Umgepflanzte Birken
Moderatoren: LCV, stefan, tormi
Umgepflanzte Birken
Wir haben letzten Herbst drei Birken umgepflanzt. Die Bäumchen wuchsen am Waldrand um einen alten Baumstumpf herum, weshalb die Wurzelballen nicht optimal ausgegraben werden konnten. Maximaler Stammumfang beträgt zwischen 10 und 14cm, Höhe der Bäume ca 3m.
Nach dem Umpflanzen haben sie soweit ich mich erinnere recht bald das Laub abgeworfen (also etwas früher als die anderen Birken in der Umgebung). Dieses Frühjahr sah alles erst sehr gut aus, viele Knospen, die sich gut entwickelt haben. Leider ist es bisher noch nicht so richtig warm geworden und die Birken sind ziemlich starkem (kaltem) Wind ausgesetzt. Vor ein paar Wochen hat sich ein einziges Blatt an einem der Bäume entwickelt, während sich die anderen Knospen nicht weiterentwickelt haben und mittlerweile zu vertrocknen scheinen. An dem Ast mit dem Blatt kommen glaube ich noch ein paar dazu und die Knospen ganz oben kann ich nicht erkennen.
Allerdings treiben die Birken nun direkt am Stamm neu aus (siehe Bilder).
Meine Frage: Besteht noch Hoffnung, dass sich die Birken erholen und noch eine Krone ausbilden?
Nach dem Umpflanzen haben sie soweit ich mich erinnere recht bald das Laub abgeworfen (also etwas früher als die anderen Birken in der Umgebung). Dieses Frühjahr sah alles erst sehr gut aus, viele Knospen, die sich gut entwickelt haben. Leider ist es bisher noch nicht so richtig warm geworden und die Birken sind ziemlich starkem (kaltem) Wind ausgesetzt. Vor ein paar Wochen hat sich ein einziges Blatt an einem der Bäume entwickelt, während sich die anderen Knospen nicht weiterentwickelt haben und mittlerweile zu vertrocknen scheinen. An dem Ast mit dem Blatt kommen glaube ich noch ein paar dazu und die Knospen ganz oben kann ich nicht erkennen.
Allerdings treiben die Birken nun direkt am Stamm neu aus (siehe Bilder).
Meine Frage: Besteht noch Hoffnung, dass sich die Birken erholen und noch eine Krone ausbilden?
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LG
Anna
Anna
Wenn man Bäume irgendwo ausgräbt, um sie umzupflanzen, muss man anschließend immer die Äste drastisch reduzieren. Die beim Ausgraben abgetrennten Wurzeln fehlen dem Baum, der deshalb den Neusaustrieb nicht richtig versorgen kann. Deshalb ist ein oberirdischer Rückschnitt ein absolutes Muss.
Ich würde an dem Baum alle die Äste entfernen, die abgestorben sind und auf das Beste hoffen. Ein/zwei Stoßgebete könnten auch nicht schaden, ob sie allerdings helfen, wird sich zeigen.
Zudem, abhängig vom Niederschlag natürlich, reichlich gießen.
Ein kurzer oberflächlicher Regen reicht für eine Wasserversorgung nicht aus, der Boden sollte durchdringend feucht sein. Die Wurzeln sind durch das Umpflanzen noch nicht so weit ausgebreitet, dass sie den Baum versorgen könnten. Umgepflanzte Bäume und Sträucher immer mindestens im 1. Jahr regelmäßig wässern, oder Baumschulware mit kompakten Ballen verwenden.
Die kostet zwar Geld, aber die Wahrscheinlichkeit, dass die Bäume anwachsen und weiterwachsen, ist entsprechend höher. Zumal einem der Verkäufer im Optimalfall noch ein paar Tipps geben kann. Obwohl, für letzteres sind ja wir da.
Ich würde an dem Baum alle die Äste entfernen, die abgestorben sind und auf das Beste hoffen. Ein/zwei Stoßgebete könnten auch nicht schaden, ob sie allerdings helfen, wird sich zeigen.
Zudem, abhängig vom Niederschlag natürlich, reichlich gießen.
Ein kurzer oberflächlicher Regen reicht für eine Wasserversorgung nicht aus, der Boden sollte durchdringend feucht sein. Die Wurzeln sind durch das Umpflanzen noch nicht so weit ausgebreitet, dass sie den Baum versorgen könnten. Umgepflanzte Bäume und Sträucher immer mindestens im 1. Jahr regelmäßig wässern, oder Baumschulware mit kompakten Ballen verwenden.
Die kostet zwar Geld, aber die Wahrscheinlichkeit, dass die Bäume anwachsen und weiterwachsen, ist entsprechend höher. Zumal einem der Verkäufer im Optimalfall noch ein paar Tipps geben kann. Obwohl, für letzteres sind ja wir da.
ich würde auf jeden Fall empfehlen unabhängig (!!!) vom Niederschlag, reichlich gießen.AndreasG. hat geschrieben: ...
Zudem, abhängig vom Niederschlag natürlich, reichlich gießen. ....
Die sollen nicht ertrinken, aber ansonsten viel Wasser!!!
Gruß, Stefan
Zuletzt geändert von stefan am 01 Jun 2015, 21:29, insgesamt 1-mal geändert.
Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen in den Garten
(Rabindranath Tagore)
https://baum-des-tages.blogspot.de/
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Hy!
Wie ich seit diesem Frühjahr weiß, sind Birken ziemlich knochenhart im Nehmen. Alles wesentliche hat Andreas ja schon gesagt, und ich füge hinzu: Die treiben aus schlafenden Augen, also haben sie es geschafft! Schneide wie empfohlen zurück (keine Stummel stehen lassen), wässere gut und spätestens nächstes Jahr, wenn sie richtig eingewurzelt sind, werden die abgehen wie Schmidt's Katze
.
Ich selber hatte im letzten Herbst eine Birke aus der Baumschule geschmissen, die zwar noch jung war (Keimjahr 2012), aber bereits fast 3 m hoch war. Hatte den Keimling seinerzeit mit einem Wein- Keimling verwechselt und eingesackt, wollte die Birke aber doch nicht da stehen haben, weil 's hier im Umkreis tausende Birken gibt und ich keinen/ nicht noch mehr Schatten im Nutzgarten wollte.
Nun ja, rausgerissen und so wie sie war mit nur noch halbem Wurzelballen wurzelnackt oben auf die Benjeshecke geschmissen und liegen gelassen. Dies Frühjahr aber packte mich doch irgendwie das schlechte Gewissen, als die so blank daliegend anfing, auszutreiben
.
Habe sie also wieder rausgepuzzelt, die toten Äste erstmal bis 10 cm über den austreibenden Augen beschnitten und wieder eingepflanzt.
Ja, und die hat in der Tat nach einem nicht so schnee- und frostarmen Winter völlig frei auf dem Haufen liegend wieder Fuß gefasst und jetzt etwa 15 cm lange Triebe. Äste sind nun bis an die Austriebe geschnitten, und die hat nun Lebensrecht ^^. Ich weiß noch nicht, ob im Ganzen hier oder ob ich sie nicht doch lieber in ein ruhiges Eckchen außerhalb pflanze, weil ich den Plaz doch eher für einen schönen kleinen Baum seltener Sorte (eine gelblaubige Birke hätte ich zB noch gerne) nutzen könnte, aber stehen/ leben bleibt dieses Ausbund an Zähigkeit nun auf jeden Fall
.
Von daher: Ja, wenn Du die gut wässerst (vor allem wichtig wegen dem Wind), wird das was
!
Wie ich seit diesem Frühjahr weiß, sind Birken ziemlich knochenhart im Nehmen. Alles wesentliche hat Andreas ja schon gesagt, und ich füge hinzu: Die treiben aus schlafenden Augen, also haben sie es geschafft! Schneide wie empfohlen zurück (keine Stummel stehen lassen), wässere gut und spätestens nächstes Jahr, wenn sie richtig eingewurzelt sind, werden die abgehen wie Schmidt's Katze
Ich selber hatte im letzten Herbst eine Birke aus der Baumschule geschmissen, die zwar noch jung war (Keimjahr 2012), aber bereits fast 3 m hoch war. Hatte den Keimling seinerzeit mit einem Wein- Keimling verwechselt und eingesackt, wollte die Birke aber doch nicht da stehen haben, weil 's hier im Umkreis tausende Birken gibt und ich keinen/ nicht noch mehr Schatten im Nutzgarten wollte.
Nun ja, rausgerissen und so wie sie war mit nur noch halbem Wurzelballen wurzelnackt oben auf die Benjeshecke geschmissen und liegen gelassen. Dies Frühjahr aber packte mich doch irgendwie das schlechte Gewissen, als die so blank daliegend anfing, auszutreiben
Habe sie also wieder rausgepuzzelt, die toten Äste erstmal bis 10 cm über den austreibenden Augen beschnitten und wieder eingepflanzt.
Ja, und die hat in der Tat nach einem nicht so schnee- und frostarmen Winter völlig frei auf dem Haufen liegend wieder Fuß gefasst und jetzt etwa 15 cm lange Triebe. Äste sind nun bis an die Austriebe geschnitten, und die hat nun Lebensrecht ^^. Ich weiß noch nicht, ob im Ganzen hier oder ob ich sie nicht doch lieber in ein ruhiges Eckchen außerhalb pflanze, weil ich den Plaz doch eher für einen schönen kleinen Baum seltener Sorte (eine gelblaubige Birke hätte ich zB noch gerne) nutzen könnte, aber stehen/ leben bleibt dieses Ausbund an Zähigkeit nun auf jeden Fall
Von daher: Ja, wenn Du die gut wässerst (vor allem wichtig wegen dem Wind), wird das was
Vielen Dank für eure Antworten!
Das hört sich ja echt gut an!
Wir haben schon viel gewässert und das letzte halbe Jahr war auch sehr niederschlagsreich. Der Boden ist ziemlich schwer und lehmig und hält die Feuchtigkeit recht gut. Den Rückschnitt haben wir leider nicht gemacht, weil wir dachten, es wäre besser, die Bäume nicht zu verletzen...
Jetzt weiß ich nicht so genau, welche Äste entfernt werden sollen. Es sieht so aus, als wären vorallem die unteren Äste vertrocknet. Die kann ich direkt am Stamm abkneifen. Bei einigen Ästchen bin ich mir nicht sicher, ob da nicht vielleicht doch noch Blätter kommen. Sollen die vorsichtshalber dranbleiben?
Ich kletter bei Gelegenheit mal auf die Leiter und schau, ob sich ganz oben was tut. Da soll ja vermutlich nicht geschnitten werden, oder?
Oder sollen nur die Äste weg, wo neue Austriebe zu erkennen sind?
Das hört sich ja echt gut an!
Wir haben schon viel gewässert und das letzte halbe Jahr war auch sehr niederschlagsreich. Der Boden ist ziemlich schwer und lehmig und hält die Feuchtigkeit recht gut. Den Rückschnitt haben wir leider nicht gemacht, weil wir dachten, es wäre besser, die Bäume nicht zu verletzen...
Jetzt weiß ich nicht so genau, welche Äste entfernt werden sollen. Es sieht so aus, als wären vorallem die unteren Äste vertrocknet. Die kann ich direkt am Stamm abkneifen. Bei einigen Ästchen bin ich mir nicht sicher, ob da nicht vielleicht doch noch Blätter kommen. Sollen die vorsichtshalber dranbleiben?
Ich kletter bei Gelegenheit mal auf die Leiter und schau, ob sich ganz oben was tut. Da soll ja vermutlich nicht geschnitten werden, oder?
Oder sollen nur die Äste weg, wo neue Austriebe zu erkennen sind?
LG
Anna
Anna
Update
Ein paar Wochen später sehen die Birken schon viel besser aus. Teils gibt es schon frische neue Ästchen, teils treiben die Bäume aus den alten Seitenästen neu aus.
Wir waren uns mit dem Schneiden ziemlich unsicher und haben erst vor ein paar Tagen eingekürzt. Ich hoffe, dass sie sich erholen und nächstes Jahr richtig grün werden.
Danke für eure Tipps
Wir waren uns mit dem Schneiden ziemlich unsicher und haben erst vor ein paar Tagen eingekürzt. Ich hoffe, dass sie sich erholen und nächstes Jahr richtig grün werden.
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Anna
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Cryptomeria
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