habe erst nicht damit gerechnet, dass noch etwas kommt (da mein Bild ja nicht gerade sehr aussagekräftig ist
).
Bei mir war das leider eine einmalige Reise, es kann also kein weiteres Bildmaterial nachgeliefert werden. Die Bilder von den ausgewachsenen Bäumen mit der Wuchsform sind aber sehr interessant!
Bei mir war das leider eine einmalige Reise, es kann also kein weiteres Bildmaterial nachgeliefert werden. Die Bilder von den ausgewachsenen Bäumen mit der Wuchsform sind aber sehr interessant!