Die besuchte Eiche steht westlich der Burgruine Bärwalde. Bärwalde selbst ist ein Ortsteil der Gemeinde Niederer Fläming. Am Waldrand östlich der Burgruine steht noch eine als Naturdenkmal ausgewiesene Starkeiche, diese habe ich gesehen, war aber nicht dort. Die Nacht über hatte es stark geregnet und mir war nicht danach, durch das tropfnasse Gebüsch zu kriechen. Allein schon die besuchte Eiche hat gereicht.
Neben der Burgruine Bärwalde steht ein Schild, wo Burg und näheres Umfeld mit Wallanlagen, Grenzgraben etc. beschrieben werden. Auf diesem Schild wird doch tatsächlich ein angrenzender Park erwähnt. Für mich ist ein Park eine gepflegte, ästhetisch ansprechende und abwechslungsreich gestaltete Grünanlage. Vorgefunden habe ich nicht nur einen naturnahe Baumbestand, es war pure Wildnis. Alles wächst irgendwie durch- und übereinander, Bäume sind abgestorben (Ulmen vom Ulmensterben dahingerafft, Eschen wahrscheinlich mit Eschentriebsterben), abgebrochen, in Nachbarbäumen hängend oder am Boden verrottend. Ungepflegt, verwahrlost, trostlos. Gerademal dass Wege befahrbar gehalten wurden. Bestimmt alles ökologisch ganz wertvoll - Brechreiz erzeugend.
Und mittendrin steht die Eiche. Auf einen Hügel gepflanzt, ab ca. 3 m Höhe zweistämmig gewachsen, mit starken Wurzelanläufen rundum. Der König unter allen benachbarten Bäumen, markant die Äste gen Himmel gereckt - stark eingekürzt, mit nur ganz wenigen Neuaustriebe nach Kroneneinkürzung, beide Stämme mit einem Kronensicherungssystem verbunden und .... abgestorben. Unwiederbringlich tot und so irgendwie zur ganzen Tristesse des gesamten Umfeldes passend. Was von der Eiche während der Vegatationsphase zu sehen ist, siehe
https://www.monumentale-eichen.de/brand ... %A4rwalde/.
Gemessen wurde trotzdem, der "Feine Zwirn" verschmutzt, kam auch nicht mehr darauf an.
Höhe des Baumes: 27 m, Kronendurchmesser immer noch bis 20 m, Stammumfang in 1,00 m Höhe 732 cm. In 1,30 m Höhe beträgt der Stammumfang 678 cm.
Standort im Baumregister kommt fast hin und kann unverändert bleiben.
Gruß Hilmar