Himalaya-Birke am Haus

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picknicker187
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Himalaya-Birke am Haus

Beitrag von picknicker187 »

Hallo,
wir haben eine Himalaya-Birke direkt am Haus stehen (siehe Foto). Diese wird langsam aber sicher größer und wir machen uns Sorgen um die Wurzeln. Wir wissen nicht, ob diese irgendwann die Hauswand bzw. die darunterliegende Kellerwand wegdrücken könnten, was natürlich ein erheblicher Schaden wäre.
Kennt sich hier jemand aus oder hat Erfahrungen? Was würdet Ihr empfehlen, Baum stehen lassen oder weg machen?
Danke,
Max
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Spinnich
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Birke am Haus

Beitrag von Spinnich »

Hallo Max,

Dass die Wurzeln irgendwann die Hauswand bzw. die darunterliegende Kellerwand wegdrücken halte ich eher für unwahrscheinlich, aber ein großes Risiko stellen die Wurzeln schon dar. Birkenwurzeln wachsen unheimlich gerne in Wasseradern, also in die Drainage und in die Kanalisationsrohre. Dass diese dabei beschädigt werden können, dürfte klar sein.

Gruß Spinnich
Das Talent der Menschen, sich einen Lebensraum zu schaffen, wird nur durch ihr Talent übertroffen, ihn zu zerstören.
- Georg Christoph Lichtenberg -

Cryptomeria
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Beitrag von Cryptomeria »

Ich wundere mich immer wieder, wie man schnell wachsende , groß werdende Bäume so dicht ans Haus pflanzen kann. Es sind ja Lebewesen und sie müssen noch im Jugendalter getötet werden. Auch diese Birke wird weg müssen, denn in nicht mal 10 Jahren wird der Stamm- soweit ich es abschätzen kann, die Hauswand erreichen. Und spätestens ab dann wird es knapp.

Die Wurzeln gehen in sämtliche Öffnungen,Schlitze usw.( wie Spinnich schon schreibt )und werden diese im Lauf der Zeit sprengen oder zumindest füllen.
Da gibt es wenig Chancen.

Vg Wolfgang
Wer Bäume pflanzt und weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.

AndreasG.
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Beitrag von AndreasG. »

Ich würde auch vermuten, dass ein Baum so nah am Haus äußerst problematisch ist. Also, kurz und schmerzlos.

Umpflanzen ist leider nur mit schwerem Gerät möglich, Schaden am Keller vermutlich mit inbegriffen.
:cry:

aki.ben
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Beitrag von aki.ben »

Habe eine ähnliche Frage. Dabei handelt es sich um eine Waldkiefer, die wir wohl auch etwas nah am Haus gepflanzt haben. Ich schätze mal mit rund 3m Abstand. Das Bäumchen wächst toll, es ist wirklich eine Freue, das zu beobachten.
Der Stamm wird das Haus wohl nicht erreichen, aber vielleicht Äste oder Wurzeln?
Bekommen alle Waldkiefern mit der Zeit einen astlosen Stamm (im unteren Bereich) oder hat das mit den Lichtbedingungen zu tun?

Hatte mal gelesen, dass man noch umpflanzen kann wenn der Stammdurchmesser kleiner/gleich dem Durchmesser einer Cola-Dose ist. Somit wäre der Zug bei unserer Kiefer bald abgefahren...
LG
Anna

Cryptomeria
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Beitrag von Cryptomeria »

Hallo Anna,

Waldkiefern bilden gewöhnlich eine Pfahlwurzel aus. ich würde bei 3 m Abstand viele Jahre keine Probleme am Haus befürchten. Ich habe schon große Kiefern in diesem Abstand bei einigen Häusern gesehen und das Mauerwerk war völlig in Ordnung. Was an Leitungen im Untergrund liegt, kann man so natürlich nicht beurteilen. Problematisch sind immer die alten Tonrohre der Kanalisation. Da hatte ich mal ohne es zu wissen einen Mammutbaum direkt darüber gepflanzt. Ausgerechnet noch einen ' Hazel Smith ', einen der ersten in Deutschland. Nach 10 Jahren war das Rohr komplett mit Wurzeln voll und da kam keine Fräse mehr durch.
Aufasten kannst du immer, um Äste vom Haus fern zu halten. Nachhelfen geht also. Bei Licht bleibt die Kiefer natürlich auch im unteren Bereich grün.

VG Wolfgang
Wer Bäume pflanzt und weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.

aki.ben
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Beitrag von aki.ben »

Danke, Wolfgang, für die schnelle Antwort! Da bin ich erstmal beruhigt.
Tonrohre sollten nicht in der Nähe sein.
Eventuell muss die Drainage-Leitung ums Haus in den nächsten Jahren erneuert werden. Ich hoffe man kommt dann noch zwischen Baum und Hauswand vorbei ;)
LG
Anna

Cryptomeria
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Beitrag von Cryptomeria »

In die Drainage-Rohre wachsen natürlich auch die feinen Wurzeln und irgendwann sind diese dann auch dicht. Aber wenn ihr die Drainage neu machen wollt, könnt ihr überlegen, wie ihr die Wurzeln vom Drainage-Rohr fern haltet.

Vg Wolfgang
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AndreasG.
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Beitrag von AndreasG. »

3 m Abstand ist nicht viel.
Falls es irgendwie machbar ist, würde ich den Baum umsetzen. Früher oder später verursacht die Kiefer Probleme und dann ärgert man sich, von den Kosten ganz zu schweigen.

Cryptomeria
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Beitrag von Cryptomeria »

Waldkiefern sind auch nicht die absoluten Raritäten. Sollte ein Umpflanzen nur unter großem Aufwand mit unsicherem Ausgang möglich sein, könnte man auch eine neue pflanzen und ggf. dann später das hausnahe Exemplar doch wegnehmen.
Ein Umpflanzen ließe sich auch vorbereiten.
VG Wolfgang
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picknicker187
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Beitrag von picknicker187 »

noch eine Frage zur Himalaya-Birke: Die bildet keine Pfahlwurzel, sondern eher eine runde Wurzel, richtig?

Cryptomeria
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Beitrag von Cryptomeria »

Ja, normalerweise, wenn sie kann!
VG Wolfgang
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LCV
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Beitrag von LCV »

Hallo,

zur Birke: Auf dem Foto kann man erahnen, dass der Stamm nur zwischen 30 und 50 cm Abstand zur Hauswand hat. Es war auf jeden Fall keine gute Idee, den Baum an diese Stelle zu pflanzen. Ärger ist vorprogrammiert. Auch dürfte es bald in den Räumen hinter der Krone ziemlich dunkel werden.

Früher oder später muss der Baum gefällt werden, wobei das von Jahr zu Jahr mehr Aufwand und Kosten verursacht. Ich kämpfe normalerweise für jeden Baum, aber den würde ich fällen. Die Schäden, die der Baum unterirdisch anrichten kann, sind auch schwer abzuschätzen. Je nachdem, welche Baumschutzverordnung in dieser Gemeinde gilt, könnte es ab einem bestimmten Stammdurchmesser auch noch ein Genehmigungsverfahren notwendig machen. Deshalb lieber rechtzeitig fällen.

Man könnte an diese Ecke irgendeine Konifere setzen. Es gibt welche, die "in Zeitlupe" wachsen. Ich habe vor 9 Jahren so eine in den Balkonkasten gesetzt. Die hat in dieser Zeit etwa 20 cm an Höhe gewonnen. Andere Bäume schaffen 2,50 m und mehr in einem Jahr. Also könnte man diese Ecke mit einem Bäumchen verschönern, das kaum wächst und auch langfristig keine Probleme bereitet. Zudem sind solche Koniferen auch geeignet, sie etwas zu stutzen, ohne den Habitus zu verschandeln. Größere Laubbäume sehen nach dem Herunterschneiden dagegen kriminell aus.

Gruß Frank

Kiefernspezi
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Beitrag von Kiefernspezi »

Hallo, da kann ich Frank LCV nur zustimmen. Auch wenn ich Birken ganz hübsch finde - eine Zwergkonifere ist dagegen geeigneter. Vielleicht verrät Frank noch, was er empfehlen würde?
Er meint bestimmt Sorten, die gezüchtet wurden, damit sie klein bleiben. Da kenne ich mich nicht so gut aus.

Viele Grüße

Cryptomeria
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Beitrag von Cryptomeria »

@Max : Solltest du dich tatsächlich entschließen an diese Stelle etwas Neues zu pflanzen und nicht sicher sein, wie sich diese Pflanze entwickeln wird, frage sicherheitshalber hier nach, denn die Angaben in den Baumschulen oder Gartenmärkten " sagen oft nicht die ganze Wahrheit ".

VG Wolfgang
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