Baum Busch Strauch? ---> Corylus avellana

Ihr habt einen Laubbaum/ Strauch in Deutschland oder Europa gesehen, könnt ihn aber nicht bestimmen? Fragt hier einfach danach.

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cub-er
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Baum Busch Strauch? ---> Corylus avellana

Beitrag von cub-er »

Hallo,
kann jemand anhand der Bilder diese Pflanze deuten?
Gruß
Gerry
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Yogibaer
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Beitrag von Yogibaer »

Ich denke hier an Weiß- oder Hainbuche, Carpinus betulus.
Gruß Yogi

Andreas75
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Beitrag von Andreas75 »

Hy!

Das ist 'ne junge Haselnuss, Corylus avellana.

pgs
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Beitrag von pgs »

Ich hätte die Form und Struktur der Blätter auch ganz klar als hanebüchen (=>hainbuchig) gesehen. Woran erkennst du Corylus avellana, Andreas?
beste Grüße von Holger/PGS

Spinnich
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Hasel oder Hainbuche

Beitrag von Spinnich »

Hallo,

ich meine auch, eine Hainbuche würde ohne Schnitt eher als einstämmiger Baum wachsen und nicht von Grund auf buschig verzweigen.

Gruß Spinnich :idea:
Das Talent der Menschen, sich einen Lebensraum zu schaffen, wird nur durch ihr Talent übertroffen, ihn zu zerstören.
- Georg Christoph Lichtenberg -

AndreasG.
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Beitrag von AndreasG. »

Ich hätte beinahe auch eine Haselnuss vorgeschlagen, aber die Blattform ist bei C. avelana etwas anders. Möglicherweise wurde der Strauch regelmäßig beschnitten und wächst deshalb strauchförmig. Das würde bei einer Topfpflanze durch Sinn machen.

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stefan
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Beitrag von stefan »

Hallo Baumfreunde,
meine erste Idee war auch Haselnuß:
die Blätter wirken rauher, grober, unregelmäßiger als bei Hainbuche;
insbesondere sind - würde ich jetzt aus der Erinnerung sagen, ohne es belegen zu können - die hellgrünen Knorpsenschuppen, die noch unter den ersten austreibenden Blättern zu sehen sind, typisch für Haselnuß, während die (braunen, papierartigen) Knospenschuppen der Hainbuche schneller abfallen.
Gruß, Stefan
Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen in den Garten
(Rabindranath Tagore)


https://baum-des-tages.blogspot.de/

Andreas75
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Beitrag von Andreas75 »

Richtig analysiert, Stefan.

Zum einen der Austrieb, dann haben Hainbuchen niemals so dunkel getöntes Laub, Haseln durch Bluthaseleinfluss aber öfter.
Weiters das Laub an sich (im ersten Bild kann man im unteren Bilddrittel sehr gut ein haseltypisch doppelt gesägtes Blatt erkennen, dass Hainbuchen niemals haben), die Wuchsform, und last but not least haben Hainbuchen keine Lentizellen an der eher silbrigen Rinde von selbst Jungtrieben, die hier eher bräunlich ist.
Zudem sind Hainbuchenblätter ja nun doch eher "paralellnervig", während hier ganz klar die rauhe, vielverzweigte Nervigkeit der Hasel vorliegt.

cub-er
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nochmal Fotos

Beitrag von cub-er »

Ich habe auch zwischen Buche und Haselnuss geschwankt... Ich habe einen Trieb in meinem Garten entdeckt und diesen dann in einen Topf gesteckt...
Vielleicht helfen diese beiden Fotos. Oder ist es 100% eine Hasel?
Vielen Dank euch allen!
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pgs
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Beitrag von pgs »

Danke, Andreas, ja man muss halt doch noch viel genauer hinschauen ;-)
Carpinus betulus hat 10 - 13 parallele Seitenadern , Corylus avellana nur 6 - 7, die oberhalb der Blattbasis auch ziemlich gut parallel laufen, aber an der Basis doch zusätzlich andere Richtungen haben.

Ja, Andreas Kiefer hat mich jedenfalls überzeugt, dass das hier ein Haselstrauch ist.
Die Blatt-Seitenadern passen genau. Im oberen Teil des Blattes 6 bis 7 (fast) parallele Seitenadern, unter den ein bis drei untersten je eine Lage sekundäre Seitenadern in eine andere Richtung!
Bei der Hainbuche sind alle (10 bis 13) Seitenadern wirklich parallel.
beste Grüße von Holger/PGS

Andreas75
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Beitrag von Andreas75 »

Hy Cub-er!

Japp, 100 % eine Hasel :).

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