Bewurzelung von Hedera helix 'Arborescens'

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Andreas75
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Bewurzelung von Hedera helix 'Arborescens'

Beitrag von Andreas75 »

Hallo zusammen :(!

Leider ist es nun amtlich: Eine Wühlmaus hat meinen erst im letzten Herbst gepflanzten H. helix 'Arborescens' gekillt, womit der nun seit Herbst '14 mindestens Opfer Nummero 10 dieser krepeligen Nager ist...

Falle wurde sogleich gestellt, und die Schermaus ist auch bereits erlegt (die neunte insgesamt seit Ende April...). Vom niedergestreckten Efeu (hatte mich schon so auf die herbstliche Schmetterlings- Tankstelle gefreut...) habe ich nun alle scherenlangen Triebe abgeschnitten und einstweilen in ein Wasserglas gestellt, und wollte nun fragen:

Lässt sich der 'Arborescens' genau so einfach und schnell bewurzeln wie die Jugendform, die ja schon wurzelt, wenn sie nur "feucht und dunkel" hört?
Oder gibt es da spezielle Anforderungen?
Wenn ja, wäret ihr so nett und würdet mir die verraten?

Ganz lieben Dank im Voraus,
Andreas
- der mit den gefangenen Wühlmäusen immerhin lecker Biofutter für seine Schlangen ranschaffen kann *Zweckoptimist bin*...

biloba
Beiträge: 1786
Registriert: 07 Nov 2005, 10:38
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Beitrag von biloba »

Hallo Andreas,

mein Beileid!

Rein Interessehalber mal die Frage: War die Maus trotz Karbid dort zu Werke gegangen? Hat das Zeug dort versagt?


Acetylenhaltige Grüße!

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LCV
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Beitrag von LCV »

Frei nach Alfred Nobel:

Versagt im Garten das Karbid,
Versuch' es mal mit Dynamit!

Andreas75
Beiträge: 3995
Registriert: 13 Dez 2004, 00:17

Beitrag von Andreas75 »

Hy!

Das Karbid anzuzünden habe ich mich nicht getraut, das rummst ja doch ganz ordentlich- und direkt an unserer Wiese, wo ich die meisten Wühler rausgeholt habe, steht der örtliche Starkstrom- Verteiler...
Ich glaub', es wäre extrem untunlich, falls da (was sie sicher werden) Gänge drunter oder zumindest dran führen, da pyrotechnisch zu Werke zu gehen :? ...

Nur der Karbiddampf bringt es aber auf Dauer auch nicht, denn wenn die Nachbarn nix dagegen tun, vermehren sie sich außerhalb ungestört, und ich kriege dann ungefähr ab jetzt und zum Herbst hin die vierfache Dröhnung, weil sie alle mit Familie wieder kommen.
Und zum ständig das Zeug in die Löcher pulvern ist mir das zu teuer, ehrlich gesagt.
Da tun es meine Bayrischen Drahtfallen für 12 €/ 6 Stück weitaus besser, Jahre länger und nachhaltiger... Und hab' noch feines HappaHappa für die Schlängler, was ja bei dem heutigen nicht weniger Massentierhaltungsgedöns aus den Futternagerzuchten auch was für sich hat...

Und der Efeu?

Buck
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Beitrag von Buck »

Hallo Andreas,

die Arborescens-Formen von Efeu kann man ohne Probleme über Stecklinge vermehren, auch die schöne Form von `Goldheart`. Die Bewurzelung dauert nur unwesentlich länger wie bei der Normalform.

Was die Wühlmäuse betrifft: ich habe mit meinen 5 Topcat-Fallen in diesem Jahr schon über 160 Wühlmäuse gefangen, davon allein 38 mit einer Falle in den letzten 30 Tagen. Allerdings sind die dann nicht mehr als Lebendfutter zu verwerten.
Schöne Grüße,
Buck

Andreas75
Beiträge: 3995
Registriert: 13 Dez 2004, 00:17

Beitrag von Andreas75 »

Hy Eike!

Habe vielen Dank :D!
Und die Zeit ist jetzt auch ok? War ja kein gezielter Stecklingsschnitt, sondern mehr "Rettet, was zu retten ist"...

Ja, so eine Topcat will ich mir auch noch gönnen, die fängt nämlich auch Feldmäuse, die ich in Verdacht habe, meinen panaschierten Sambucus racemosa gekillt zu haben :cry: (in die sofort gestellte Bayrische ging nichts, und Feldmäuse sind zu schwach, die auszulösen).
Gratulation zur stattlichen Strecke, da bin ich mit meinen 9 Wühlmäuschen (und leider vier Maulwürfen, weil die manchmal die Gangsysteme gemeinsam bewohnen...) ja ein ganz kleines Licht ^^.

Buck
Beiträge: 441
Registriert: 19 Mai 2010, 11:45
Wohnort: Nähe Echternach. Luxembourg

Beitrag von Buck »

Ja, du kannst die Stecklinge jetzt machen (musst du ja...), am besten wurzeln die NICHT VERHOLZTEN Teile (auch bei normalen Efeu wurzeln die Triebteile ohne Haftwurzeln meist viel besser). Wegen der (wohl wiederkehrenden) Hitze ist es wichtig, die Stecklinge bis zur Bewurzelung dauernd unter gespannter Luft zu halten. Viel GlÜck damit!

PS: noch zu Topcat: diese Fallen brauchen tägliche "Pflege", sofern wir es können, kontrollieren wir morgens und abends. Feld- und Schermäuse werden gleichermassen gefangen; das Fallenstellen ist sehr einfach, ich habe anfangs mit dem Suchstock noch in den Gängen nachgewühlt, das mache ich nicht mehr, sondern stelle sie nur noch so in Öffnungen, klappt sehr gut. Das extreme Wühlmausjahr hat bei uns im Frühjahr 2014 angefangen und dauert noch an; die Population wird allerdings wohl bald zusammenbrechen. Als Nebeneffekt haben sich Greifvögel sehr stark vermehrt; bis zu 6 Rot-Milane gleichzeitig am Jagen zu sehen, ist dann eine kleine Entschädigung für den Schaden (in diesem Winter/Frühjahr wurde zB unsere komplette aufgeschulte Malus-Vermehrung (30 verschiedene Zier-Apfelklone) vernichtet, sehr ärgerlich).
Schöne Grüße,
Buck

Schottland
Beiträge: 8
Registriert: 08 Jul 2015, 17:53

Beitrag von Schottland »

Bei Wühlmausbefall ein paar Säcke, die erdähnlich sind oder zerrissene Jutesäcke und diese um den Baum legen.
Die Wühlmäuse suchen dann das Weite. :)

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