Baumbeschnitt- und Fällung bei Hitzewelle

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Volker0031
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Baumbeschnitt- und Fällung bei Hitzewelle

Beitrag von Volker0031 »

ich hoffe mal ihr genießt das Wetter und jammert nicht. :D
Gestern habe ich mich wieder einmal richtig geärgert. Inmitten eines kleinen Wäldchens, hat man eine Pappel gefällt. Meine Meinung: es ist nicht gut gerade jetzt, bei großen Hitze einen Baum zu fällen. Damit trocknet an dieser Stelle die Erde noch mehr aus und andere Gehölze und dort lebende Tiere werden der Sonne völlig unvorbereitet ausgesetzt.
Mal abgesehen davon, dass ohnehin nicht Fällsaison ist - liege ich da richtig, oder haltet ihr diese Position für übertrieben?

Volker
aus dem tropischen Berlin

Yogibaer
Beiträge: 1153
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Beitrag von Yogibaer »

Auch ein kleines Wäldchen kann ein Wald im Sinne des Berliner Waldgesetzes sein da eine bestimmte Größe nicht vorgegeben ist. Gesetzeskonform ist ebenfalls die Ernte zu jeder Zeit, solange wie Naturschutz- und Arbeitsschutzrechte nicht im Wege stehen. Das sehen heute zwar einige anders aber Forstwirtschaft hat auch mit Wirtschaft zu tun und Einnahme bzw. Gewinn ist ja eigentlich das Ziel jedes wirtschaftlichen Unternehmens.
Das mit der Austrocknung sehe ich bei der Entnahme eines Baumes nicht so gravierend, im Gegenteil, es wird ein besseres Keimbett für die jetzt oder in nächster Zeit ausfallenden Baumsamen bereitet.
Gruß Yogi

Volker0031
Beiträge: 340
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Beitrag von Volker0031 »

Yogibaer hat geschrieben:Auch ein kleines Wäldchen kann ein Wald im Sinne des Berliner Waldgesetzes sein da eine bestimmte Größe nicht vorgegeben ist. ...
Gruß Yogi
Das "kleine Wäldchen" ist eine von benutzte Begrifflichkeit. Ausgewiesen ist dieser Streifen von Bäumen und Sträuchern als "geschützte Grünanlage". Also, Entschuldigung für meine, Verwirrung stiftende Bezeichnung.
Forstlich genutzt ist dieses "Wäldchen" keinesfalls.

Volker

Andreas75
Beiträge: 3995
Registriert: 13 Dez 2004, 00:17

Beitrag von Andreas75 »

War doch bestimmt sowieso nur eine Hybridpappel, oder?
Im Interesse der heimischen Schwarzpappel sollte man die schon rausnehmen, wo sie keinem wirtschaftlichen Zweck dienen, denn wenn auch der Hybridisierungsgrad an sich recht gering ist und 10 % pro Population nicht übersteigt, gibt es auch einzelne Populationen, die zu 72 % hybridisiert sind, wie aus dieser hochinteressanten Arbeit zum Thema hervor geht.

Und wie Yogi schon sagte, haben da nun viele schon lange wartende Samen ökologisch wertvollerer Gehölze die Chance, aufzukommen.
Was sich auch nach der Fällung unseres unheilbar verletzten 32jährigen Walnußbaumes eindrucksvoll zeigte. Als er noch stand, gedieh da nix drunter außer ein paar Walderdbeeren und zwei Atom- Löwenzahnen.
Schon im Jahr der Fällung aber ging's da richtig zur Sache, und nun steht da eine völlig regional- und standorttypische junge Strauch- und Baumflora mit mindestens 10 Arten.
Samen waren alle im Boden vorhanden und warteten nur auf ihre Chance.

PS @ Wetter: Endlich mal wieder ein richtiger Sommer, so es mich betrifft :D!

Volker0031
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Beitrag von Volker0031 »

Kiefer hat geschrieben: Und wie Yogi schon sagte, haben da nun viele schon lange wartende Samen ökologisch wertvollerer Gehölze die Chance, aufzukommen.
Dein und Yogis Wort in des Gehölzgottes Ohr. Ich glaub allerdings nicht so recht daran, dass dort die Samen ökologisch wertvollerer Gehölze auf irgend etwas warten. Und sollten sie das doch getan haben, werden sie dann bei der nächsten Pflegestufe Opfer der Rasenpflege. Ich bedauere jeden ausgewachsenen Baum welcher verschwindet und allenfalls durch drei Sträucher ersetzt wird. Zugleich wirbt der Senat sicherlich weiter um Bürgergeld, mit dem Ziel Stadtbäume pflanzen zu wollen.

Hier mal ein kleiner Blick in den "Wald" und eine knappe Beschreibung.

http://kiez-dendrarium.blogspot.de/2012 ... -wald.html

Gruß

Volker

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